Der Mangel an Fachkräften trifft alle Branchen, viele Wirtschaftssegmente sind mit einem fundamentalen Wandel in der Arbeitswelt konfrontiert, getrieben von der Digitalisierung und neuen, vernetzten Produktionsprozessen, Stichwort Industrie 4.0. "Herausforderungen, für die es neue Qualifikationen brauchen wird, die wiederum zeitgemäße und moderne Infrastruktur brauchen", wie seitens der steirischen Wirtschaftskammer betont wird. Sie investiert rund 41 Millionen Euro in das sogenannte „Center of Excellence“, am Dienstagvormittag erfolgte der Spatenstich für dieses Bauvorhaben. Damit werden u. a. auch die in die Jahre gekommenen WIFI-Werkstättengebäude abgelöst. „Es freut mich sehr, dass wir dieses historische Projekt nun starten können“, betont WKO Steiermark Präsident Josef Herk anlässlich des Spatenstichs mit Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl, dem Grazer Wirtschaftsstadtrat Günter Riegler sowie dem gesamten WKO-Präsidium, den Vizepräsidenten Andreas Herz, Gabi Lechner und Herbert Ritter sowie Direktor Karl-Heinz Dernoscheg. Die Bauarbeiten fürs „Center of Excellence“ beginnen ab sofort.

Spatenstich fürs "Center of Excellence": Vizepräsident Herbert Ritter, Wirtschaftsstadtrat Günter Riegler, Präsident Josef Herk, Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl, Vizepräsidentin Gabi Lechner, Vizepräsident Andreas Herz und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg (v.l.)
Spatenstich fürs "Center of Excellence": Vizepräsident Herbert Ritter, Wirtschaftsstadtrat Günter Riegler, Präsident Josef Herk, Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl, Vizepräsidentin Gabi Lechner, Vizepräsident Andreas Herz und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg (v.l.)
© (c) Foto Fischer

"Investition in die Zukunft der steirischen Wirtschaft"

Die 14.200 Quadratmeter Bruttogeschossfläche (inklusive Tiefgarage), die neu errichtet werden, bieten Platz für modernste Werkstätten und neue Qualifizierungsangebote. Darüber hinaus entsteht eine Tiefgarage mit 95 Parkplätzen, rund 41 Millionen Euro sind für die Baukosten nach aktuellem Stand geplant. Diese Mittel seien "allesamt durch Rücklagen der WKO Steiermark gedeckt", streicht man im WKO-Präsidium hervor. „Es ist eine Investition der steirischen Wirtschaft in die Zukunft der steirischen Wirtschaft. Denn wir befinden uns inmitten eines grundlegenden Wandels, ausgelöst durch die Digitalisierung. Diese verändert viele Arbeits- und Berufsfelder grundlegend, dafür heißt es gerüstet zu sein. Und zwar mit den besten Bildungs- und Qualifizierungsangeboten, angepasst an die Struktur unseres Wirtschaftsstandortes.“

Zusätzlich werden im „Center of Excellence“ Flächen für die praktische Ausbildung in Gastronomie und Tourismus sowie Lehrsäle vorhanden sein. Zudem werden der FH Campus 02 Bereiche für ihre F&E-Aktivitäten zur Verfügung gestellt. Labors und Werkstätten werden vom WIFI Steiermark für Aus- und Weiterbildung (von Lehrlings-Zusatzausbildungen über Meisterschulen bis zu akademischen Lehrgängen) genutzt. Darüber hinaus sollen diese auch dem übertragenen Wirkungsbereich der WKO Steiermark für die Abhaltung von Lehrabschluss-, sowie Meister- und Befähigungsprüfungen, aber auch für Projekte der FH Campus 02 zur Verfügung stehen.