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Anträge ab Freitag möglichAusfallsbonus wird für März und April von 15 auf 30 Prozent erhöht

Statt 15 Prozent können nun 30 Prozent Ausfallsbonus beantragt werden. Voraussetzung ist ein Umsatzausfall von mindestens 40 Prozent. 34,6 Milliarden Corona-Hilfen ausbezahlt oder zugesagt.

Geldscheine
© APA/zb/Monika Skolimowska
 

Mit dem Ausfallsbonus sei im Februar ein sehr effektives und breitenwirksames Hilfsprogramm gestartet worden, meint Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP). Jedes Unternehmen, mit mehr als 40 Prozent Umsatzausfall können über FinanzOnline einen Bonus von bis zu 80.000 Euro pro Monat beantragen. "Um den Unternehmen im März und April noch einmal rasch Liquidität zu geben, wird der Ausfallsbonus für diesen Zeitraum angehoben", so Blümel in einer Aussendung. Statt 15 Prozent Ausfallsbonus können 30 Prozent  beantragt werden. Gemeinsam mit den 15 Prozent-Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss können somit 45 Prozent des Umsatzrückgangs beantragt werden.

Die Obergrenze für den Bonusteil des Ausfallsbonus werde für die beiden Monate von 30.000 auf 50.000 Euro angehoben. Damit können insgesamt bis zu 80.000 Euro pro Monat beantragt werden. Beantragbar ist der erhöhte Bonus für März ab 16. April via FinanzOnline. Mit der neuen Regelung könne den österreichischen Betrieben pro Monat 230 Millionen Euro mehr an Liquidität zur Verfügung gestellt werden.

Aktuell habe das Finanzministerium etwa 160.000 Anträge mit einem Volumen von fast einer Milliarde Euro erhalten. "Davon sind rund 110.000 Anträge mit einem Gesamtvolumen von über 700 Millionen Euro ausgezahlt worden. Im Durchschnitt landeten 7000 Euro pro Monat innerhalb von 10 Tagen bei den Antragstellern am Konto“, so Finanzminister Gernot Blümel.

Corona-Hilfen in Österreich

Mehr als 34,6 Milliarden Euro an Corona-Hilfen wurden bisher von der Bundesregierung zugesagt oder ausbezahlt.

Wie viel tatsächlich bisher auf den Konten der Empfänger gelandet ist, sei aber "eine schwierige Rechnung", so Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP).

Dies resultiere unter anderem daraus, dass Garantien übernommen wurden, von denen man nicht wisse, wie viele davon schlagend würden. Bei den Steuerstundungen sei es wiederum schwierig zu sagen, wie hoch der Rückfluss sein werde.

In Österreich sei jedenfalls deutlich mehr Hilfe pro Kopf ausbezahlt worden als in anderen Ländern in der EU, sagte der Minister und verwies auf eine Studie des industrienahen Wirtschaftsinstitutes EcoAustria.

Österreich habe 2020 mit fast 2600 Euro pro Kopf mehr als doppelt so hohe Covid-Maßnahmen ausbezahlt bzw. gewährt wie Deutschland (1.300 Euro) oder die Schweiz (1300 Euro) bzw. deutlich mehr als Schweden (ebenfalls 1.300 Euro), Italien (1700 Euro) oder die Niederlande (2200 Euro), wurde vorgerechnet

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