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Mechanismus für ErhöhungTreibstoff in den meisten EU-Ländern teurer als in Österreich

Sprit kostet in Österreich inflationsbereinigt weniger als vor 35 Jahren. Selbst mit Erhöhungen wie im Klimaschutzgesetz angedacht wäre Österreich laut Berechnungen des VCÖ nicht im Spitzenfeld bei Treibstoffpreisen.

Tanken ist in Österreich verhältnismäßig günstig
Tanken ist in Österreich verhältnismäßig günstig © nexusseven - stock.adobe.com (ilker canikligil)
 

Auch wenn Autofahrer über hohe Preise für Diesel und Superbenzin klagen: In den meisten EU-Ländern ist Sprit teurer als in Österreich. Seit Jänner 2011 und damit über zehn Jahren hat Österreich die Mineralölsteuer nicht mehr erhöht. "Sprit ist inflationsbereinigt heute günstiger als vor 35 Jahren", schreibt VCÖ-Experte Michael Schwendinger in einer Aussendung am Montag. Mit niedrigen Spritpreisen gebe es aber keinen Anreiz, Treibstoff und damit CO₂-Ausstoß einzusparen.

Diesel kostet in 19 EU-Staaten mehr als in Österreich, Eurosuper in 18 EU-Staaten, rechnet der VCÖ vor. Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) will im geplanten Klimaschutzgesetz automatische Steuererhöhungen auf Treibstoff vorsehen, sollte der CO₂-Ausstoß von den gesteckten Klimazielen abweichen. Das würde allerdings erst 2024 greifen und könnte dann zu einer Verteuerung von Diesel um rund 20 Cent und von Benzin um 24 Cent führen. Selbst damit wäre aber immer noch Diesel in sechs und Benzin in neun anderen EU-Staaten teurer als in Österreich (nach aktuellen Preisen).

Die Spritpreise sind im Vergleich zum September 2012 in Österreich um rund 30 Cent gefallen. "Die niedrigen Spritpreise in Österreich sind eine der Ursachen für die stark gestiegenen Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs", meint der VCÖ. In den Niederlanden koste Eurosuper um 52 Cent mehr als in Österreich und das Land sei Spitzenreiter in der EU bei den E-Pkw-Neuzulassungen, die im Jahr 2020 bereits bei 20 Prozent lagen. Billiger sei Eurosuper nur in Staaten, wo die Einkommen niedriger sind als in Österreich, wie beispielsweise in Ungarn oder Polen.

Diesel sei heute in 19 Ländern teurer als in Österreich, vor zehn Jahren war Diesel nur in zwölf EU-Staaten teurer, so der VCÖ. Dabei sei der Verkehr "bei den Treibhausgas-Emissionen Österreichs größter Problembereich". 2019, vor der Coronakrise, habe der Verkehr um über zehn Millionen Tonnen mehr CO₂ verursacht als im Jahr 1990 und auch nach dem massiven Wirtschaftsrückgang 2020 lag der CO₂-Ausstoß des Verkehrs um 7,6 Millionen Tonnen höher als 1990.

"Die Verkehrszunahme macht die Einsparungen anderer Sektoren wieder zunichte", schreibt der VCÖ und erinnert an den jüngst veröffentlichten Rechnungshofbericht, wonach bis 2030 Strafzahlungen von 9 Milliarden Euro drohen, weil Österreich seine Klimaziele verfehlt.

Kommentare (99+)
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lupinoklu
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Der Sprit kann ruhig teurer werden - der mündige Konsument wehrt sich!

