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Davon 500 in der SteiermarkSteirische Knapp AG expandiert und sucht 1000 neue Mitarbeiter

Der Intralogistik-Spezialist mit Hauptsitz in Hart bei Graz baut Standorte weiter aus, für kommende Wachstumsschritte sollen zu den rund 5000 Mitarbeitern bis Früjahr 2021 weitere 1000 hinzukommen. 50-Millionen-Euro-Großauftrag für neues Hightech-Logistikzentrum des Kosmetik-Riesen Douglas.

© Knapp AG
 

Es sind Zahlen, die in Zeiten wie diesen fast unwirklich erscheinen: Der steirische Intralogistik-Spezialist Knapp AG mit Hauptsitz in Hart bei Graz plant im kommenden Wirtschaftsjahr (ab 1. 4. 2021) einen Expansionsschub, der seinesgleichen sucht: Das Unternehmen will global 1000 neue Mitarbeiter einstellen, davon rund 500 in der Steiermark – neben der Zentrale in Hart bei Graz gibt es weitere Standorte in Leoben, Dobl und Raaba-Grambach sowie auch ein Engineering Büro in Klagenfurt.

Das Führungstrio des Technologieunternehmens Gerald Hofer, Franz Mathi und Christian Grabner macht keinen Hehl daraus, dass das Jahr 2020 "wie für andere Unternehmen auch, eine enorme Herausforderung" war. Dennoch seien die Auftragsbücher "auch aufgrund von Investitionsprogrammen von Bestandskunden langfristig gut gefüllt", wie Hofer betont. Daher sollen zu den derzeit rund 5000 Mitarbeitern "im kommenden Wirtschaftsjahr fast 1000 neue Kollegen hinzukommen, rund die Hälfte davon in Österreich". Die Fertigungskapazitäten in der Assemblierung sollen um 50 Prozent ausgebaut werden, betont Hofer im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. Dass ein Mitarbeiteraufbau in dieser Dimension - auch in  Zeiten wie diesen - nicht ganz einfach ist, sei klar, "bei Fachkräften ist das auch jetzt nicht einfach", so Hofer. Dem Unternehmen gehe es nicht darum, "auf die Pauke zu hauen, wir wollen das in aller Demut kommunizieren, aber auch ein positives Signal aussenden und zeigen, dass die Zeiten wieder besser werden". Ganz entscheidend sei dabei das gesamte Team, "ohne den Einsatz unserer Mitarbeiter wäre das alles nicht möglich", sagt Hofer. Das Ziel laute: "Mit Ende des kommenden Geschäftsjahres, also Ende März 2022 wollen wir 6000 Mitarbeiter beschäftigen." Das Recruiting laufe jedenfalls bereits auf Hochtouren.

Führungstrio der Knapp AG: COO Franz Mathi, CEO Gerald Hofer und CFO Christian Grabner
Führungstrio der Knapp AG: COO Franz Mathi, CEO Gerald Hofer und CFO Christian Grabner Foto © (c) KANIZAJ

Knapp-Finanzvorstand Christian Grabner betont: „Wir suchen Einsteiger sowie Professionals, die mit uns gemeinsam internationale Projekte von Kanada bis Australien abwickeln.“ Er verweist auf "vielseitige Karrieremöglichkeiten" im Unternehmen, "wer bei uns beispielsweise als Lehrling beginnt, dem stehen vielfältige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten und Jobperspektiven offen". Mit dem kontinuierlichen Ausbau der Standorte werden vor allem Fachkräfte mit Abschluss einer Lehre, HTL oder Studium im Bereich Software/IT, Mechatronik, Metalltechnik, Elektrotechnik oder Betriebswirtschaft gesucht, so Grabner.

Neue Aufträge: Auch Douglas setzt auf Knapp-Know-how

Der gegenwärtige Auftragseingang präsentiert sich vielversprechend. Hofer: „Die hohen Investitionen in Entwicklung und Internationalisierung machen sich in Form von Auftragseingängen – unter anderem aus Deutschland, England, Brasilien und den USA – bezahlt." Ganz aktuell konnte etwa ein Großauftrag von Arvato Supply Chain Solutions für die Ausstattung des neuen, hochmodernen Distributionszentrums für den Kosmetik-Riesen Douglas an Land gezogen werden. Das Auftragsvolumen liegt bei rund 50 Millionen Euro. Auf einer Gesamtfläche von 38.000 Quadratmetern werde Arvato künftig die komplette Logistik und das Fulfillment für Bestellungen aus den Online-Shops von Douglas in der DACH Region und den Niederlanden für bis zu 150.000 verschiedene Artikel managen.

Franz Mathi betont: "Unsere intelligenten Lagersysteme leisteten einen wichtigen Beitrag in der sicheren Versorgung von Menschen auf der ganzen Welt, auch im Lebensmittelhandel und im pharmazeutischen Bereich." Die Lockdowns und die Coronakrise sorgte auch bei der Knapp AG für Herausforderungen. „Während der schwierigen Phase des ersten Lockdowns und danach konnten wir durch das starke Engagement unserer Mitarbeiter und dank unseres Sicherheitskonzepts die Produktion im Haus durchgehend aufrechterhalten und so unsere Kundenprojekte und alle Serviceleistungen weiter ausführen“, so Mathi.

Kommentare (3)
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beneathome
8
3
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Gut ist

dass wir international reüssieren können. Schlecht ist, dass wir wie in diesem Fall zur Diskonterherrschaften und Megatrends beisteuern und nicht sehen, dass wir Sklaven unserer selbst werden.

gaischek
0
39
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Gute Nachrichten

Da kann man zurecht stolz sein, dass es in dieser Zeit solche steirische Vorzeige Unternehmen gibt, die nicht abbauen sondern expandieren. Hier wurde und wird offenbar vieles richtig gemacht

Alfa166
4
21
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Und ich bin stolz darauf bei Knapp schon seit über 5 Jahren zu arbeiten!

👌