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KrisengewinnerAmazon pulverisiert eigene Rekorde und verdreifacht den Gewinn

Ungebrochener Internet-Shoppingboom und florierende Cloud-Dienste verhelfen dem weltgrößten Online-Händler im ersten Quartal zu fast 109 Milliarden Dollar Umsatz und 8,1 Milliarden Dollar Gewinn.

© (c) AFP (PATRICK T. FALLON)
 

Der Internet-Shoppingboom und florierende Cloud-Dienste haben den weltgrößten Online-Händler Amazon zu Jahresbeginn beflügelt. Im ersten Quartal nahm der Umsatz im Jahresvergleich um 44 Prozent auf 108,5 Milliarden Dollar (89,5 Milliarden Euro) zu, wie der US-Konzern am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. Den Gewinn erhöhte Amazon um mehr als das Dreifache auf den Rekordwert von 8,1 Milliarden Dollar. Damit übertraf der Geschäftsbericht die Markterwartungen deutlich.

Im Heimatmarkt Nordamerika, wo die US-Regierung den Konsum in der Coronakrise mit billionenschweren Finanzhilfen für Verbraucher und Unternehmen ankurbelte, steigerte Amazon den Umsatz besonders stark. Doch auch international gab es kräftige Zuwächse. Das lukrative Cloud-Geschäft mit IT-Services und Speicherplatz im Internet brummte ebenfalls weiter. Die Erlöse von Amazons Flaggschiff AWS wuchsen um fast ein Drittel auf 13,5 Milliarden Dollar. Der Betriebsgewinn der Sparte stieg um mehr als 35 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar. Das Geschäft mit Online-Werbung verbuchte sogar noch stärkeres Wachstum.

Neuer Kundenrekord für Amazon Prime

Amazon gab zudem einen optimistischen Geschäftsausblick ab und stellte für das laufende Vierteljahr - trotz pandemiebedingter Sonderkosten in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar - einen Betriebsgewinn von bis zu 8 Milliarden  Dollar in Aussicht. Auch bei den Erlösen schraubte das Unternehmen die Ziele weiter nach oben. Amazon rechnet mit einem Umsatzwachstum zwischen 24 und 30 Prozent auf bis zu 116 Milliarden Dollar. Der Konzern des Tech-Unternehmers Jeff Bezos zählt zu den großen Gewinnern der Coronakrise, durch die sich der Konsum noch stärker als ohnehin schon ins Internet verlagert hat.

Mit der Marke von 200 Millionen Kunden erreichte Amazon jüngst einen weiteren Meilenstein bei seinem Abo-Dienst Prime, der unter anderem Zugang zu kostenlosem Versand und Streaming-Diensten bietet. Zum Vergleich: Anfang 2020 hatte die Kundenzahl noch bei lediglich 150 Millionen gelegen. Amazon kündigte im Geschäftsbericht an, seine jährliche Online-Rabattschlacht Prime Day diesmal im zweiten Quartal veranstalten zu wollen. Einen konkreten Termin nannte der Konzern zunächst jedoch nicht. Eigentlich findet das Shopping-Spektakel traditionell erst etwas später im Jahr statt.

Die Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit einem deutlichen Kursanstieg.

 

 

Kommentare (9)
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Hapi67
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10
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Besseres Service

und besserer Preis sprechen für Amazon.

Ermöglicht durch wertschätzende Sonderbehandlung seiner Mitarbeiter und der weltumspannenden Untätigkeit von Staaten bei einer Steuergleichstellung.

Für den eigenen Vorteil nimmt man andere Kleinigkeiten doch gerne in Kauf.

Vielen Dank

UHBP
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@hap...

"Für den eigenen Vorteil nimmt man andere Kleinigkeiten doch gerne in Kauf."
Das ist doch überall so.
Die Gier, der Geiz und die Dummheit ist der Kitt, der wenige Mächtiger und Reicher und die viele Ärmer werden läßt.
In einer Demokratie hätte man es in der Hand, aber da sind es leider auch wieder die Dummen die auf der Seite der Mächtigen stehen und dabei glauben zu den Gewinnern zu gehören.
Irgendwie selber schuld!
PS: Kleines Beispiel: Bekannte, die wenig haben, sind gegen Vermögenssteuern, weil sie um das Ersparte der Omama fürchten (Einlage unter €20.000). Kommt einen doch irgendwie bekannt vor, oder?

Reipsi
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Der Eine, tauscht mir

ohne zu Zögern das aus wenn was defekt ist uuund die Rücksendung ist auch gratis, der Andere wehrt sich mit Hände und Füße wenn er was ersetzen muss , da ist das Problem.

NIWO
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Wie sie alle schreien.

Wenn Amazon das bessere Service und die besseren Angebote hat ist es nachvollziehbar dort zu bestellen. Alleine wenn ich an den einzigen Baumarkt im Ort denke ist es besser nach Graz (Hornbach. Obi....) zu fahren oder über Amazon zu bestellen.

reschal
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Gerechte Besteuerung

Erhalten wir (als Staat) vom reichsten Mann (Konzern) auch ein gerechtes Maß an Steuern?

Mitreden
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Freiwillig

Würden sie freiwillig steuern zahlen, wenn es das Gesetz nicht vorsieht? Vielleicht sollte Österreich, EU die Gesetzte ändern?!?!

hbratschi
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amazon...

...verdient sich "deppert" und die politik ermöglicht es noch dazu, dass diese konzerne beinahe keine steuern zahlen. jeder "kleine" muss jeden schas versteuern und die superreichen lachen uns aus. und offensichtlich ändert sich daran genau gar nichts, im gegenteil. auch bei uns gibt es eine (dzt türkis angestriche) partei, die immer schreit "mit uns gibt es keine neuen steuern. und der wähler vergisst, dass er damit nur die reichen reicher macht...

dieRealität2020
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das ist zwar nureine Momentaufnahme: fast 109 Milliarden Dollar Umsatz und 8,1 Milliarden Dollar Gewinn

.
aber wenn man sich alle Zahlen der letzten Jahre ansieht, möchte ich sagen, da könnte er schon eine effektive und zielführende Personalpolitik betreiben. Allerdings wenn man die Anzahl der Mitarbeiter ansieht ca. 500.000 weltweit, da stellen die Lohnnebenkosten keinen schwachen Teil des Unternehmens dar.
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Kostengünstig und gewinnorientiert,kann man zum Großteil über geringfügig Beschäftigte Mitarbeiter gelangen. Das können wir jeden Tag bei den Handelsunternehmen sehen. Bäckereifiliale, vorher durch Jahre 3 Vollbeschäftigte mit einer geringfügig beschäftigten Aushilfe, in diesem Geschäft arbeiten jetzt seit einigen Jahren 5-6 geringfügig Beschäftigte.
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Wer durch einige Jahrzehnte mit einer erheblichen Anzahl Vollzeitbeschäftigten selbstständig war, der weiß, wovon ich spreche.
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In einer US-Zeitung las ich, Amazon hat angeblich weltweit eine täglich Fluktuation von 1.000 Arbeitnehmer pro Tag.

melahide
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Das ist

seit Mitte der 90er kein „Geschäft“ mehr mit den Geringfügigen. Wenn man die 1 1/2 fache Geringfügigkeitsgrenze überschreitet bezahlt man einen Beitrag, der fast gleich hoch ist wie bei Vollversicherten.

Ä