Und das sieht dann so aus: Wenn rein rechnerisch € 2000 pro Monat zur Verfügung stehen und mir durch den verteuerten Treibstoff um die Summe X (z. B 50 € als Pendler) weniger im Börserl bleiben, werde ich meine Einkäufe optimieren müssen, dass am Ende des Montats kein Minus herauskommt. Damit vertreibt man aber den Konsumenten aus dem lokalen Handel.
Beispiel: Ein Mobiltelefon der Marke S.....g kostet im Schnitt in der S21 Ausführung 829,-- im heimischen Handel. Wenn mir aber durch unsere manchmal dubiosen Abzockmaßnahmen der Autobesitzer weniger für meine Wünsche übrig bleibt, werde ich es beim Internethändler A....n bestellen und 683,-- dafür zahlen. Damit sind die vorhin erwähnten 50 € mehr als kompensiert. Dies ist nur eines von vielen Beispielen. Angefangen von diversen Produkten wo bei 20 € Kaufpreis, im Internet die gleiche Ware um 13 € erhältlicht ist.
Hier wird von unseren hochgeschätzten Politikern und Großunternehmern ein Umdenken bei der Steuer-Kalkulations-belastung standfinden müssen, sonst bedeutet EU wirklich "Europas (Österreichs) Untergang". Über die Masse verdient man, nicht mit Abzocke über den Preis!!!

wahlnuss
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Das Problem ist nicht (nur) der Preis des Treibstoffes,

sondern, dass mein Vehikel die meiste Zeit herums´teht, ohne gebraucht zu werden. Aber auch während dieser Zeit des Stillstands erfüllt das Vehikel bestimmte Bdürfnisse. Stets bereit, ich könnte ja, wenn ich wollte, lassen wir uns dies was kosten. Wir stellen es direkt vor unsere Haustüre oder bauen dem Vehikel kleine Häuschen zum Schutz vor Regen, Schnee und anderem. Wir verpassen ihm ein gestyltes, kraftzvolles, persönliches Outfit und dem Innensitzenden das Gefühl der Unverwundbarkeit, der spielerischen Kraft im kraftlosen Körper im Sportsitz. Da vergisst man leicht, dass man das Vehikel gar nicht auf die Frage reduzieren kann, was man denn wirklich braucht, um von A nach B zu gelangen und wie groß der Kofferraum sein muss, obwohl selten ein Koffer im Raum liegt. Da verdrängt man schnell, dass das billige Lithium und Kobalt für die Batterien (mit Ablaufdatum) von der anderen Seite unserer Erde kommen. Ein hoher Preis für die saubere E-Mobilität, die Menschen und Landschaften in Chile oder Kongo bezahlen müssen. Ich bin auf der Suche nach einem Auto. Mit der neuen Technik würde ich mein altes Auto locker mit 3 bis 4 Liter fahren. Ohne PS-, Firlefanz- und Größenwahn, aber mit genügend Raumangebot.

Ogolius
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Nun -

wunderschöner Text, die potentielle Vorwarnung zur Preiserhöhung! Unsere OMV ist ja eigentlich das Familiensilber des Volkes, jeder Österreicher ist somit als „stiller Teilhaber“ am Output beteiligt. Nur so können wir die leitenden Funktionen im „Familienunternehmen“ recht gut bezahlen. Der scheidende „Chef“ hat ein jährliches Einkommen von sage und schreibe 3,5 Millionen Euro (offiziell ohne Zulagen) - wie hoch wachsen diese Bäume eigentlich?Daher dringend eine Spritpreiseerhöhung, denn irgendwer muss die entsprechende Abfertigung bezahlen! Und übrigens zur immer gescholtenen Einkunft in der Politik...🤔.... wieviel hat ein „entsorgter“ Gesundheitsminister Anschober für seinen nerven- und gesundheitsaufreibenden Job erhalten? Für das jährliche OMV-Salär hätte er mindestens bis zu seinem Ableben Minister bleiben müssen (hätte nicht gereicht). Das sind die Blüten des ausufernden Kapitalismus - eine neue Art des Krieges, die der Menschheit noch sehr viel Kopfschmerzen bereiten wird.

