US-Hedgefonds GoldenTreeGrößter Bawag-Aktionär verkauft Aktien im Wert von 300 Millionen Euro

Das zum Verkauf angebotene Paket entspricht 6,2 Prozent der Bawag-Anteile, US-Hedgefonds GoldenTree hält derzeit 11,1 Prozent.

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ZENTRALE BAWAG GROUP
ZENTRALE BAWAG GROUP © (c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
 

Der größte Bawag-Aktionär wirft Aktien um knapp 300 Millionen Euro auf den Markt und will seine Beteiligung damit um mehr als die Hälfte reduzieren. Der US-Hedgefonds GoldenTree biete institutionellen Investoren 5,5 Millionen Bawag-Aktien an, teilte die mit der Platzierung beauftragte Investmentbank am Mittwochabend mit. Das Paket, das knapp 6,2 Prozent an der Bawag entspricht, hat zum Schlusskurs vom Mittwoch an der Wiener Börse einen Wert von 298 Millionen Euro.

GoldenTree hält bisher noch 11,1 Prozent an der BAWAG. Der US-Vermögensverwalter und der Finanzinvestor Cerberus hatten die österreichische Bank 2017 an die Börse gebracht. Seither hat GoldenTree bereits mehrfach Aktien über Nacht platziert - zuletzt im September 2021 um 417 Mio. Euro. Cerberus hat seine Anteile bereits im Jahr 2019 vollständig verkauft.

Kommentare (2)
Kapazundo
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Bad Bank in good old Austria oder „Subprime-Krise 2.0“

Die BAWAG hat sehr viele Fremdwährungskredite mit Endfälligkeit. Die BAWAG-Produkte, die die Kredite absichern sollten erwirtschaften aber 0 Prozent, obwohl man den Kunden erzählt hat, dass es zwischen 4% und 8% Prozent Rendite gibt. Die aktuellen Renditen schöpft die BAWAG über die Gebühren ab und gibt sie den Managern bzw. in die Dividenden.

Zusätzlich ist der Wechselkurz Schweizer Franken zu Euro um ca. 50% gestiegen, d. h. in Summe sind die Hypothekarkredite im Durchschnitt um 40% unterdeckt.

Bei 15% Unterdeckung eines Kredits, spricht man von einem totalen Ausfall. Ab ca. 2028 werden die Fremdwährungskredite endfällig und dann kommt die „Subprime-Krise 2.0“ aus god old Austria. Fonds bzw. institutionelle Anleger müssen früh genug aus den Papieren aussteigen, damit man sie nicht zur Rechenschaft ziehen kann.

Wir Österreicher verlieren jetzt unsere Rendite und später unsere Häuser und die Politik macht nichts.

Wenn die Aktien fast Nichts mehr Wert sind, steigen die US-Hedgefonds ca. 2032 wieder ein. Eine US-Hedgefonds wird dann Österreich verklagen und verhandelt wird in London……..

Und was hilft es, das zu wissen? Eh nichts.

Stratusin
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Die werden wohl bald zusperren,

seit Jänner gibt es nur noch 2 Filialen in Graz. Wo man nur mehr von 09-13.00 bedient wird. Beim Eingang steht man Schlange um dann vor defekten Automaten zu stehen. Schlimmer als es im tiefsten Ostblock jemals war. Darum wahrscheinlich will man sein Investment ganz schnell zurückziehen.