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Teuerste TV-ProduktionenGigantismus in Serie

Das Beispiel Amazon Prime und "Herr der Ringe" zeigt: Die Suche nach nächstem Serienhit kennt keine finanziellen Grenzen. Viel Geld für Serien wurde aber auch schon vorher ausgegeben. Ein Überblick.

Jede Folge kostet Millionen Dollar: "The Morning Show", "The Mandalorian" und "The Crown". © Apple, Disney,Netflix
 

Dieser Ring kommt per Paketservice von der anderen Seite der Welt: Vorige Woche teilte die neuseeländische Regierung mit, die neue "Herr der Ringe"-Serie mit 116 Millionen Dollar zu subventionieren. Hinter der Produktion steht Amazon Prime, das mit der Neufassung von J.R.R. Tolkiens Paradewerk finanziell neue Maßstäbe setzt: Rund 465 Millionen Dollar sind für die erste Staffel veranschlagt. Insgesamt dürften die Kosten für die Serie mehr als eine Milliarde Dollar übersteigen.
Amazon behandelt das Projekt, an dem mehr als 1200 Personen arbeiten, wie eine Geheimdienstoperation. Wenig drang an die Öffentlichkeit, seit im Vorjahr mit dem Dreh begonnen wurde. Selbst der Veröffentlichungstermin ist noch ein Geheimnis: Zuletzt wurde mit dem Jahreswechsel 2021/22 spekuliert.

Millionenausgaben für Serienproduktionen wurden durch ein verändertes Nutzungsverhalten häufiger, sind aber keine Erfindung von Netflix und Co. Noch immer zu den teureren Serien zählen die letzten Staffeln von "Friends": Jennifer Aniston und Co. kassierten für die 22-minütigen Sitcom-Episoden jeweils eine Million Dollar. Ähnlich viel verdienten 15 Jahre später auch die Antihelden der "Big Bang Theory".

Weniger Geld für Gage und mehr für Ausstattung investierte Netflix für "The Crown": Die Saga erzählte in bislang vier Staffeln über das britische Königshaus. Kostenpunkt laut Brancheninsidern: 13 Millionen Dollar pro Folge. Weniger nobel ging es beim Serienhit "Game of Thrones" zu, dessen Episoden sich mit rund 15 Millionen Dollar zu Buche geschlagen haben sollen. Ein Unterhaltungsveteran und ein Streaming-Neuling ist Disney: Der Yoda-Hit "The Mandalorian" kostete 15 Millionen Dollar pro Episode, den gleichen Betrag ließ sich Apple TV+ "The Morning Show" mit Jennifer Aniston und Reese Witherspoon kosten.

Zurück nach Neuseeland, wo sich die Regierung Impulse für den Tourismus erhofft. Das gelang schon einmal: Peter Jacksons "Herr der Ringe"-Trilogie wirkt bis heute nach: Laut "Tourism New Zealand" stieg die Touristenfrequenz in den Jahren nach "Herr der Ringe" um 50 Prozent an.

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reschal
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Waffenindustrie, Filmindustrie, Fußballindustrie... das globale Problem Hunger und Flüchtlinge bekommen wir nicht in den Griff.