Geom38
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Die meisten der "Preis rauf" Schreiber

dürften aus dem urbanen Bereich kommen, und haben vermutlich auch die nächste Öffi-Haltestelle in Sichtweite. Da lässt sich's leicht fordern, man solle auf's Auto verzichten, lieber zu Fuß gehen oder ähnliches. Naja, ich gehe lt. App sicher 2-3tsd.km pro Jahr zu Fuß, trotzdem werden's unterm Strich auch gut 20tsd. Autokilometer, und das sicher nicht zum Spass. Individuelle Mobilität muß gerade am Land leistbar bleiben, das ist, wie man so gerne sagt, alternativlos. Weil die Technik des zweifellos umweltschonenden sich-irgendwohin-beamens wurde meines Wissens noch nicht erfunden.

hoerndl
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Aber man kann selbst bestimmen wo man wohnt,

Der Baugrund ist meistens dort billig, wo weit und breit kein Bus und keine Arbeit vorhanden ist. Alternativlos ist da vollkommen daneben gegriffen- wenn man sich ein Haus will muss man sich auch den Individualverkehr leisten können...

Jiyu
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"wenn man sich ein Haus will..."

Sie kommen auch so wenig aus der Stadt raus dass Sie glauben "dort am Land" hat jeder eine Villa oder einen Bauernhof oder wie?

Gewohnt wird dort wo Arbeit und Familie sind!

Geom38
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Viele Menschen wohnen

schon ewig am Land, und dass in vielen Gebieten Infrastruktur im unmittelbaren Lebensbereich zurückgefahren wurde ist nicht deren Schuld. Bei uns bspw. gibt's mittlerweile zwar wieder Nahversorger in einigermaßen auch ohne Auto erreichbarer Nähe, aber von Öffis ist weit und breit keine Spur.

madermax
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Kleine Zeitung vom 18. August 2019:

Europa-Vergleich - Ein Auto zu besitzen ist in Österreich am zweitteuersten.

Schön das wir beim Sprit nicht die teuersten sind. Dafür sind wir was die motorbezogene Versicherungssteuer sowie die NoVA angeht vorne mit dabei. Österreich ist EU-Vizemeister bei den Besitzsteuern auf einen neuen Pkw. Nur die Niederlande sind teurer.

Würden jetzt auch noch die Spritsteuern um 50% zunehmen, sind wir wohl einsamer Spitzenreiter in der EU, wenn es darum geht sich ein eigenes KFZ zu leisten/erhalten...

petera
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Und wenn das das das Einkommensniveau

berücksichtigt ist fossiler Treibstoff in Österreich innerhalb Europas wohl am günstigsten.

crawler
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Ich denke

es ist in der Sache nicht besonders klug, uns mit anderen Ländern zu vergleichen. Die steuerlichen, wirtschaftlichen und einkommensrelevanten Voraussetzungen sind nicht überall gleich.

jg4186
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Klimaschutz

Klar ist: wir müssen mehr tun für den Klimaschutz. Schon allein, wenn wir an unsere Kinder denken. Wegschauen, ignorieren geht nicht mehr.
Die Autoabgase sind ein nicht unwichtiger Teil der Luftverschmutzung. „Die anderen sollen ....“ wird uns nicht weiterbringen.
Klar ist auch: zu viele sitzen allein im Auto; viele Kurzstrecken könnte man auch ohne Auto erledigen.
Offensichtlich werden viele erst dann mehr zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren, wenn das Autofahren teurer wird.

ordner5
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Bluff und Wirklichkeit!

Nun, was uns der sogenannte VCÖ-Experte Herr Schwendinger und Frau Gewessler nicht anvertrauten, ob nun unkonzentriert oder vergesslicher Weise sei dahingestellt, dass unser Staat eh schon das drittgrößte Abgabenniveau EU-weit hat. Das heißt, wir brennen eh schon wie ein Luster.

unterhundert
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Solange sich unsere Politiker auf unsere Kosten,

an die 200 Kilometer heim Chauffieren lassen, natürlich mit Dienstwagen, ist dies Erhöhung eine Farce. Aber Steuern kassieren nur vom kleinen Autofahrer, ist ja schon seit zig Jahren Moder geworden. Vorschlag.. fährt selbst mit dem Auto, aber dem eigenen, lasst uns dem Steuerzahler mit diesen Vorschlägen, di ja sowieso kommen werden in Ruhe.

ronin1234
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Reaktion

Kann dem nur zustimmen. Wenn ich mich zurückerinnere was ich in den 80ern für den Liter Super bezahlt habe und mein Auto,90 PS bzw. 112ca.10 -12 Liter brauchte !! Das ist heute mit den sparsamen Diesel ( auch PS Protze) ja ein Klacks was die Benzinkosten angeht.

