Ehemaliger AutohändlerPrivatinsolvenz mit 14 Millionen Euro in St. Veit/Glan

Ehemaliger Autohändler ist insolvent - und bietet seinen rund 40 Gläubigern 0,1 Prozent Quote. Sein Unternehmen ist längst liquidiert.

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Am Bezirksgericht St. Veit/Glan wurde heute das Schuldenregulierungsverfahren eröffnet
Am Bezirksgericht St. Veit/Glan wurde heute das Schuldenregulierungsverfahren eröffnet © Elisabeth Peutz
 

Am Bezirksgericht St. Veit/Glan ist am Mittwoch ein Schuldenregulierungsverfahren mit Passiva von 14 Millionen Euro eröffnet worden - es ist die größte Privatinsolvenz des heurigen Jahres. Bei dem Schuldner handelt es sich um einen ehemaligen Unternehmer bzw. einen ehemaligen Autohändler aus dem Bezirk.

Kommentare (14)
mahue
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Manfred Hütter: Stellung der Gläubiger im Insolvenzverfahren

Die Finanzbehörde hat meist als letzter Information darüber, wenn ein Antrag auf ein Insolvenzverfahren gestellt wird. Wird darüber vom zuständigen Gericht gesetzlich Informiert. Die Forderungen des Staates sind nach Insolvenzordnung (IO) nicht "vorrangig", sondern nur gleichrangig. Die meisten Anträge kommen von Banken und privaten Gläubigern. Mit der Quote falls es eine gibt, muss sich auch die Finanzbehörde zufrieden geben, oder den Rückstand abschreiben. Nur zur Klarstellung und als INFO für korrekte Steuerzahler.

mahue
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Manfred Hütter: Zusatz

Mit Stundungsanträgen und Ratenzahlungen werden meist angehäufte Schulden an USt (die nur der Endverbraucher/Konsument) zahlt oder Lohnabgaben (SV/LSt) die nur der Arbeitnehmer zahlt (haben in Österreich das Bruttolohnsystem) verschleppt, die dann nicht mehr einbringlich sind.

future4you
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14 Millionen???

Das muss einem erst einmal gelingen, so einen Betrag in Sand zu setzen. Da wird man es mit der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Kaufmannes offenbar nicht so ernst gemeint haben!

kritik53
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Zinsen

Die verwirtschafteten Millionen sind natürlich ein Problem. Es wird jedoch auch hingewiesen, dass davon mehrere Millionen an Zinsen angefallen sind. Wie ich unsere Bankenlandschaft kenne, werden sicherlich jährliche Zinsen und Verzugszinsen in 2-stelliger Höhe zum Ansatz gekommen sein. So kommt man locker in so langer Abwicklungszeit auf mehr als 50% Zinsenforderungen am gesamten Schuldenstand.

claus1974
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Bitte informieren … danach kommentieren

Die im Konkursfall anfallenden Zinsen sind gesetzlich geregelt. Klingt immer gut auf andere (Banken) zu schimpfen, bitte informieren sie sich bevor Sie hier polemisieren

satiricus
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Auch wenn man den Zinsendienst weglässt bleibt immer....

... noch die Frage, wie ein (Ex)Unternehmer seinerzeit einen Schuldenberg von mehreren/vielen Millionen anhäufen konnte.
Fällt dies keinem Steuerberater auf, oder der (Haus)Bank, oder dem Finanzamt?
Eine eklatante Überschuldung kommt doch nicht von heut auf morgen, oder?

joschi41
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Zinsen?

Es sist ein gutes Land, in dem wir leben. Die Banken werden es verkraften.

gonde
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0,1 Prozent Quote - ein Scherz, oder?

Wie kann man soetwas zukassen?

satiricus
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Klingt tatsächlich nach einem Scherz

Andererseits: nimm einem Nackerten etwas weg - wird schwerlich gelingen :-)

mahue
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Manfred Hütter: Geldvernichtung auf Kosten der anderen Geschäftspartner und des Staates

Wer Unternehmer spielen will, müsste strengere behördliche Auflagen erfüllen, die aber auch konkret von den Behörden geprüft werden bevor eine Gewerbeberechtigung erteilt wird, mit speziell ausgebildeten Personal. Viele Unternehmer nehmen sich gegenseitig das Brot von der Butter, und gefährden dadurch andere eingesessene Unternehmer, da gibt es genug Risikobranchen speziell im Klein- aber auch teilweise Mittelgewerbe.

mahue
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Manfred Hütter: Egal wie man es wendet

Brot von der Butter oder Butter vom Brot (grins!!) Fakt ist Wildwuchs mit null Groschen im Sack, wird nicht kontrolliert. Laut Verfassung übertragen den Ländern zur Durchführung und Prüfung den Bezirkshauptmannschaften.
Das GmbH-Gesetz habe ich nach Muster der anglikanischen "Limited" schon immer kritisiert. Gründe zu nennen wären ein zu langer Kommentar.

mahue
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Manfred Hütter: Zusatz Einzelunternehmer

Der haftet auch mit seinem Privatvermögen, haben aber genug in Österreich die den Schritt wagen, nach reiflicher Überlegung und entsprechender Qualifikation fachlich, finanziell und heute noch bestehen.

walterkaernten
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@mahue

Bin im wesentlichen ganz bei ihnen.

ABER:
Welche behörde soll prüfen?
Der STAAT ÖSTERREICH macht seit 1945 fast JEDES JAHR MILLIARDEN verluste.

Sollen nun diese BEHÖRDEN, EXPERTEN prüfen und sagen wer zu was fähig ist ?

satiricus
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@mahue: ein kleiner Lapsus?

Dein "....nehmen sich gegenseitig das Brot von der Butter" sollte wohl so lauten:
"....nehmen sich gegenseitig die Butter vom Brot" - oder nicht?
:-))