Die neue US-Präsidentenmaschine des Flugzeugbauers Boeing könnte sich laut US-Rechnungshof wegen Fachkräftemangels verzögern. Es fehle an Mechanikern, meldete die Behörde in der Nacht zum Donnerstag. Zudem seien die Sicherheitsanforderungen für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verschärft worden.

Boeing müsse für die neue "Air Force One" auf einen anderen Zulieferer für einige Arbeiten in der Maschine zurückgreifen. Ein weiteres Problem könnte demnach auch durch die vom früheren Präsidenten Donald Trump angeordnete Farbwahl entstehen.

Der amerikanische Konzern hat 2018 den 3,9 Milliarden Dollar (3,63 Mrd. Euro) schweren Auftrag für zwei neue Präsidentenflugzeuge erhalten, die 2024 geliefert werden sollten. Das US-Verteidigungsministerium hat jüngst mitgeteilt, mit der Auslieferung nicht vor 2026 zu rechnen.

Selbstverteidigungssystem

Die "Air Force One", die auf der Boeing 747-8 basiert, verfügt über 372 Quadratmeter auf drei Etagen sowie einen Konferenz- und einen Krankenraum. Auf ihr prangen die US-amerikanische Flagge, der Schriftzug "United States of America" und das Siegel des US-Präsidenten. Die Maschine, die militärisch ausgerüstet ist und über ein Selbstverteidigungssystem verfügt, gilt als besonders sicher und soll auch bei einem Atomkrieg fliegen können.

Die US-Präsidentenflugzeuge fliegen seit der Amtszeit von John F. Kennedy Anfang der 60er-Jahre in den Farben hellblau und weiß, die Unterseite der aktuellen Maschine ist zudem türkis. Trump entschied dagegen, dass das neue Flugzeug weiß, rot und blau in den Farben der US-Nationalfahne sein soll. Es war eines seiner Paradeprojekte, in vielen Fotos aus dem Weißen Haus war prominent ein großes Modell des Flugzeugs mit dem neuen Farbschema zu sehen.