PucherGerhard
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Schon wieder VCÖ?

Warum wird dieser Antiautofahrerorganisation soviel Aufmerksamkeit geschenkt?

Mein Vorschlag lautet: Spritpreis, NOVA, Autobahnmaut und motorbezogene Versicherungssteuer auf das gleiche Niveau wie Deutschland.
Liebe Kleine Zeitung, vielleicht zeigt Ihr mal einen Vergleich der sonstigen Besteuerungen fürs Autofahren und pickt nicht immer nur den Spritpreis heraus.

Sam125
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Pucher Gerhard und dann dann natürlich auch das Lohnniveau der einzelnen

Mitgliedsstaaten in den Berechnungen des "billigen" Spritpreises mit einbeziehen! Damit man einen echten Vergleich hat,ob wir Österreicher im EU Vergleich wirklich so billig durch die Gegend fahren,wie das so gesagt wird!!!

X22
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Sie werden staunen wo Österreich liegt, dem Einkommen nach

viele Länder vor uns gibts nicht

Butterkeks
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...

Der Durchschnitt wird von ein paar extremen komplett verzerrt. Der normale Arbeiter/Angestellte verdient in Österreich oft keine 2500€ netto.

HannesK
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2.500.-- ist ja ganz gut - oder?

Wozu die künstliche Aufregung: 2.500.-netto ist doch ein beachtliches, zufriedenstellendes Einkommen und dies mal 14......Es gibt Akademiker, die sich mit 2000.- eu netto zufrieden geben m ü s s e n!

X22
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Widerspreche auch da. nach dem

Gini-Koeffizient liegen wir besser als der EU Durchschnitt, sprich die Verteilung geht mehr in die Masse und was zu unseren Platz inm Eu Ranking, das 13. u. 14 gibts nicht in vielen Ländern, das pusht natürlich unser Einkommen. Womit ich nicht zufrieden bin ist die Entwicklung des Lohns in den letzten paar Jahren, die Erhöhungen waren für eine Hochkonjunkturphase mager

Jiyu
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In Venezuela beträgt der Benzinpreis 0.017€ pro Liter.

Ob der VCÖ hier auch Handlungsbedarf sieht oder vielleicht doch drauf kommt dass hier ALLE anderen Faktoren außer acht gelassen wurden?

Jedes Jahr mindestens 1-2 mal die Diskussion dass der Sprit bei uns günstiger ist als in Ländern wo andere Dinge dafür günstiger sind.

eddymurx
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Benzinpreise zum Nachdenken

1980: EUR 0,60/l, plus Inflation 165,6 % ergibt EUR 1,59.
Benzinpreis 2021 EUR 1,22
Der 70 PS Golf von damals schluckte über 10 l, heute 7l und mein Diesel 5,5 l.

100Hallo
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Gleichbehandlung

Haben Sie auch den Lohn eines Arbeiters verglichen???????????

X22
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Der Gti aus den 80ern kam auf 10 Liter

mit dem 70 Ps Auto musstens es schon treten oder die Großfamilie ausführen

Hausverstand100
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Also in den 80er Jahren

Waren 10 l/100 km eher die Norm als die Ausnahme....
Es besserte sich erst deutlich, als Katalysator und damit verbunden Einspritzungen verbreitet angeboten wurden.
Und wenn ich an noch früher denke, VW Käfer 1600, mit 50!! PS, im Winter 16 l.....
Aber ich weiß schon, den paar Hand voll extremen unvernünftigen wird es nie reichen, weder in die eine noch in die andere Richtung, leider sind die halt so laut, dass sie die vernünftige Masse immer übertönen....

eddymurx
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Bin einen 1er Golf

mit 70 PS gefahren. Unter 10 Liter waren unmöglich.

 
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