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Kein Zigarettentourismus Kärntner Trafikanten sind "Coronagewinner"

Dass man derzeit nicht einfach über die Grenze nach Slowenien fahren und sich mit günstigen Zigaretten eindecken kann, wirkt sich positiv auf die Umsätze der heimischen Trafikanten aus.

Kärntner Trafikanten verkaufen bedingt durch die Pandemie und geschlossene Grenzen wieder mehr Tabakwaren © Wolf
 

Schnell über die Grenze nach Slowenien fahren und günstiger Zigaretten kaufen - ein "Hobby" der Kärntner Raucher, das derzeit coronabedingt nicht ausgeübt werden kann. Eine Tatsache, welche sich positiv auf das Geschäft der Trafikanten auswirkt, wie auch der Obmann der Kärntner Trafikanten, Wolfgang Streißnig, bestätigt. Konkrete Zahlen würden aber noch nicht vorliegen. "Und es kompensiert auch nicht das, was wir in den vergangenen 20 Jahren verloren haben", stellt Streißnig klar. "Außerdem werden die Grenzen ja irgendwann auch wieder aufgehen."

Als systemrelevante Betriebe hätten Trafiken ja immer offen halten dürfen, und auch Kurzarbeit sei deshalb eigentlich kein Thema gewesen. "Es gibt aber natürlich Standorte in Einkaufszentren oder an Bahnhöfen, die derzeit mangels Frequenz nicht so gut funktionieren, wie sonst", so der Obmann.

Erhöhung der Tabaksteuer

Dass mit April wieder eine Erhöhung der Tabaksteuer kommt, und Rauchen damit wieder teurer wird, sieht Streißnig entspannt: "Ursprünglich war ja eine Erhöhung von 20 Cent geplant, jetzt sind es 10 Cent, das ist im Rahmen und somit vertretbar." Und er macht noch einmal darauf aufmerksam, dass "der Staat 2,3 Milliarden Euro alleine über die Tabaksteuer einnimmt".

Streißnig
Wolfgang Streißnig ist Obmann der Kärntner Trafikanten © Streißnig

In Kärnten gibt es aktuell 156 klassische Tabakfachgeschäfte und zusätzlich weitere 350 Verkaufsstellen zum Beispiel an Kassen in Supermärkten. Österreichweit beschäftigen 2303 Tabakfachgeschäfte 8000 Mitarbeiter, so Streißnig. Zusätzlich wiederum gibt es 2000 Verkaufsstellen.

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