Vorwurf des PreisdiktatsKöstingers Angriff auf die Handelsriesen wird den Bauern wenig nützen

Agrarministerin Köstinger erntete mit ihrem Frontalangriff gegen Handelsriesen viel Aufmerksamkeit, trug zur Lösung eines Dauerthemas aber wenig bei. Im Gegenteil ist Österreich bei der Umsetzung von Schutzvorschriften für Landwirte säumig.

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© Kleine Zeitung
 

Kommenden Sonntag wählt Oberösterreich den Landtag, diesen Anlass nützte Agrarministerin Elisabeth Köstinger (VP), für ihre Klientel, die Bauern, ins Feld zu ziehen, um die x-te Preisschlacht zwischen Handelskonzernen und Landwirten vom Zaun zu brechen. Die mächtigen Ketten würden die Erzeuger heimischer Nahrungsmittel quasi erpressen, formulierte Köstinger ihren Angriff so scharf wie noch nie – landesweite Aufmerksamkeit fuhr sie dafür als Ernte ein.

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Hapi67
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Im Grundansatz

liegt Köstinger wahrscheinlich richtig, ist aber im eigenen Bereich säumig.
Das Bauernurteil im Bekanntenkreis ist vernichtend, diese Frau kann und weiß im Detail null.

Herkunfts-, Lebensmittelzeichnung, über alles wo echte Arbeit nötig und wichtig für Veränderungen wäre, liegt der Schleier einer ehemals perfekten PR Showtruppe von türkis, die substanziell beginnend vom Kanzler nichts zu bieten hat.
Echte Arbeit liegt diesem Personal nicht.

Der Anfang vom mittelfristigen Ende ist längst eingeleitet, vorerst lediglich verzögert durch eine
desolate Opposition.

Vielen Dank

alsoalso
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Verstaatlichte Landwirtschaft

Im Prinzip haben wir eine verstaatlichte Landwirtschaft. Sie wird von Beamten und Funktionären gefoltert. Laufend gibt es neue Vorschriften und Labels die uns gegenüber dem Ausland wegen fehlender Herkunftskennzeichnung benachteiligen und zu
Wettbewerbsverzerrungen führen. Die angeführten Fördermillionen fließen zum überwiegenden nicht zu den Bauern. Hauptkassiere sind die Lebensmittelindustrie, die Gutsbesitzer und Organisationen(AMA, Kammern, LFI und die unübersichtliche Anzahl von Verbänden). Die Zahlungen an die einzelnen Bauern - wenn sie sich nicht in der Betriebsgrösse verändert haben - sind summenmässig gleich geblieben. Durch die stetige Inflation ist damit der Wert seit EU-Beitritt auf die Hälfte gesunken. Diese Abgänge haben Bauern teilweise durch Grundstücksverkäufe oder Nebenverdienst in anderen Berufen ausgeglichen. Jetzt ist das Maß voll. Bei diesen unfairen Bedingungen gibt es kaum noch Hofnachfolger. Bei manchen Bereichen wird am Markterfordernis vorbei produziert - vor allem bei Milch. Wir haben zu viel Molkereikapazität. In den Molkereien werden ordentliche Löhne bezahlt - während die Bauern um einen Hungerlohn 365 Tage im Jahr die Tiere versorgen.

mobile49
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eh scho gwont

heiße luft und viel ..........

und man ist wieder in den medien

ironie off

neuernickname
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Nein Leute - gewöhnt euch die "Drohungen" ab - es würde was das Klima vergiften

wenn man die Wahrheit sagt.
Dasselbe Spiel spielts bei den Islamisten, dem Kickl, den Rechtsextremen und Typen wie Erdogan, Putin, Assad usw. usf.

Nix da - wenn wo was im ARGEN liegt, dann muss man das auch sagen dürfen. Wenn die Regierung säumig ist - was möglich ist - dann wird das dort ja auch gesagt. Da hat auch keiner Panik, dass das das "Klima vergiftet".

Mein MItleid mit den Chefetagen von Konzernen, die sich die Preise untereinander ausschnapsen ist endenwollend. Wir lassen uns lang genug von Spekulanten, Extremplapperanten und religiösen Heuchlern auf der Nase herumtanzen um nicht das "Klima zu vergiften".

Courage liebe JournalistInnen!!! Man muss net für ALLES was auf der Welt schiefläuft, die ÖVP als Schuldigen anprangern auch wenn euch - was ich ja verstehen kann, eine SPÖ Alleinregierung am liebsten wär.