Balkone und Co.Wegen Baudichte: Bauträger legen sich mit Behörden an

Gerichtsurteile hebeln die Auslegung der Bebauungsdichte in der Steiermark aus. Balkone und offene Stiegenhäuser zählen nun dazu, weshalb Projektentwickler auf die Barrikaden gehen und vor einer Verteuerung von Wohnraum warnen.

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Strengere Baudichte? Projektentwickler beklagen harte Auslegung nach Gerichtsurteilen © photo 5000 - Fotolia
 

Der Bauboom in der Steiermark stieß schon manchem und mancher sauer auf. Es würde zu viel und zu dicht gebaut, ärgern sich Kritiker. Nun schlägt die andere Seite Alarm – die Voepe (Vereinigung Österreichischer Projektentwickler), eine 2019 ins Leben gerufene Interessenvertretung, die 58 gewerbliche Bauträger vertritt. Sie ortet eine Entwicklung, die einerseits den Wert von Grundstücken verringere, andererseits den Preis von Wohnraum aber verteuere, sollten Land und Stadt Graz nicht gegensteuern.

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melahide
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Diese Bauwut

Überall werden von Bauträgern irgendwo Wohnungen hingebaut und jeder grüne Flecken verschwindet. Das es dann keine Infrastruktur gibt ist egal. Es sei denn es ist ein „neuer Stadtteil“, da ist dann alles vorhanden. Aber in „normalen“ Gegenden wird nur gebaut gebaut gebaut. Ärzte bleiben gleich, Öffis bleiben gleich, Märkte bleiben gleich. Schule bleibt gleich. Aber tausende neue Menschen

battlefronter007
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Man kanns

gar nicht in Worte fassen wie falsch die Aussagen der VÖPE sind. Solche Androhungen mit Preiserhöhungen sind pervers obwohl einfach ein gesetzliches Schlupfloch gestopft wurde. 95 % der Neubauten in Graz richteten sich nach diese Schlupfloch. Nur diese bisherige rechtliche Auslegung bestimmte das Aussehen dieser Neubauten und die damit einhergehende Wohnqualität ,kein architektonischer Aspekt.

Selbst Betonnagl selbst wollte dieses Schlupfloch stopfen und das muss was heißen !

Sheshen
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Balkone

Balkone werden ja bei jeder Wohnung mitgebaut, da diese die Lebensqualität verbessern:
1) ab dem 10ten Stockwerk nicht mehr nutzbar, der Wind reißt alles weg
2) dem Nachbarn kann man gleich den Frühstückkskaffee reichen
3) man kann auf die U-Bahn spucken
4) und so weiter und so fort

Besser wären franz. Fenster.

robert123456789
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Laubengänge

Sind sowieso ein Schwachsinn. Jeder Wohnblock schaut gleich aus, und aus jeder Tür und wand wird eine aussentür bzw. Außenwand. Energietechnisch ein Schwachsinn.
Nur damit man noch mehr zubetonieren kann, weil 15% der betonierten Fläche gar nicht zur Dichte zählt.

HexeLeni
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Lebensqualität ist egal

Sehr selten wird "nach Prospekt" gebaut, also mit all den Schönen Sachen in der Umgebung. Letztlich geht es nur um verbaute m3 Beton, denn damit kann der Luxus SUV der Errichters, Architekten, Baumeister,...bezahlt werden. Wie die Menschen dann in den Betonburgen LEBEN sollen ist egal, denn vom Einfailienhaus im Grünen aus merkt man ja nichts davon.

jg4186
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Projektentwickler

Ich habe sowieso ein Problem mit den "Projektentwicklern".
Das sind für mich die, welche jeden Meter Grund verbauen wollen, die mit Grund und Boden spekulativ umgehen. Und dann werden - wie z. B. in Graz - letzte Grünflächen verbaut mit riesigen Wohnhäusern - und da zieht dann niemand ein, sondern die Wohnungen werden an ausländische Investoren verkauft. Diese Häuser stehen leer, da warten dann die Geldgeber, dass der Preis bald steigt. Junge Leute brauchen Wohnungen, Häuser - für diese Projektentwickler ist das einfach ein Geschäft, ein Spekulationsobjekt. Da läuft was falsch, meine ich, da müssen wir nachdenken, was da zu ändern wäre. Vielleicht haben deshalb so viele in Graz kommunistisch gewählt?!

zweigerl
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Projek-Tanten

Ja, auch mir ist die Tante Resi weitaus sympathischer als diese slimfit-gestriegelten Projek-Tanten.

Ragnar Lodbrok
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Es wird Zeit diesem Bauwahnsinn

einen Riegel vorzuschieben! Zig tausende Wohnungen stehen in Graz leer, während Baufirmen jedes Flecklerl Grün gnadenlos zubetonieren!

zweigerl
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Die karitative Voepe

Beiglböck von der Voepe wie Beiglböck von der Caritas (S. 18 der heutigen Ausgabe): Wir verdichten Österreich mit Menschen- und Bauprojekten sonder Zahl!