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Mateschitz, Wolf, Pachleitner & Co.Goldrausch an der Weinstraße: Wer jetzt wo Millionen investiert

Zumindest dem Wein-Tourismus hat Corona im Vorjahr einen wahren Boom beschert. Jetzt wird in der Südsteiermark geplant und gebaut, was das Zeug hält. Es geht um Dutzende millionenschwere Projekte. Wer dahinter dahinter steckt, ein Überblick.

Michaela und Andreas Muster investierten Millionen in den Ratscher Landhaus
Michaela und Andreas Muster investierten Millionen in den Ratscher Landhaus © Ratscher Landhaus
 

Auch wenn die Südsteiermark schon seit Jahren als touristischer Hotspot gilt, erlebte der charakteristische Landstrich an der Grenze zu Slowenien im ersten Coronajahr einen Zuspruch wie nie zuvor. Als sichere Destination geltend, wurde die Region nach dem Lockdown im Frühjahr von urlaubshungrigen Weinliebhabern regelrecht gestürmt und war bis tief in den Herbst hinein ausgebucht. Eine Situation, die sich heuer wiederholen sollte und deshalb für heftige bauliche Aktivitäten in den Weinbergen sorgt. Es gilt, Kapazitäten für die Tausenden von neuen Gästen zu schaffen.

Kommentare (29)
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le justicier
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Die Reichen richten sich's - wo sind ihre Handlanger?

Die Südsteiermark ist großflächig als Naturpark ausgewiesen. Dies zum Schutze der Natur, des Landschaftsbildes und des Charakters der Gegend - und nicht zum Schutz der Interessen von Superreichen und Profithaien.
Angeblich sei es nicht möglich Flächen in Bauland umzuwidmen oder das Landschaftsbild nachteilig zu verändern. Das gilt zumindest für das Fußvolk und Einheimischen.

Anscheinend gelten für die Reichen andere Gesetze - eine Schande und man muss sich dagegen wehren und dem Treiben ein sofortiges Ende setzen.

Wo sind die Verantwortlichen, die gewählt wurden um die Interessen der Bürger, ihrer Wähler zu vertreten und gleiches Recht für alle sicherzustellen.

Offensichtlich haben die Bürgermeister versagt und manche sind gleicher als wir alle. Jene die ihre Pflicht vernachlässigt haben und Großinvestoren Baubewilligungen zugeschanzt haben , gehören zur Verantwortung gezogen.

Wo sind die Aufsichtsorgane im Land, oder sind die auch gek...……?

madamecurieII
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?

Freu mich schon auf die Hubschrauber, da haben wir alles was davon.

hermyne
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Trauerspiel

Diese Entwicklung ist ein einziges Trauerspiel. Achtung, die Finanzhyänen sind unterwegs und planen die Vertreibung der gewöhnlichen Menschen aus dem Paradies, das dann durch die Hautevolee möglichst exklusiv in Anspruch genommen werden soll.

dieRealität2020
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ich sehe da kein Problem

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wenn ein Käufer alle gesetzlichen Voraussetzungen die für den Ankauf dieser Liegenschaften (Bauflächen und landwirtschaftlich genutzten Flächen - Weinbau) erfüllt, dann kann der Verkauf nicht verhindert werden. Vergleichbare Fälle zeigen das in unserer Judikatur. Wie man sehen kann, sind verständlicherweise aus gewerberechtlichen und finanziellen Gründen Käufer nicht immer mit den Investoren ident. Im Übrigen müssen die Eigentümer nicht verkaufen.
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Menschlich aber verständlich warum sollten sich die Besitzer oder spätere Erben mit der Arbeit (Vermietung und Weinbau) herumschlagen, wenn sie die Möglichkeit haben ein ansprechenderes Leben zu führen? Denken sie an die Pandemie und den Lockdowns.
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So einmalig ist dieser Teil der Steiermark auch nicht. Es gibt genug vergleichbare schöne Landschaftsteile in der Steiermark. Der Konsument hat immer die Möglichkeit in andere Gegenden und Betriebe auszuweichen.
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Und es ist nicht einzusehen, warum ein Privatgrund der Öffentlichkeit ohne bestimmter Voraussetzungen zugänglich sein sollte. Die bekannte Problematik für die Grundbesitzer um diese benutzen Flächen sind nahezu endlos. 100 Gründe es abzulehnen. Fremde Personen benutzen schlicht und einfach diese Flächen als wären sie ihr Besitz. Rücksichtslos und anmaßend. Und der Grundbesitzer sollte zahlen. Das ist die Realität.

