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Corona-JahrMobilfunker: Höhere Datennachfrage glich Delle bei Roaming aus

Durch den Wegfall des Tourismus fehlten den Mobilfunkern im Vorjahr die Einnahmen aus dem Roaming. Die Nachfrage nach schnellerem Internet konnte die Verluste ausgleichen.

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Homeoffice und Homeschooling ließ die Nachfrage nach schnellem Internet ansteigen
Homeoffice und Homeschooling ließ die Nachfrage nach schnellem Internet ansteigen © epixproductions - stock.adobe.co
 

Die Coronakrise hat die Sprachtelefonie wieder belebt, das bestätigen jetzt auch Zahlen des Forums Mobilkommunikation (FMK), der Vereinigung der heimischen Mobilfunker. So kamen im Vorjahr alle Betreiber zusammen auf 29 Milliarden Gesprächsminuten, sieben Millionen mehr als im Jahr 2019. Das ohnehin schon stark steigende Datenvolumen erhöhte sich noch einmal um fast mehr als eine Milliarde Gigabyte auf 2,8 Milliarden GB gegenüber dem Vorjahr. Wobei FMK-Präsident Alexander Stock etwas relativiert: "Natürlich gab es einen starken Anstieg während des ersten Lockdowns. Doch über das Jahr verteilt, war das Plus beim Datenvolumen nicht signifikant." 2017 sei ein ähnlich starkes Jahr gewesen.

Insgesamt haben die drei Mobilfunknetzbetreiber A1, Drei und Magenta 2020 einen Umsatz von 4,77 Milliarden Euro erzielt, ein Minus von 0,5 Prozent gegenüber 2019. Der Ausfall der Roaming-Einnahmen wurde durch die gestiegene Nachfrage nach schnellerem Internet ausgeglichen. "Was vor der Krise für E-Mails und Streamen an Geschwindigkeit gereicht hat, war vielen in Zeiten von Home-Office und Home-Schooling zu wenig", erklärt Stock. Beim Ergebnis nach Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) gab es ein Plus von einem Prozent auf 1,81 Milliarden Euro. Mittlerweile sind 18 Millionen aktive SIM-Karten im Umlauf, vor fünf Jahren waren es noch knapp 14 Millionen.

Smartphone in Schule besser akzeptiert

Mittels einer Onlinebefragung (Sample 404 Personen) hatte das FMK die Smartphonenutzung in den Schulen bei Lehrerinnen und Lehrern abgefragt. "Knapp die Hälfte aller Lehrerinnen und Lehrer meinten demnach, dass Kinder ab zehn Jahren alt genug sind, ein eigenes Smartphone zu besitzen", erklärt FMK-Geschäftsführerin Margit Kropik. Auch werde die Einbindung von Smartphone und Tablet im Unterricht inzwischen deutlich besser akzeptiert. Konkret seien es aktuell 46 Prozent, gegenüber 41 Prozent im Jahr 2015 gewesen.

Auch wenn das Thema 5G durch die Corona-Pandemie aus dem Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist, will das FMK hier mit einer neuen Webseite für mehr Fakten in der Diskussion sorgen. "Speziell in Ballungszentren und in unterversorgten Orten am Land, ist 5G eine zentrale Säule im Ausbau des Breitband-Internets", sagt FMK-Präsident Stock. Wobei er im Hinblick auf die kommende Mobilfunk-Generation 6G auch darauf hinweist, dass der Festnetz-Ausbau auch weiterhin wichtig sein wird - und sei es nur, um die Mobilfunk-Antennen ans Netz anzubinden.

Kommentare (2)
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Miraculix11
0
1
Lesenswert?

29 Millionen Gesprächsminuten

Und es fällt keinem Redakteur auf, dass das nicht mal 5 Minuten im Jahr pro Österreicher sind :-)

Stratusin
2
0
Lesenswert?

Mich wundert das es nicht mehr sind!

Hätte mit 20 Millionen Simkarten mindestens gerechnet. Viele haben mehrere Handys. Dann noch Laptops und Tablets mit Simkarten. Hybridmodems haben eine. Jedes neue Auto hat eine . GPS-Tracker usw. usw.