Warnung vor AusnahmenSloweniens Finanzminister Sircelj: "Schulden sind Schulden"

Andrej Sircelj, Finanzminister von EU-Vorsitzland Slowenien und damit Chef des Ecofin, warnt vor „grünen Ausnahmen“ im Stabilitätspakt: „Schulden sind Schulden“.

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Andrej Sircelj: „Wir brauchen Spielraum“
Andrej Sircelj: „Wir brauchen Spielraum“ © (c) AFP (JURE MAKOVEC)
 

Die EU-Schuldenregeln sind bis Ende 2022 ausgesetzt und sollen ab 2023 wieder gelten. Wird das so bleiben?
ANDREJ SIRCELJ: Im Allgemeinen wird es das. Wir müssen uns noch immer der negativen Auswirkungen der Pandemie bewusst sein, insbesondere der Tatsache, dass die Auswirkungen in verschiedenen Ländern unterschiedlich sind. Dies liegt daran, dass diese Krise eine sektorale ist. Einige Sektoren waren stärker betroffen als andere – zum Beispiel der Tourismus – und die Reaktionen waren unterschiedlich. Daher werden auch die Ausstiegsstrategien unterschiedlich sein – und vom Europäischen Wiederaufbaufonds RRF unterstützt. Wichtig ist, dass Geld- und Fiskalpolitik Hand in Hand arbeiten.

Kommentare (2)
allack
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Schulden!

Die Aussage des slowenischen Finanzministers zeigt, dass es auch noch kluge Politiker gibt! Leider nicht bei uns! Unser Skandal umwitterter Finanz-Blüml hat seine Unfähigkeit mit dem politisch motivierten Satz: Koste es, was es wolle" - bewiesen! Blüml wird gehen, uns bleiben die Schulden, die wir selbstverständlich zurückzahlen müssen.

stierwascher
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Schuldenpolemik ...

"Schulden sind Schulden" – das klingt ja gerade so, als würde Geld für Jux und Tollerei ausgegeben. Ist ein solides Unternehmen, dass Investitionen mit Krediten finanziert gleich ein wenig suspekt?

Das gleiche gilt auch für Staaten. Wenn in Infrastruktur investiert wird, dann entstehen langlebige Produktionsfaktoren, die natürlich einen Gegenwert zum entliehenen Geld darstellen.