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Mobilitätsmasterplan vorgestelltKlimaneutral bis 2040? Mit 5 Schritten soll die Wende im Verkehr gelingen

Fünf Kernpunkte für Österreich vorgestellt. Bis 2030 sollen alle Neuwagen emissionsfrei sein. Rund 30 Prozent der heimischen Emissionen kommen derzeit aus dem Verkehrsbereich.

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 ÖBB-Generaldirektor Andreas Matthä, Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Grüne) und ASFINAG-Vortand Josef Fiala
ÖBB-Generaldirektor Andreas Matthä, Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Grüne) und ASFINAG-Vortand Josef Fiala © (c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
 

In Österreich soll bis zum Jahr 2040 Klimaneutralität erreicht werden. Rund 30 Prozent der heimischen Emissionen kommen aus dem Verkehrsbereich. Um die Klimakrise zu bewältigen, braucht es umfassende Änderungen. Diese sollen mit dem Mobilitätsmasterplan 2030 umgesetzt werden. Fünf Ziele sollen den Weg in Richtung sauberen Verkehr aufzeigen und ermöglichen, hieß es bei der Vorstellung des Plans bei einer Pressekonferenz am Freitag in Wien.

  1. Erst am Mittwoch hat die EU-Kommission einen Vorschlag präsentiert, der vorsieht, dass in der EU ab 2035 nur noch emissionsfreie Neuwagen zugelassen werden sollen. Der österreichische Plan sieht das schon für 2030 vor, sagte Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Grüne).
  2. Als weiteren Punkt sollen Nachtzüge Kurzstreckenflüge ersetzen. "Wir werden unsere vollen Kapazitäten auf der Schiene mobilisieren", kündigte ÖBB-Chef Andreas Matthä an.
  3. Als weiteren Punkt wurde die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene genannt. Derzeit liegt der Anteil des Güterverkehrs bei 31 Prozent, sagte Gewessler. Bis 2040 soll der Anteil auf 40 Prozent steigen.
  4. Vierter Punkt des Mobilitätsplans ist die Erhöhung der Mobilität aus eigener Kraft, also zu Fuß gehen und Radfahren. Insgesamt soll der Anteil der Wege, die aus eigener Kraft zurückgelegt werden, bis 2040 auf 35 Prozent steigen. Derzeit trifft dies auf 23 Prozent aller Strecken zu.
  5. Als fünften Punkt nannte Gewessler den Einsatz grünen Treibstoffs für Flugzeuge und Schwerverkehr. Dazu gehören etwa E-Fuels oder Wasserstoff in der Luftfahrt oder im Schwerverkehr. 2035 sollen in Österreich alle Lkws, die neu zugelassen werden, emissionsfrei fahren. 2040 sollen alle Flugzeuge in Österreich emissionsfrei unterwegs sein, sagte die Umweltministerin.

Ausbau der Ladeinfrastruktur auf Autobahnen

Dafür ist auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur erforderlich. Entlang der Autobahnen und Straßenbahnen gibt es derzeit 156 Ladepunkte für Pkw. Bis Ende des Jahres sollen es 200 sein. "Damit erreichen wir das Ziel, dass alle 65 Kilometer am Autobahnen -und Schnellstraßennetz eine Ladestation zur Verfügung steht", sagte Asfinag-Vorstand Josef Fiala.

Der vorgelegte Mobilitätsmasterplan hat 60 Seiten und könne als "Karte und Kompass" gesehen werden. "Es ist ein Plan mit dem was wir brauchen, dass uns die Mobilitätswende gelingt. Wir haben nun viel Arbeit vor uns, um all das zu konkretisieren", sagte Gewessler. Christian Hochfelder, Direktor von Agora Verkehrswende, sprach von einer "Herkulesaufgabe", bis 2040 die Klimaneutralität zu erreichen.

Kommentare (23)
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Politisch_Unkorrekter
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und während wir das lesen

blasen sie in Silverstone fröhlich Tausende Tonnen CO2 raus und das Volk schaut zu und klatscht vor Freude.

dieRealität2020
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Dieser österreichweite und auch weltweite sinngemäße "Mobilitätsmasterplan" besteht bei näherer Betrachtung genaugenommen nur aus Willenserklärungen und Ansagen.

