Trifft auch HäuslbauerZahlreiche Firmen wollen Fixpreise neu verhandeln

In vielen Branchen sind bei größeren Projekten Fixpreise üblich. Angesichts rasant steigender Rohstoffkosten ist das für viele Firmen nicht mehr tragbar.

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Bei Baustahl hat sich der Preis verdoppelt
Bei Baustahl hat sich der Preis verdoppelt © photo 5000 - Fotolia
 

In nahezu allen größeren Städten Österreichs sieht man an mehreren Ecken Baukräne stehen. Egal ob Wohnbau, Industrie oder öffentliche Gebäude: Es wird so viel gebaut, wie lange nicht. Ein zentraler Rohstoff ist dabei Baustahl. Doch die Preise für die Rohstoffe sind im vergangenen Jahr durch die Decke geschossen. Franz Saringer, Präsident des Verbandes österreichischer Biege- und Verlegetechnik spricht von einer Verdoppelung der Kosten.

Kommentare (11)
peso
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Nein, da müssen sich die Unternehmen an ihre Vorlieferanten halten, denn der Fixpreis wurde vom Unternehmen mit dem Kunden vereinbart

Der Kunde kann ja auch nicht den Preis willkürlich runtersetzen, nur weil er arbeitslos wurde oder weniger verdient. Er muss trotzdem den vereinbarten Preis zahlen oder vom Vertrag zurücktreten und eine (saftige) Stornogebühr zahlen

Isidor9
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Verträge sind einzuhalten, egal was passiert

Eines der elementarsten Gesetze einer Gesellschaft lautet, dass Verträge einzuhalten sind. Ganz egal was passiert. Wenn eine Baufirma mit der ich 350.000 ausgemacht habe, mir plötzlich 400.000 in Rechnung stellen will , bekommt sie nur meinen Mittelfinger zu sehen. Und wenn die Firma insolvent werden sollte, ist mir das auch egal. Ich zahle nur nach Baufortschritt.

menatwork
11
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Fixpreis ist Fixpreis

zwar stimmt das Argument, dass man nichts davon hat, wenn der Auftragnehmer in die Zahlungsunfähigkeit schlitter, das ist allerdings ganz unabhängig von den Preisen so.

Tatsache ist aber, dass auch der Auftraggeber die Fixpreise zu zahlen hat und auch nicht mit einer Schilderung seiner "veränderten Lage" daher kommen kann, um nur mehr die Hälfte zu zahlen.

Diese veränderte Lage gibt es aber im gegenständlichen Fall ja auf beiden Seiten, denn auch der Auftraggeber ist von denselben äußeren Umständen betroffen.

mcmcdonald
4
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Kann man…

…nach der Krise als Häuslbauer darlegen dass alles nun wieder billiger ist und die Preise wieder sinken müssen? Ich glaub nicht…

Sheshen
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??

Und nach der Pandemie kehrt man wieder zu der üblichen Fixpreisvariante zurück? Höchstwahrscheinlich nicht, denn dann findet man neue Gründe, dass beim neu eingeschlagenen Weg geblieben werden kann.
Wie wäre es mit weniger zu bauen? Das würde auch der Zubetonierung von gegen den Klimawandel benötigten Grünflächen entgegenwirken.

nasowasaberauch
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Wohnen ist so teuer!!EinsELF?!!?

Finde den Zusammenhang…

scaramango
9
60
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Wenn ein Konsument (= Häuslbauer, Käufer Eigentumswohnung)...


... sich ein Haus oder eine Wohnung zu einem genannten Preis kauft, dann hat auch er seine Finanzen "kalkuliert", nicht nur die Baufirma!

Wie soll das gehen - ich kaufe zB eine Eigentumswohnung oder Fertighaus um € 400.000,- weil ich mir genau das in Absprache mit der Bank leisten kann. Vertrag unterschrieben, Erwerb im Grundbuch angemerkt, die Wohnung/Haus soll nächstes Jahr fertig werden und ich bekomme dann ein Briefchen: "Es tut uns leid, es kostet alles mehr, sie müssen jetzt € 500.000,- zahlen" ... ???

Der Konsument ist auch ein Teil der "Wirtschaft" und soll die Gewinne der Baukonzerne auffangen - ja guten Morgen!

nasowasaberauch
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Man sollte halt nicht immer and absolute limit gehen

Sie liefern ja selber gerade das Beispiel warum.

Raila
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Baufirma

Geht die Firma nicht auch ans Limit ?

Ifrogmi
10
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was mir vor Corona um 10 000€ ...

... angeboten, dann aber wegen lockdown, etc. nicht gebaut wurde, im jahr darauf versetzt, angebot noch aufrecht, kostet jetzt bei einem 35 000€, beim zweiten 65 000€.
die halten uns für blöd.
4 andere schicken gleich gar kein angebot. die staatlichen zahlungen mit meinem steuergeld sind einfach zu gut.

stprei
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Risiko

Irgendwann haben offensichtlich alle vergessen, das es auch ein Unternehmerrisiko gibt.

Nachverhandeln ja, aber dann muss die Kalkulation vollständig offen gelegt werden. Inkl. Personalkosten und Marge.