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Bank-Chef Jauk im Interview"Jetzt stehen nach sehr langer Zeit alle Zeichen auf Inflation"

Christian Jauk, Vorsitzender der Grawe-Bankengruppe, über die Vergemeinschaftung von Schulden in der EU, die steigende Nervosität rund um die Inflation und eine Verteilungs- und Steuerdebatte, die aus seiner Sicht erst am Beginn steht.

Christian Jauk, Chef der Grawe-Bankengruppe
Christian Jauk, Chef der Grawe-Bankengruppe © (c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Mario Buehner)
 

Das Schreckgespenst der Inflation schien in den vergangenen Jahren vertrieben worden zu sein. Jetzt scheint es zurückzukehren. Der frühere US-Finanzminister Larry Summers attestierte unlängst sogar das größte Inflationsrisiko seit 40 Jahren. Zurecht?
CHRISTIAN JAUK: Die Notenbankenpolitik der letzten 30 Jahre war stärker geprägt durch Angst vor Deflation. Eine Inflation von zwei Prozent war ihr erklärtes Ziel, was negative Realzinsen erzeugte. Schlecht für Sparer, gut für Schuldner. Jetzt stehen nach sehr langer Zeit alle Zeichen auf Inflation. Die langen Zinsen reagieren bereits, vor allem in den USA. Das macht viele nervös.

Kommentare (10)
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duMont
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Nach der Corona Zeit

türmt sich ein giantischer Nachholbedarf auf. Also ein gigantisches Wirtschaftwachstum.

alsoalso
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Wertverlust von €

Der Wertverlust des Euro seit seiner Einführung ist mehr als die Hälfte. Das heißt jetzt - jetzt kommt die gallopierende Inflation

Carlo62
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Der Euro wurde im Jahr 2002 eingeführt...

...und die durchschnittliche jährliche Inflation lag um die 2 bis 2,5%, was eher niedrig ist. Nachdem der Euro nunmehr also 19 Jahre alt ist, ist eine Inflation um die 40 bis 45% also ganz notmal!

froed
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Inflation

Der Narrativ, dass es keine oder kaum Inflation gibt ist schlichtweg falsch.

Primär in den letzten Jahren halt am Immobilien, Aktien oder Kunstmarkt - aber wer Preise von Artikeln des täglichen Gebrauchs beobachtet, sieht über die letzten 20 Jahre sicher auch "Anpassungen"

melahide
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Das

ist schon witzig. Ich zahle 18,12 % von meinem Brutto in die Sozialversicherung ein. Und jede Menge Steuern. Dann kommen so Leute die dann sagen, wir alle müssten eine private Pensionsvorsorge treffen. Oder eine Zusatzkrankenversicherung. Dann auch noch Sachwerte schaffen. Und in den Kapitalmarkt gehen.... ähm...

Und dann wundert man sich, warum sich junge Menschen kein Vermögen schaffen können ....

zangie
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SV

im Normalfall zahlen Dienstnehmer 10,25%

zangie
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sv 10,25%

... für die Pensionsversicherung,
Rest ist Anteil Krankenversicherung (3,87%) Arbeitslosenversicherung (3%)

Ed2020
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Noch schlimmer

Und bei Firmenmitarbeitern zahlt der Dienstgeber noch einmal etwa 18% an die Sozialversicherung als Dienstgeberanteil. Sonst könnte man um diesen Betrag den Gehalt erhöhen.

melahide
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Ja

21,35 % ist der Dienstgeberanteil. Wenn jemand zb 3000 Euro Brutto hat zahlt man alleine (Dienstnehmer und Dienstgeber) 24 % in die staatliche Pension. Das sind 720 Euro, 14 mal. 40-45 Jahre lang. Und da ist unser Pensionssystem in Gefahr, dass ich eine Private Vorsorge treffen muss?

Lodengrün
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Darauf läuft es auch hinaus

Das wird nicht finanzierbar. Der Staat will diese leidige Angelegenheit loswerden. Die Frage stellt sich nur wer kann eine private Pensionsvorsorge treffen. Der Ruf kommt von denen für die das eben keine Frage ist. Auf der anderen Seite sind den AG die Zeitarbeitsmodelle so sympathisch. Es läuft wie in der USA darauf hinaus das man dann bei 2 solcher Firmen Arbeit hat. Auf die Pensionszeiten deren Eintrittsalter bei dann fast 70 ist, kommt ohnehin keiner. Alles eine Verschiebung der Probleme nach hinten.