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Nicht nur in Österreich, die schon heute sichtbar nicht erfüllbar sind. Nicht in 30 noch in 50 Jahren.
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Andererseits hat sich, wer die Mühe gemacht, unabhängig aller Klimaziele CO2 und Fristen, nachzusehen wie viele Menschen in diesen Branchen mit allen Unternehmen die umstellen müssen, Arbeitskräfte weltweit beschäftigt sind? Und welche >>> im indirekten Zusammenhang <<< damit stehen?
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Einerseits das Wachstum der Bevölkerung verlangt einen Bedarf in der Ernährung und den Energiebedarf. Wenn ich mir die Hochrechnungen der Weltbevölkerung 2100 ansehe (ca. 11 Milliarden Menschen), dann zweifele ich das diese Bedürfnisse gedeckt noch in Erfüllung gehen können. Es gibt keine Energieart, die diesen Bedarf decken kann. Noch weniger den Ernährungsbedarf.
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Heute leben auf diesen Planeten ca. 7,8 Milliarden Menschen, wo leben dann die 2100 Prognostizierten 10,9 Milliarden Menschen? Wo? Wo wird der Zugang von diesen 4,0 Milliarden Menschen leben? Wo? Und unter welchen Lebensbedingungen?

gericom7
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Energiewende

Ein totales Verbot von Verbrennern käme fsktisch einer Enteignung und Vernichtung von Volksvermögen gleich. Die kleine Alleinerziehende am Lande kann sich sicher ein neues EMobil mit Preisen jenseits der 30.000 Euro leisten, zumal es keine günstigen Gebrauchten genrn wird und sie für ihren Verbrenner nichts mehr bekommt.
Ganz zu schweigenvon den fehlenden Lademöglichkeiten.
Ein Wort zur Windenergie - Die Aufstellung führt ebenfalls zu massiven Bodenverlusten, bevorzugt in sensiblen Ökosystemen, sprich unberührter Bergwelt. Von gigantischen Autobahnen für den Transport der Baumaterialien, verbunden mit der Abholzung von sauerstoffspendenden Wäldern, Tonnen von Sondermüll(Beton) auf den Bergen spricht die Windlobby nicht.
Die riesigen Rotoren lassen den tw. auf der roten Liste stehenden Vögel aber auch den für das Ökosystem wichtigen Insekten krine Überlebenschance
Egal, Hauptsache die Windlobby casht auf Kosten der Verbraucher ordentlich ab.

Politisch_Unkorrekter
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Ganz richtig erkannt.

Im Hochwasser zu ersaufen ist immer noch besser, als Volksvermögen zu vernichten.

masles
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Sehr optimistisch?

Die Pläne sind sehr hoch gesteckt aber nicht durchdacht. Es stellt sich die grundlegende Frage, woher bekommen wir dermaßen viel Energie? Windkraft welche die Landschaftsbilder gröblich verunstaltet? Wasserkraftwerke wo noch die letzten Au Landschaften aufgestaut werden? Solarzellen welche nicht die erwünschte Leistung erbringen etz. Da scheint nur noch eine Variante Kohlekraftwerke (sehr "umweltfreundlich" o. Atomkraft sehr risikoreich). Ich bin der Meinung, dass eine Mischung von vielen Treibstoff bzw. Energievarianten die bessere Lösung wäre. Ganz auf Fossile Energie zu verzichten wird so schnell nicht machbar und auch nicht effektiv sein.?

umo10
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LKW auf die Schiene

Dann beginnt schon mal mit einer Frächter-ÖBB-Software, damit das logistisch funktionieren kann. Und vergesst nicht auf die verladerampen-Infrastruktur. Das muss alles vorher passieren ehe nur 1% mehr auf die Schiene kommt

Hieronymus01
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Es ist peinlich immer auf die anderen zu schimpfen.

Die Wahrheit ist, dass die westlichen Industriestaaten den meisten CO2 Verbrauch/Kopf haben.

