Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Um Ausfallsbonus umgefallenBäcker beklagt: "Werden für unseren Arbeitswillen und Einsatz bestraft"

Weil er statt 40 Prozent Umsatzminus „nur“ einen Einbruch von 38 Prozent verzeichnet, erhält steirischer Bäckereibetrieb keinen Ausfallsbonus. Das bittere Fazit von Seniorchef Sepp Hubmann: „Einsatz wird nicht belohnt.“

© (c) travelguide - stock.adobe.com
 

Seit Februar soll der sogenannte „Ausfallsbonus“ Unternehmen, die besonders stark von der Coronakrise erfasst wurden, unterstützen. Das Hilfsinstrument wurde soeben, wie berichtet, noch einmal adaptiert, die Auszahlungen für März und April werden erhöht – seit Freitag kann dieser via FinanzOnline beantragt werden.

Kommentare (11)
Kommentieren
bluebellwoods
7
11
Lesenswert?

Jammern auf hohem Niveau

Mich ärgert, dass dieser Ausfallbonus von manchen Geschäftsleuten als Selbstverständlichkeit angesehen wird. Eigentlich sollte jeder Betrieb stolz drauf sein wenn er es aus eigener Kraft schafft über die Krise zu kommen anstatt zu jammern. Aber vielfach gilt leider das Motto "ausnützen was geht".

Krautwickel
6
6
Lesenswert?

Uns sie

Haben sie keine Kuzarbeit oder sonstiges in Anspruch genommen? Oder sind sie in einem nicht betroffenen Unternehmen bzw. Branche tätig? Oder gar Pensionist?
Es geht hier um Gleichheit. Es gibt welche, die was bekommen, auch wenn es deshalb ist weil sie nicht wollen und dann gibt es welche die das Möglichste machen, ohne Verschulden nicht schaffen und nichts bekommen.
Es gibt auch Fälle in denen Betriebe genug Arbeit hätten, ihre Mitarbeiter aber in Kurzarbeit schicken. Das ist nicht ok.

bluebellwoods
0
12
Lesenswert?

Gleichheit?

Es gibt keinen generellen Rechtsanspruch auf Beihilfen für alle nach Gießkannenprinzip. Das Geld muss ja von irgendwoher kommen, es gibt keinen Geldesel, der endlos Geld sch**t. Diese Stützungen sind eine große finanzielle Belastung für den Staat Österreich und damit uns alle.
Für mich sollten Betriebe, die einfach ihre Hände in den Schoß legen und die Hand aufhalten um Förderungen zu kassieren nicht weiter unterstützt werden weil es unfair allen anderen gegenüber ist, die sich alternative Möglichkeiten überlegen, die jetzt anpacken um fürs Wiederaufsperren gerüstet zu sein und versuchen bestmöglich aus eigener Kraft durch die Krise zu kommen.
Und all jenen, die mit großen Einbußen kämpfen und sich trotzdem mit der Situation arrangieren ohne zu jammern möchte ich sagen, ihr seid toll. Seid stolz drauf wenn ihr es selbst schafft. Ihr seid genau die Lokale, Geschäfte,... bei denen ich auch nach der Krise einkaufen bzw. konsumieren will.

Carlo62
4
16
Lesenswert?

Lieber Seppi

Das ist aber schon jammern auf hohem Niveau! Ich hatte auch Umsatzrückgänge von ca. 40% und habe keinen einzigen Cent Unterstützung bekommen!

Quack9020
4
12
Lesenswert?

Klage anhängig

Es sind bereits mehrere Klagen anhängig, wegen Ungleichbehandlung.

So sehr ich der Gastronomie die Förderungen vergönne, so groß ist mein Unverständnis, dass es dort eine Ausnahmeregelung gibt, denn Abhol- und Zustellservice darf aus dem Umsatz rausgerechnet werden. Und damit haben ALLE Gastronomen Anspruch auf sämtliche Förderungen, egal ob das Zustellen und Abholen ein Erfolg ist. Mitarbeiter in Kurzarbeit, Fixkostenzuschuss I+II, Ausfallsbonus, Ersatzbonus.

Es sollte hier für alle Branchen eigene Regelungen geben, nicht nur für die Gastro. Die Verteilung der Hilfen ist leider sehr ungeleichmässig und es korrekt, was Herr Hubmann sagt, zusperren, alle kündingen und er würde ausreichend Förderungen bekommen. Gastro November 2020 hat mit 3 Klicks im Finanzonline 80% vom November 2019 Umsatz bekommen.

kritik53
8
22
Lesenswert?

Grenzen

Es sollte jedem klar sein, dass Grenzen zu ziehen sind. Es wird immer jemand - egal, wo diese Grenze ist - knapp daneben liegen. Das Gejammere diverser Betriebe - ich führe selbst einen Betrieb - hängt mir trotzdem beim Hals heraus. Außerdem gibt es auch andere Hilfen, die der Bäcker beanspruchen kann. Er betreibt ein Jammern auf hohem Niveau, statt froh zu sein, dass es ihm immer noch wesentlich besser geht, als vielen anderen. Ich würde dieses Verhalten naheliegend auch als Neid bezeichnen.
Irgendwo müssen auch Grenzen gezogen werden, die nicht umgangen werden dürfen.

AndiK
10
33
Lesenswert?

Ist halt leider auch ein

weitverbreitetes Muster des Unternehmertums, zuallererst das Nichterreichen von Förderungsgrenzen zu bejammern, statt über den ( im Vergleich zu anderen Sparten) doch recht moderaten Rückgang froh zu sein.
Mein Betrieb hatte auch Rückgänge aber ich bin froh u stolz es ohne Kurzarbeit und Staatshilfen geschafft zu haben denn genau das sehe ich als meine Aufgabe.

Balrog206
6
11
Lesenswert?

Andi

Gute richtige Einstellung geht aber nur wenn die Einbußen sehr gering sind und dein Personaleinsatz auch ! Wenn du einen hohen Personaleinsatz hast u Rückgang wie willst das ohne Kua machen !

kritik53
4
10
Lesenswert?

Personaleinsatz

Es sollte sich aber überall herumgesprochen haben, dass es Kurzarbeit gibt. !!!!!!!

Krautwickel
6
32
Lesenswert?

Volles Verständnis

Ich beklage ebenfalls dies Regelung. 60% meines Umsatzes sind Kosten, die Ich nicht reduzieren kann ohne den Betrieb zu gefährden. Wenn ich also, ganz grob gerechnet 70% Umsatz habe bekomme ich nichts aber mein Gewinn, also mein Einkommen für meine Arbeit reduziert sich nicht um 30%, sondern um 75 %. Da arbeite ich also ohne ausreichendes Einkommen, nur das der Betrieb überleben kann. So muß man das mal sehen.
Und
@ tenke
Genau das ist ja was bemängelt wird. Um möglicherweise doch noch an Förderungen zu kommen, hätte er „reduzieren“ sollen wie sie sagen, also so tun als ob er nicht so viel Arbeit hat, was ja Betrug gleich kommt.

tenke
40
11
Lesenswert?

Seid noch FROH!

Offensichtlich war ausreichend Arbeit da und es ist Gott sei Dank keine staatliche Unterstützung notwendig.
Und was die 2 % angeht.... Hätte man eventuell auch noch selbst 'regulieren' (sprich weniger produzieren) können.