Metaller-KVBetriebsversammlungen und Streikfreigabe

Am 2. November wird nach der am Donnerstag gescheiterten dritten Verhandlungsrunde die Runde vier eröffnet. Davor finden kommende Woche Betriebsversammlungen statt. Die Streikfreigabe voraussichtlich am 28. Oktober.

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METALLER-KV - WARNSTREIK DER METALLTECHNISCHEN INDUSTRIE: KUNDGEBUNG BEI FIRMA COLLINI
Eine Streikfreigabe durch den ÖGB soll am 28. Oktober erfolgen © APA/ROBERT JAEGER
 

Nach der gescheiterten dritten Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag 2022 in der Metalltechnischen Industrie (FMTI) finden kommende Woche, von Mittwoch bis Freitag, österreichweit ein- bis zweistündige Betriebsversammlungen statt. Die genauen Zeiten werden in den Betrieben festgelegt. Es soll auch die Möglichkeit geben, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice online zugeschalten werden.

Von den Protestmaßnahmen ist die gesamt Metallindustrie betroffen, nicht nur die Mitgliedsbetriebe der FMTI, so die Gewerkschaft PRO-GE zur APA. Mit den anderen Metall-Sektoren laufen derzeit ebenfalls KV-Verhandlungen, diese wurden für nächste Woche aber abgesagt. Die Belegschaftsvertreter sprechen von einem "solidarischen Lohnkampf, der alle Beschäftigten in der Metallindustrie betrifft". Eine Streikfreigabe durch den ÖGB soll am kommenden Donnerstag (28. Oktober) erfolgen.

Am Verhandlungstisch in der Wirtschaftskammer in Wien treffen sich die Sozialpartner wieder am 2. November, dann zur vierten Runde. Am Tisch liegt die Forderung nach einem Lohn- und Gehaltsplus von 4,5 Prozent, die Arbeitgeber haben knapp 2,3 Prozent geboten.

 

Kommentare (6)
jaenner61
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die gewerkschaft kann man (zumindest im handel) ohnehin vergessen

gleich bedeutungslos wie die meistens von den firmen „finanziell ruhigstellen“ betriebsräte! welche arbeitnehmer im ohnehin schlecht bezahlten handel kann/will sich die gewerkschaftsbeiträge schon leisten. nicht umsonst ist der handel die am schlechtesten gewerkschaftlich organisierte berufsgruppe!

trek22
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Der Staat freut sich

Es ist absolut wichtig, dass die Gewerkschaft wenigstens den Verlust durch die Inflation zu erkämpfen. Anderseits freut sich der Staat über die Mehreinnahmen durch die Erhöhung. Es wäre einmal an der Zeit, dass der Staat die Steuern für die arbeitenden Menschen merkbar senkt, aber auch die Lohnnebenkosten.

glashaus
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Ein Zeichen an die Unternehmer notwendig

diesmal sollte wieder der Spruch gelten "wenn die Gewerkschaft will steht Österreich still". Ohne motivierte Arbeiter gibt es auch für die Unternehmer keinen Gewinn und da sollte der Arbeiter nicht immer am unteren Ende stehen.

Balrog206
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Aus

Deiner Sicht verständlich , nur warum macht der Ögb Unterschiede bei den Abschlüssen ? Sind andere Berufe weniger wert als Metaller ? Abschluss für meine MA gültig ab 1.10 ist sage und schreibe 2,1% ? Wo ist der Aufstand ?

ARadkohl
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Da hat die Gewerkschaft

Wohl schlecht verhandelt.

glashaus
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Balrog

bin völlig bei dir. Jeder Arbeiter hat mehr als die 2,1 verdient.