Da ist so eine Arroganz und Überheblichkeit mit den Finger auf Südamerika und China zu zeigen.

Oder steht diesen Ländern weniger CO2 pro Kopf zu?

umo10
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Wir sind die vordersten

Wir haben die gottverdammte Pflicht Vorbild zu sein

FB4
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Warum sagt eigentlich niemand

etwas über den überbordenden LKW Verkehr. Rund um die Uhr muss alles verfügbar sein, am besten aus China, die dürfen die Umwelt weiter verschmutzten!!!!
Jeder muss Gründer sein, mit einem alten Lkw????

Es sind immer die privat PKWs schuld.

Schaut einmal auf die endlosen Kolonnen an LKWs!!!!!!

Aber das will ja die Wirtschaft nicht!!!!
Ist ja besser alles kreuz und quer durch Europa zu transportieren.

Aber die Autofahrer sind ganz alleine Schuld, Bravo!!!

Sam125
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Sam125,es ist an der Zeit der Wahrheit in s Auge zu sehen,und wir mit Nachdruck

gegen die Abholzungen der Tropen und Regenwälder in Brasilien, Kolumbien,Peru usw protestieren,denn die Abholzung dieser Wälder verändert nachweislich unser regionales - und das Weltklima!Google:Die Tropenwälder haben erheblichen Einfluss auf das globale Klima: Das thermische Tiefdruckgebiet und die Verdunstung wirken sich auf den Verlauf der Luftströme und der Meeresströmungen aus. Diese Effekte beeinflussen nicht nur das regionale Klima, sondern haben die Funktion einer globalen Klimaanlage.

melahide
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@sam

Und was machen Sie dafür? Kaufen Sie kein Fleisch von einem Tier, das mit Soja gefüttert wurde? Verzichten Sie auf Palmöl und Kokosöl-freie Produkte? Verweigern Sie Tropenholze? Oder …

Pablo63
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Sami #kingofwhataboutism Lesen Sie die IPCC Papiere!

Hauptursache fur die Klimakatastrophe ist der verantwortungslose und verschwenderische Umgang mit fossilen Energieträgern!

Sam125
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Eines MUSS uns allen klar sein,solang gnadenlos und weltweit die Regenwälder


abgeholzt werden und sich daher der "Golfstrom" gravierend verändert, werden sich die Meeresströmungen und damit auch das Weltklima nachhaltig zum Nachteil der gesamten Welt und für immer verändern! Die Klimakatastrophe wird daher leider auch nicht zum aufhalten sein! Es ist schön,wenn wir fossile Brennstoffe durch Elektrizität ersetzen wollen,was natürlich nur in Ländern möglich ist,wo zB keine AUTOBATTERIEEN,so wie in China,hergestellt werden denn in China wird wegen der florierenden Wirtschaft (E- Mobilität! ) fast täglich ein neues Kohlekraftwerk hochgefahren und die sogenannten westlichen und fortschrittlichen Länder wollen alles verbieten was mit fossilen Brennstoffen fährt und heizt und die gute Luft vom "Westen" wird durch die schlechte Luft vom "Osten",gesehen für's WELTKLIMA, wieder aufgehoben! Schöne Aussichten für uns alle!

kukuro05
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ja zu Klimaschutzmaßnahmen.....

....die laut Experten bei sofortiger 100% Umsetzung erst in 80 Jahren wirken (!!!!!) - ABER: Katastrophenschutzmaßnahmen parallel dazu, und zwar sofort.
Und: Schluss mit der Versiegelung! (kostet mich einen Lacher!)

Fazit: bei unserer renitenten Bevölkerung die von unbedarften politischen Leuchten angeführt werden wird das sowieso nix.

bam313
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Was ich mich dabei frage:

Woher wird denn bei all diesen Vorhaben der Strom kommen?
Gibt es dafür auch schon einen Plan?

Pablo63
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Mit der Mobilitätswende kommt auch die Energiewende

Einfach erst googeln und dann Posten!

bam313
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Tolle Antwort - ich bedanke mich recht herzlich!

