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360 Drehgestelle aus Graz500 Millionen Euro: Tschechische Bahnen bestellen bei Siemens 180 Waggons

Höhere Geschwindigkeiten, neue Züge: Der steirische Siemens-Standort profitiert von der Modernisierung der tschechischen Zugflotte.

© Siemens AG
 

Die Tschechischen Bahnen "České dráhy (ČD)" modernisieren ihre Flotte für inländische und internationale Fernverbindungen. Ein Konsortium aus Siemens Mobility und Škoda Transportation erhält in diesem Zusammenhang jetzt den Zuschlag für die Lieferung von "20 Einheiten mit jeweils neun Reisezugwagen vom Typ Viaggio Comfort", wie Siemens heute, Montag, per Aussendung mitteilt. Die Auslieferung der Garnituren erfolgt ab 2024 bis 2026. Der Auftragswert beläuft sich laut dem Unternehmen "auf rund eine halbe Milliarde Euro".

Aus österreichischer Sicht besonders relevant: Ein bedeutender Fertigungsanteil entfällt auf die beiden Siemens-Mobility-Werke in Graz und Wien. In Wien wird der Stahlbau-Wagenkasten durch den Einsatz verschiedenster Roboter- und Digitalisierungstechnologien gefertigt, aus Graz kommen insgesamt 360 Drehgestelle. 

Höhere Geschwindigkeiten

Die neuen Wagen, verspricht Siemens, sollen mit "barrierefreiem Zugang" und "Laufruhe bei hohen Geschwindigkeiten" punkten. In Tschechien ist es geplant, die Geschwindigkeit auf konventionellen Strecken auf 200 km/h zu erhöhen und Strecken für den Hochgeschwindigkeitsverkehr zu bauen. So können die Züge künftig mit mehr als der bisher zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h fahren.

Die insgesamt 180 Wagen werden von ČD für den Personenverkehr eingesetzt, zwei zusätzliche Wagen sollen vom Infrastrukturbetreiber der Tschechischen Bahnen zur Prüfung des Schienennetzes erworben werden. Bereits 2018 bestellten die Tschechischen Bahnen 50 Viaggio Comfort Reisezugwagen bei Siemens Mobility und Škoda Transportation.  

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