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TU Graz, Voestalpine, Siemens; VIFForschung im Fokus: Neuer Cluster für Bahnsysteme auf Schiene

Research Cluster Railway Systems von TU Graz, voestalpine, ÖBB, Siemens Mobility Austria und Virtual Vehicle in Graz geggründet.

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© RCRS
 

Die Forschungsinitiative Research Cluster Railway Systems (RCRS) ist am Mittwoch in Graz auf Schiene gebracht worden: TU Graz, voestalpine, ÖBB, Siemens Mobility Austria und Virtual Vehicle wollen darin ihre Eisenbahn-Kompetenzen bündeln, um die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn durch eine "nachhaltige Gesamtoptimierung" weiter zu steigern. Damit soll sich die Steiermark als internationales Forschungs- und Innovationszentrum etablieren.

Im Mittelpunkt stehen die Bereiche Schienenfahrzeugtechnik, Bahninfrastruktur und Bahnbetrieb mit Fokus auf Synergiepotenziale und auf die digitale Transformation. Test-, Prüfungs- und Simulationseinrichtungen sollen im RCRS an der TU zur Verfügung stehen und man will mit interdisziplinärer Ausbildung den "ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchs für die Bahntechnik von morgen" ausbilden.

Zwei neue Professuren

Zwei neue Professuren für Betriebsfestigkeit und Schienenfahrzeugtechnik (an der Fakultät für Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften) sowie für Eisenbahn-Infrastrukturdesign (an der Fakultät für Bauingenieurwissenschaften) wurden eingerichtet. Inhaber der Professuren und zugleich Leiter der gleichnamigen Institute sind Martin Leitner und Ferdinand Pospischil.

Präsentierten gemeinsam die Forschungsinitiative Research Cluster Railway Systems (v.l.n.r.): Mark Topal-Gökceli (ÖBB), Franz Kainersdorfer (voestalpine), Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl, Jost Bernasch (Virtual Vehicle), Harald Kainz (TU Graz), Arnulf Wolfram (Siemens Mobility Austria)
Präsentierten gemeinsam die Forschungsinitiative Research Cluster Railway Systems (v.l.n.r.): Mark Topal-Gökceli (ÖBB), Franz Kainersdorfer (voestalpine), Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl, Jost Bernasch (Virtual Vehicle), Harald Kainz (TU Graz), Arnulf Wolfram (Siemens Mobility Austria) Foto © TU Graz/(c) Photoreport Helmut Lunghammer (HELMUT LUNGHAMMER)

Auftaktprojekt ist das FFG-geförderte COMET-Projekt Rail4Future, das unter der Leitung der ÖBB im Frühjahr 2021 startete. Im Projekt wird an einer neuen virtuellen Plattform gearbeitet, mit der neue Szenarien und Entwicklungen am Bahnsektor unter Betriebs- und Umwelteinwirkungen simuliert werden können. Neben dem RCRS-Konsortium sind weitere Partner aus Wissenschaft und Industrie an Bord, wie etwa die TU Wien, die TU München, die Wiener Linien oder Gleisbaumaschinen-Hersteller Plasser & Theurer. Weitere heimische Unternehmen, Bahnbetreiber und wissenschaftliche Einrichtungen können sich noch anschließen.

"Wir alle wollen das System Bahn besser machen", fasste Harald Kainz, Rektor der TU Graz, stellvertretend für alle Projektpartner das Ziel zusammen. Wirtschafts- und Forschungslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) unterstrich dies: "Die Bahn spielt für die Mobilität der Zukunft eine wesentliche Rolle." Die neue Forschungsinitiative soll die Position als international sichtbares Innovations- und Forschungsland festigen.

"Teil der Lösung"

„Im Sinne des Klimaschutzes führt kein Weg an der Bahn vorbei. Alleine im Verkehrssektor muss Österreich bis 2030 zusätzlich rund 8 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Und die ÖBB sind hier ganz klar Teil der Lösung. Daher ist jeder Schritt, den wir heute für die Mobilität von morgen setzen enorm wichtig", betont Mark Topal-Gökceli, Technik-Vorstand der ÖBB. Voestalpine-Vorstand Franz Kainersdorfer hebt hervor, dass "eine exakte Kenntnis der Wechselwirkungen zwischen Fahrzeug und Fahrweg essenziell" sei. "Mit Hilfe digitaler Zwillinge des real existierenden Gesamtsystems können Simulationen und Analysen beschleunigt und Erkenntnisse für die Gestaltung des Gesamtsystems abgeleitet werden."

“Forschung und Entwicklung haben bei uns einen traditionell großen Stellenwert. Wir melden allein in Österreich jedes Jahr rund 30 Patente für Schienenfahrzeuge und Bahninfrastruktur an. Mit unseren Partnern sind wir bereits am Kompetenzzentrum VIF verbunden, das wir nun mit RCRS in die Zukunft führen", unterstreicht Arnulf Wolfram, CEO Siemens Mobility Austria. Und Jost Bernasch, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Virtual Vehicle betont: „In seinem Forschungsbereich Railway Systems setzt Virtual Vehicle international beachtete Schwerpunkte in den Bereichen Virtualisierung und Digital Operation. Unsere Forschungsschwerpunkte liegen auf Simulation, Künstlicher Intelligenz und Digital Twins."

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