Bei aller Euphorie um erneuerbare Energieträger: Im Heizungsbereich ist Österreich nach wie vor sehr fossil unterwegs. Von 840.000 Gasheizungen, 500.000 Ölheizungen und 80.000 Heizungen mit Koks bzw. Kohle spricht das Klimaschutzministerium. Alleine in der Steiermark heizen immer noch 90.000 Haushalte mit Öl.

Und dennoch ist aktuell freilich vieles in Bewegung. Auch, weil es mit dem Erneuerbaren-Wärme-Gesetz wohl bald einen neuen regulatorischen Rahmen gibt, der den Ausstieg aus fossilen Heizungen bis ins Jahr 2040 festlegen wird. Von viel Dynamik berichtet nun Energieministerin Leonore Gewessler am Rande der Mitteleuropäischen Biomassekonferenz, die gerade in Graz stattfindet.

"85.000 Anträge" hätte man im Vorjahr im Rahmen des Sanierungsprogramms "Raus aus Öl und Gas" eingesammelt. 47 Prozent davon entfallen auf Biomasseheizungen, 35 Prozent auf Wärmepumpen und 18 Prozent auf Fernwärme. Von einem "neuen Rekord beim Umstieg auf klimafreundliche Heizungen", spricht Gewessler deswegen. Aktuell bekommen Privatpersonen beim Tausch eines fossilen Heizsystems auf eine Wärmepumpe oder eine Biomasseheizung bis zu 7500 Euro Förderung. Darüber hinaus wartet ein Bonus in Höhe von 2000 Euro, wenn man eine Gasheizung gegen eine "klimafreundliche Alternative" tauscht. Zumindest für Förderanträge, die nach dem 12. September 2022 gestellt wurden.