Noch nicht am HöchststandÖAMTC: Spritpreise im Schnitt auf 1,4 Euro je Liter gestiegen

Im Vergleich zum September wurden Super und Diesel um 7,2 und 11,7 Cent teurer. Tanktourismus aus Deutschland boomt.

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Die monatliche Spritpreisanalyse des Mobilitätsclubs ÖAMTC zeigt:: Im Oktober wurde der Liter Diesel im Vergleich zum Vormonat um 11,7 Cent teurer und kostete im Oktober durchschnittlich 1,373 Euro. Super konnte man im Durchschnitt um 1,397 Euro pro Liter tanken und musste damit um rund 7,2 Cent mehr bezahlen als noch im September. Das Preisniveau des bislang teuersten Tankmonats (September 2012, mit Literpreisen von 1,526 Euro für Super bzw. 1,449 Euro für Diesel) ist allerdings noch nicht erreicht.

Wie die Analyse des Autofahrerclubs zeigt, gibt es allerdings Sparpotenzial. Entscheidend ist dabei die Wahl der Tankstelle und der Tankzeitpunkt. Auch die Fahrweise kann über den Verbrauch entscheiden.

Kurz vor Mittag tanken

So sollte man teure Tankstellen an Autobahnen meiden und regelmäßig die Preise in der Umgebung überprüfen. Der ÖAMTC bietet dafür eine eigene Vergleichswebseite. Außerdem ist es ratsam, knapp vor Mittag zu tanken, denn Preiserhöhungen sind nur einmal täglich (um 12 Uhr) erlaubt. Preissenkungen sind jedoch jederzeit möglich. Davon abgesehen zahlt es sich aus, zu Wochenanfang zu tanken – zum Wochenende hin wird es tendenziell teurer.

Bei der Fahrweise sollte man eher gleiten statt hetzen. Auch die regelmäßige Überprüfung des Autos hilft beim Sparen Ein zu geringer Reifendruck, ein verschmutzter Luftfilter, alte Zündkerzen oder eine fehlerhafte Elektrik sorgen für einen höheren Verbrauch.

Tanktourismus

Trotz der gestiegenen Preise ist Tanken in Österreich im Vergleich zu den Nachbarländern vergleichsweise günstig. Vor allem an der Grenze zu Deutschland kurbelt das den Tanktourismus an. Die Bereitschaft, für ein paar Euro Ersparnis Umwege oder eine eigene Fahrt auf sich zu nehmen, sei gestiegen, sagt Florian Hördegen vom ADAC Südbayern. 

Für Österreich könnte das allerdings bald zum Problem werden. Denn die CO2-Emissionen aus dem Verkehr werden anhand des verkauften Treibstoffes ermittelt. Je mehr Menschen in Österreich tanken, desto höher die CO2-Bilanz im Verkehr. Auf lange Sicht könnten hier Strafzahlungen drohen.

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