535.470 Menschen sind in Österreich derzeit arbeitslos. Und die Wirtschaft trübt sich weiter ein. Wie das wöchentliche Konjunkturbarometer des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) zeigt, beschleunigte sich der Abwärtstrend im Jänner. Lag der Wirtschaftseinbruch Anfang Jänner noch bei 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert, waren es zuletzt wieder fast 14 Prozent.

Die für Ende Jänner angekündigten Coronahilfen für vom Lockdown indirekt betroffene Betriebe und Zulieferer sollen in Kürze möglich sein. Die Hilfen sind laut dem Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) "de facto fertig" und können "in den nächsten Tagen und Wochen" beantragt werden. Es habe länger gedauert, weil die indirekt Betroffenen nicht leicht zu erheben gewesen seien. Ob es bei den Steuerstundungen über Ende März hinaus noch eine Verlängerung geben wird, ließ der Finanzminister offen.

Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) appellierte, sich an die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus zu halten und die Kontakte einzuschränken, um größere Schwierigkeiten zu vermeiden und die Wirtschaft nicht weiter zu belasten.

Arbeitsminister Martin Kocher
Arbeitsminister Martin Kocher
© APA/Helmut Fohringer

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) kündigte an, dass der Durchführungszeitraum bei der Investitionsprämie um je ein Jahr verlängert werde. Bei einem Investitionsvolumen bis zu 20 Millionen Euro hat die Inbetriebnahme und Bezahlung nun bis Ende Februar 2023 zu erfolgen, bei Investitionen über 20 Millionen Euro ist zwei Jahre länger Zeit, bis Ende Februar 2025.

Wirtschaftsministerin Margarethe Schramböck
Wirtschaftsministerin Margarethe Schramböck
© APA/Helmut Fohringer