dieRealität2020
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das Land sollte darauf achten, dass bei Erweiterungen von Bauflächen und landwirtschftlichen genutzten Flächen

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das u.a. der Flächenwidmungsplan Bauflächen und landwirtschaftlich genutzten Flächen der entsprechenden Nutzung der Liegenschaft entspricht und auch die Bedingungen einer Betriebsgenehmigung den rechtlichen Voraussetzungen erfüllt. Für den Erwerb derartiger Flächen und Betrieb gibt es unzählige gesetzlichen Bestimmungen und Bewilligungsverfahren.

rochuskobler
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Disneyland des Weines

Die Superreichen besetzen die wunderschöne Südsteiermark und machen sie zum Eldorado der Schickimicki Gesellschaft. Schade um die einzigartige Kultur- und Genusslandschaft.

pescador
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Weinstraße

Das einstige Flair der Weinstraße ist leider vorbei. Sie verkommt zum Spielplatz der Reichen. Geld, Luxus und unpersönlicher Tourismus dominieren. Schade um diese schöne Gegend.

Pelikan22
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Und wieviele ....

Arbeitsplätze sichern die Herren? Förderungen - so hört man - fließen reichlich! Und in Slowenien stellen sich die Fachleute schon an!

Reipsi
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Bitte nicht mit viel

Geld die Gegend verändern und das schöne zerstören, Geld ist gut aber zuviel macht alles kaputt, Südsteirer, komme selbst aus der Gegend, lasst eure Gegend nicht zerstören, verkauft nicht alles, man kann es nicht wieder gut machen.

blackpanther
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Schade

Diese schöne Gegend verkommt immer mehr zu einer Spielwiese der Superreichen. Für den Normalsterblichen wird kein Platz mehr bleiben - 4.000,— Euro pro Tag mit mindestens drei Aufenthaltstagen für das Ex-Muster Anwesen wird sich der Durchschnittsverdiener nicht leisten können. Und dass die Grundstückspreise in die Höhe getrieben werden, wird die Erbengeneration dort merken - ein Auszahlen wird aufgrund der Wahnsinnspreise nicht mehr möglich sein, d h es muss dann weiter verkauft werden- und die Investoren werden schon darauf warten...

redlands
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ist alles verloren...leider!

gegen diese „leute“ und deren handlanger (vom bürgermeister bis zum lh) hat niemand eine chance! da werden ganze strassen verlegt wenns einer gern so hätte..(wolf)...; mateschitz möchte ich hier ausnehmen-der hat bisher immer nur alles besser werden lassen! aber die anderen „wanna-be‘s“ (teils mit extremem napoleonsyndrom) sind einfach nur peinlich umd richten extremen schaden an auf kosten der einheimischen.

ma12
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jaja

Den Einheimischen gehört eh nichts mehr. Die sogenannten großen Winzer sind ja meist nur mehr Angestellte auf "ihrem" Weinberg". Diese Gegend wird das "Kitzbühel" der Steiermark. Nur mehr Reiche und Investoren besitzen alles und die Einheimischen "dürfen auswandern" oder als "Knechte" dort bleiben.

zweigerl
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Auf null stellen

In Italien ("THema des Tages") kauft eine "Agromafia" den Staat auf, in der Südsteiermark krallen sich die bekannten "Investoren" die letzten Plätze mit hervorragender Lage. Wie wäre es, diese Gier durch das lockdownbedingte Auf-Null-Stellen der neoliberalen Ausbeutergesellschaft zu beenden? Man könnte ob solcher Berichte noch zu einem "KOmmunisten" werden oder sich zynisch den permanenten Lockdown herbeisehnen, auf dass diesen Geschäftemacher.n endlich ihr Geschäft verdorben wird.

bundavica
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Schön

Alles zubetonieren....gibt's den nur mehr Profitgier und keiner denkt an die Umwelt?

wolfisch
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Proteste

Wo sind jetzt die, die dagegen prostestieren und auf die Strasse gehen? Oder haben die schon gebucht?