Ich habe 20 Jahre lang im Kraftwerksbereich (Planung, Bau und Inbetriebsetzung) als leitender Ingenieur gearbeitet.
Blöderweise im Sektor Kraftwerke mit Verbrennung.
Kohle, Gas, Öl und auch Müll.
Einige dieser Brummer, wie z.B. in Werndorf oder St. Andrä gibt es gar nicht mehr.
Keine Ahnung ob das KW Simmering (Öl und Gas) in Wien noch in Betrieb ist oder die Müllverbrennungsanlagen Flötzersteig und Spittelau.
Das ist nur ein kleiner Auszug, denn ich hatte auch oft im Ausland gearbeitet.
Aber sie wissen diesbezüglich scheinbar mehr.

heku49
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Alle Öffis gratis...wie in Luxemburg...

....als ersten Schritt...oder Soforteinführung des 1Euro-Tickets in ALLEN Bundesländern........

Eisapfel00
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Grün

Wer wird das Bezahlen--und die Flieger emissionsfrei (Lache)-natürlich machen es wir Österreicher noch vor der EU.
Mit was Fahren die dann in Indien oder in Afrika, und natürlich auch in Russland usw. ?????
Der Verkehr ,2035 emissionsfrei, und die Industrie??
So wird das nicht laufen-wetten.

steinmhe
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Illusion

Wenn man in 8,5 Jahren nur mehr batteriebetriebene Autos haben will, muss man das Stromnetz zum Laden der Fahrzeuge entsprechend ausbauen. Und Genehmigungen von neuen Stromleitungen benötigen in Österreich 10 und mehr Jahre. Ich vermute, dass man mit der Begrenzung der Ladeinfrastruktur die Fahrten mit Privatfahrzeugen stark reduzieren will.
Ein Railjet mit einem Gewicht von 480 to transportiert maximal 30 to an Personen. Ein Güterwaggon wiegt ca. 14 to und kann zumindest 20 to an Last transportieren. Man sollte wesentlich mehr an Güterverkehr auf die Schiene bringen, anstatt in Nachtzüge zu investieren. Das große Problem bei allen Arten von Zügen ist die Auslastung. Mit der Auslastung steht und fällt der Energieverbrauch pro Person. Flugzeuge haben durchschnittliche Auslastungen von 80 bis 90% im Gegensatz zur Eisenbahn, wo die durchschnittliche Auslastung geschätzt nicht einmal 20% ist. Bei Nachtzügen ist die Belegung der Waggons aufgrund des größeren Platzbedarfs geringer und somit der Energieverbrauch je Person wesentlich größer.

pescador
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Fahrten mit Privatfahrzeugen stark reduzieren will

Es sollte nicht das Ziel sein, Mobilität einzuschränken und zu reduziern. Auch nicht der Privatfahrzeuge. Ziel muss es sein, neue Technologien zu entwickeln, um umweltschonend mobil sein zu können. Die Schiene wird den Mobilitätsbedarf der Menschen niemals decken können.

melahide
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Naja

auch weniger umweltschädliche Mobilität verursacht viele Probleme. In Zukunft wird es passieren, dass die Menschen keine Autos mehr haben. Also zumindest in der Stadt nicht.Ich merke das ja selber schon. 90 % meiner Wege mach ich mit dem Rad oder zu Fuß. Mit der SBahn bin ich ansonsten in 5 Minuten am Hauptbahnhof, in 2 Minuten am Murpark. Mein Auto steht tagelang in der Garage oder sonst wo. Ein geteiltes Auto würde mir reichen. Und das wird eher die Zukunft sein. Dann braucht man auch weniger Stellflächen fürs Auto usw.

kukuro05
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Windräder anstelle von Bäumen!

Für die E-Mobilität braucht es gigantische Strommengen!
Wir sollten Windräder anstelle von Bäumen pflanzen, sie grün anstreichen und "Bäume" nennen.
Wäre ein Weg! Niemand braucht Bäume (wird in Graz beispielhaft demonstriert!) , aber für die E-Mobilität braucht jeder Windräder.