Nach neun Monaten an der Spitze des Unternehmens zieht sich Günther Apfalter also wieder aus der operativen Führung von Magna Steyr zurück, die er nach dem überraschenden Abgang von Frank Klein (wechselte zum amerikanischen Start-up Rivian) im Frühjahr kurzfristig übernommen hatte. Der Europa- und Asienchef des kanadischen Zuliefer-Konzerns wacht aber als Aufsichtsratsvorsitzender weiter über Magna-Steyr.

Mit 1. Jänner tritt nach langer Zeit wieder ein Steirer an die Spitze des Auftragsfertigers: Roland Prettner (50), seit 1999 im Magna-Konzern tätig, wurde erst heuer im Frühjahr zum Produktionschef von Magna-Steyr berufen. Der 50-jährige Grazer verdiente sich seine Sporen zunächst in Nordamerika als Manager der Blechteile-Sparte Cosma, die seinerzeit vom Grazer Horst Prelog geleitet wurde. Von 2008 bis 2015 zog Prettner in Deutschland als Vice President von Cosma Europa die Fäden, zuletzt – von 2015 bis März 2022 – führte Prettner dann als Geschäftsführer das in Weiz beheimatete Magna-Presstech-Werk. Zusammen mit Martin Peter teilt sich Roland Prettner auch die Geschäftsführung der Magna Steyr Fahrzeugtechnik GmbH.

Noch bis vor Kurzem war die Magna Steyr Fahrzeugtechnik übrigens eine Aktiengesellschaft, jüngst erfolgte die Umwandlung in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Grund für diese Änderung sei "die Vereinheitlichung der Rechtsformen aller Magna Gesellschaften in Deutschland und Österreich", wird auf Anfrage mitgeteilt. Magna-Steyr beschäftigt weltweit 13.500 Mitarbeiter, davon 9500 am Standort Graz.