Heinz-55
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Is eh super

Jetzt wird nicht nur die stadt zubetoniert sondern auch unser schönes Land Steiermark!verkaufen tuns die bauern aber bewilligen müssen es die Bürgermeister und die haben keine Skrupel. So schaut umweltfreundliche und nachhaltige politik aus. Herr schutzenhofer versagt hier wieder einmal.

Bereits
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Kann man da als Normalbürger noch hinfahren? Oder wird alles abgesperrt und exklusiv?

Pelikan22
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Abgsperrt und exclusiv!

Da brauchst net hinfoahrn um a Jaus'n im Buschenschank! Wia in der Karlau! Nur für die Haute voille!

smithers
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Man darf sich das alles natürlich als Normalbürger auch noch anschauen

Zumindest von der slowenischen Seite her.

MISS_S
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Exklusiv....

Ganz sicher aber für uns Mittelstand wohl nicht ;)

beneathome
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Finanzwelt kennt keine Grenzen

Kaufen, verkaufen, Money makes the world go around!
Diese Seuche ist nicht mehr aufzuhalten und ist schlimmer als Covid. Die Spaltung in arm und reich beschleunigt sich, bis die Grenze der Spannungen und Unzufriedenheit überschritten ist. Was kommt dann immer!? Es wäre besser, das Kapital nachhaltig in sozial und ökologisch verträgliche Projekte zu stecken, als im egoistischen Wettbewerb die übrig gebliebenen Landstriche aufzukaufen und die Einwohner in die Städte zu vertreiben. Aber das macht anscheinend nicht so viel Spaß.

donots1
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Ich fass es nicht:

Was für ein Abgesang zur Zerstörung von Natur.
So wies ausschaut kann der normale Steirer seine Heimat bald nicht mehr genießen.

Ragnar Lodbrok
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Pseudo und Möchtegernweinbauern, die keine Ahnung haben

von echter Qualität.
Diese Investoren treiben die Grundstückspreise derart in die Höhe, das die einheimische Bevölkerung keine Chance mehr hat.
Was hier entsteht ist, langfristig, eine Katastrophe.
Natürlich sehen die Verkäufer jetzt nur das Geld - waren die Bauern und Weinbauern noch in den 70ern mehr oder weniger Keuschler. Durch massive EU Förderungen in den letzten 20 Jahren konnten sich die Bauern in der Gegend wirklich etwas schaffen, von dem Sie auch leben konnten. Jetzt beginnt der Ausverkauf!

Pelikan22
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Dem TOM g'hört eh nix mehr!

Der Betrieb am Hochkittenberg hat nur mehr den Namen. Alles andere g'hört dem M.

peterherrm
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Platz für Anbau...

...wenn die Geldsäcke so weiterbauen,wird bald kein Platz mehr für den Weinbau da sein. Da müssen sie den Wein dann aus dem Ausland importieren damit sie ihre Megaweinkeller füllen können 🤪.... abgesehen von der Verschandelung der Gegend mit ihnen Schuhschachtelhäusern...als Normalverdiener kann man sich einen Buschenschankbesuch in der Gegend eh nicht mehr leisten...GsD gibt es noch die Südoststeiermark!!

Nixalsverdruss
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Reichtum ist keine Schande?

Die Südsteiermark hat schon mehrmals eine Heuschreckenplage überstanden: diese sind dann weiter gezogen und haben ein verwüstetes Land zurückgelassen.
Die Armen waren und sind immer die Bauern, deren beste Flächen dahin sind. Es ist ein schlechtes Sittenbild des Kapitalmarktes und offensichtlich ein Zeichen dafür, dass die Reichen es sich immer richten können.
Wie geht es weiter: Fahrverbote, Durchgangsverbote für Geh- und Radwege, ersessene Servitutsrechte werden mit einer Armada von Anwälten bekämpft.
Längst überfällig ist eine Selbstdeklaration der Investoren, dass auch noch verbleibende Landwirte Rechte haben - und nicht als nächste am Servierteller der Heuschrecken stehen.

 
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