In Österreich sind voriges Jahr pro Kopf deutlich weniger tierische Produkte verbraucht worden. Pro Kopf sank die Verwendung von Fleisch, Milch und Co gegenüber 2020 um 8,1 auf 226,2 kg, so die Statistik Austria am Mittwoch. Besonders Schweinefleisch verlor demnach an Bedeutung, beim Geflügel wurde eine leichte Steigerung verzeichnet. Heimische Bauern produzierten 2021 4,9 Mio. Tonnen tierische Erzeugnisse und damit minimal mehr als 2020. Das Agrar-Außenhandelsvolumen stieg.

Der Selbstversorgungsgrad – er zeigt, wie weit die heimische Produktion den inländischen Verbrauch abdeckt – erreichte für Trinkmilch samt Joghurt 178 Prozent, für Rind- und Kalbfleisch 147 Prozent, für Käse 118 Prozent und für Schweinefleisch 108 Prozent. Nicht ausreichend für den heimischen Verbrauch produziert wurden Eier (92 Prozent), Geflügelfleisch (78 Prozent), Butter (72 Prozent) und Fisch (7 Prozent).

59,9 Kilo Fleisch pro Kopf

Der errechnete Pro-Kopf-Verbrauch lag 2021 bei 77,9 Kilogramm Milch, 23,2 Kilo Käse, 5,4 kg Butter, 14,5 kg Eier – das entspricht 233 Stück – und 88,5 kg Fleisch. Davon standen 58,9 kg Fleisch der menschlichen Ernährung zur Verfügung, das restliche Drittel des Pro-Kopf-Verbrauchs entfiel auf Knochen oder wurde zu Hunde- und Katzenfutter verarbeitet.

Zur Deckung des Inlandsbedarfs wurden Importe bei Fleisch (355.000 t; +6 Prozent), Trinkmilch (72.000 t; +2 Prozent), Käse (133.000 t; +2 Prozent) sowie Fisch (79.000 t; +12 Prozent) getätigt. Im selben Zeitraum wurden 532.000 t Fleisch (+7 Prozent), 562.000 t Trinkmilch (−4 Prozent) und 170.000 t Käse (+9 Prozent) exportiert.

Das Agrar-Außenhandelsvolumen ist damit auf 27,7 Mrd. Euro gestiegen (2020: 25,5 Mrd.). Das entsprach einem Anteil von 8,1 Prozent am gesamten Außenhandelsvolumen, das sich 2021 auf 344,0 Mrd. Euro belief. Der Wert der Agrarimporte stieg von 12,8 Mrd. auf 13,9 Mrd. Euro, jener der Exporte von 12,8 Mrd. auf 13,8 Mrd. Euro. Haupthandelspartner waren die Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit einem Anteil von 83 Prozent an den Importen und 74 Prozent an den Exporten.