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Heikle Personalie Neue Öbag-Spitze: Ausschreibung wenig aussagekräftig

Nach dem Rücktritt von Öbag-Chef Thomas Schmid wird eine Nachfolge gesucht. Bis 24. Juli läuft die Bewerbungsfrist, kolportiert wird ein Salär zwischen 600.000 und 800.000 Euro.

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Die Öbag sucht einen Nachfolger für Thomas Schmid (Bild)
Die Öbag sucht einen Nachfolger für Thomas Schmid (Bild) © APA/HANS PUNZ
 

Nach dem Rücktritt von Thomas Schmid als Chef der ÖBAG werden beginnend mit dieser Woche die Weichen für die Zukunft der Staatsholding gestellt. Noch diese Woche wird die Stellenausschreibung für den Posten des ÖBAG-Vorstands veröffentlicht, Mitte September dürfte die Entscheidung über die Nachfolge des ausgeschiedenen Schmid erfolgen, der nach kompromittierenden Chats ging.

Als Dienstantritt des neuen Vorstands sei Anfang 2022 realistisch. Diesen Zeitplan nannte ÖBAG-Aufsichtsratschef Helmut Kern in den "Oberösterreichischen Nachrichten". "Die Ausschreibung einer derart bedeutenden Funktion muss international erfolgen", sagte Kern. Gleichzeitig sei es unabdingbar zu wissen, "wie die Republik tickt". "Es geht um Wertsteigerung, Standortsicherung und Sicherung von Arbeitsplätzen."

Der Kurier indes zitiert bereits heute, Montag, aus der Stellenausschreibung. Diese sei "kurz und sehr allgemein gehalten". Der Text lasse "beinahe alles offen". Im Anforderungsprofil finde man laut dem Medium nur "bewiesene Managementkompetenz mit ausgeprägter strategischer Konnotation" sowie "idealerweise Aufsichtsratserfahrung". Das Vorhandensein internationaler Erfahrung wird nicht explizit gefordert.

Die Bewerbungsfrist jedenfalls endet mit 24. Juli, die ersten Anhörungen potenzieller Nachfolgerinnen und Nachfolger soll es Ende August oder Anfang September geben. Das Einkommen ist in der Ausschreibung nicht erwähnt, der Kurier glaubt, dass das Gehalt "zwischen 600.000 und 800.000 Euro" liegen werde.

In Österreich werden derzeit etwa der frühere Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber, BIG-Chef Hans-Peter Weiss und Siemens-Chef Wolfgang Hesoun als Kandidaten für den Vorstandsposten der Holding, die elf staatliche Beteiligungen im Wert von knapp 27 Milliarden Euro steuert, kolportiert.

Kommentare (2)
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Lodengrün
0
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Lesenswert?

Dann wollen wir sehen

ob da jemand von der Politik völlig abgekoppelter Fachmann ans Ruder kommt. Man kennt ja die Vorgangsweise. Da wird ventiliert das der oder diejenige der Partei sich auch Chancen ausrechnet. Das hält sehr viele schon ab sich zu bewerben denn da rechnen sie sich nichts aus. Dann kommt ein pro forma hearing bei dem der Parteikanditat zufällig der beste Bewerber war.

schteirischprovessa
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Ist die Ausschreibung zu detailiert, wird vorgeworfen,

dass sie auf jemanden zugeschnitten ist.
Ist sie nicht so detailiert, Kritik wie oben im Artikel.
Es ist nicht möglich, es recht zu machen.