Appell der Bahnspitze "Kostenwahrheit nötig, um viel mehr Güter auf die Bahn zu verlagern"

Die Bahn wünscht sich hohe CO2-Bepreisung des Verkehrssektors für Wettbewerbsgleichheit. Beim Ausbau der Güterbahn spielen die Regionen eine zentrale Rolle.

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© (c) KLZ/Stefan Pajman
 

Noch sind massive politische Umlenkungsmaßnahmen im Verkehrssektor nicht auf Schiene, ÖBB-Chef Andreas Matthä fordert nun, dass künftig „Kostenwahrheit“ viel mehr Güter auf die Bahn verlagert. Er plädiert für einen CO2-Preis von 250 Euro je Tonne ab 2030 und lehnt sich damit an einen entsprechenden Vorschlag der Europäischen Investitionsbank (EIB) an. Das Verlagern von Gütern auf die Schiene sei „der schnellste Hebel“ im Klimaschutz. Ein Drittel des österreichischen CO2-Ausstoßes verursache der Verkehr, vor allem der Lkw-Verkehr. Nur 28 Prozent des Güterverkehrs geht auf die Schiene, in Spitzenjahren waren es in Österreich 33 Prozent. Im Europaschnitt gelangen gerade 18 Prozent der Güter per Bahn von A nach B.

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Hieronymus01
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Just in Time

In unserer Gesellschaft ist es derzeit usus geworden dass alles zu jeder Zeit geliefert werden kann.
Egal ob im Privaten oder in der Wirtschaft.

Wenn es so weiter geht, wird der LKW/Paketdienst auch bald zu langsam und unflexibel sein und die Flugdronen diese ersetzen.

Die Frage ist, wo führt das Ganze hin.
Muss alles was am Nachmittag bestellt bzw. ausgeliefert wird, spätestens am nächsten Morgen beim Kunden sein?

DergeerdeteSteirer
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Genau in dem "Just in Time" liegt der Grund warum wir solche Fluten an LKW's und Lieferdiensten herumkurven haben, ...................


natürlich sollte die Bahn danach trachten effizienter zu werden ( sie können es, wenn es ihnen auch ermöglicht wird und nicht durch eine Lobby verhindert wird ) !!
Die Infrastruktur und die Koordinationsmöglichkeiten müssen da besser ausgeschöpft werden, von der politischen Hinsicht sollte da schon der Hebel für mehr Transport auf die Schiene forciert werden, dies bedarf jedoch einer gewissen Vorausplanung und Koordinierung welche eben dann auch eine gewisse "Entschleunigung" erfordert, es muss nicht alles nach dem Prinzip "Jetzt...Gleich...Sofort" geschehen, gute Koordination und Planung ist da der Gradmesser welcher zukünftig zählt und angewendet werden muss !!

kritik53
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Bahn

Solange die Bahn bei der Abwicklung der Kundenaufträge so langsam und unbeweglich agiert, braucht sich niemand wundern, dass sie nicht konkurrenzfähig ist. Bis die Bahn bei einer Anfrage reagiert, ist die Ware mit dem Lkw schon in Hamburg.
Es ist eine Frechheit, eine astronomisch hohe CO2 Steuer zu fordern, und gleichzeitig zu fordern, einen großen Teil des Kuchens als Förderung zu bekommen. Es gibt so viele Bereiche, wo die Bahn nichts anbieten kann (Bau, Lebensmittelversorgung, Treibstoff u. Heizmateriallieferungen etc.), die alle durch die frechen Forderungen der Bahnmanager unangemessen hoch zur Kasse gebeten würden.

Patriot
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@kritik53: Kann schon sein, dass es da seitens der Bahn Verbesserungen geben muss.

Unbestritten ist aber, dass soviel Güter wie möglich mit der Bahn transport gehörten. Nicht nur wegen der Dekarbonisierung, sondern weil die LKW die Straßen unglaublich stark belasten und dafür unglaublich wenig bezahlen. Die Schäden, die die LKW anrichten, zahlen in erster Linie die übrigen Straßenbenützer!

melahide
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Das stimmt nicht

Den Spar am Hauptbahnhof könnten die Bahn perfekt beliefern!!

Balrog206
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Mel

Ist das Ernst gemeint ?