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Mehr Schulungsteilnehmer535.470 Arbeitslose in Österreich: Anstieg um 27 Prozent

Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist weiter steigend. Ende Jänner waren 535.470 Menschen ohne Job - ein Anstieg um 27 Prozent im Vergleich zu 2020 und um fast 15.000 Betroffene im Vergleich zum Vormonat.

© KLZ/Jürgen Fuchs
 

Der andauernde Corona-Lockdown und der fehlende Wintersaisonstart im Tourismus belasten weiterhin den Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer lag Ende Jänner im Vergleich zum Vorjahresmonat um 27 Prozent höher. 535.470 Personen waren arbeitslos gemeldet oder in AMS-Schulung, das sind um 114.769 mehr als im Jänner 2020. Zum Vergleich: Ende Dezember waren 520.919 Menschen ohne Job.

Der coronabedingte Höchststand wurde Mitte April 2020 mit 588.000 Arbeitslosen erreicht. Die Arbeitslosenquote lag Ende Jänner in Österreich mit 11,4 Prozent um 2,8 Prozentpunkte höher als im Jänner 2020. Vor zwei Jahren betrug die Arbeitslosenquote im Jänner 9 Prozent.

Mehr Schulungsteilnehmer

"Die Jännerbilanz zeigt, dass wir uns, bedingt durch die Pandemie, nach wie vor in einer sehr schwierigen Situation am Arbeitsmarkt befinden", kommentierte Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) die aktuellen Arbeitslosenzahlen am Montag in einer Aussendung. "Vor allem der aufgrund der epidemiologischen Lage notwendige Lockdown macht sich bemerkbar."

Trotz aller Herausforderungen sei positiv, dass die Arbeitslosigkeit über den gesamten Jänner auf "relativ konstantem Niveau" geblieben sei und ein Anstieg der Schulungsteilnehmer zu verzeichnen sei, so Kocher. Laut dem Arbeitsminister ist das Plus bei den Schulungsteilnehmern vor allem auf die Corona-Joboffensive mit ihrem Qualifizierungsangebot zurückzuführen.

Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten ging im Jänner im Vergleich zum Vorjahresmonat laut vorläufiger Prognose um 3,3 Prozent auf 3,636 Millionen zurück. Die Anzahl der sofort verfügbaren Stellen schrumpfte um 18,5 Prozent auf rund 58.347.

 

Kommentare (4)
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Hapi67
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6
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Nach den bisherigen

Aussagen des neuen Arbeitsminister, gehe ich davon aus, dass die Kurzarbeit für die betroffenen Branchen über dem 31.3. verlängert wird und diese damit ja nicht zu den Arbeitslosen zählen werden.
Für alle anderen Bereiche(Wiederöffnung) ergibt sich dadurch ein höherer Peronalbedarf(wird nicht bei den 55000 bleiben) bei gleichzeitig steigender Arbeitssuchender/Arbeitsloser.

Beim Thema der befristeten/unbefristeten Erhöhung des Arbeitslosengeld kommt hoffentlich eine schon lang debattierte Überarbeitung mit zeitlich befristeten höheren Anfangsbezug, der im Sinne eines Leistungsanreizes sukzessive reduziert wird.
Bei den derzeit geführten Debatten im Vergleich zu anderen Staaten seitens AK, Gewerkschaften, SPÖ versus Regierung argumentieren völlig überraschend beide Seiten nach dem Prinzip der Standort bestimmt den Standpunkt.
Zynisch sehe ich den neuen Arbeitsminister nicht, die Frage ist eher, was im System Kurz möglich ist.

GordonKelz
3
11
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Wenn man Kinder und Jugendliche...

...wegzählt, dann ist bald ganz Kärnten
ARBEITSLOS....!!
Gordon

SANDOKAN13
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5
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Wenn Gastro nicht aufsperrt

nochmal 100 tausend mehr.

BernddasBrot
4
10
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Der neue Arbeitsminister sagte dazu,

Arbeitslose auf keinen Fall erhöhen , wäre negative Motivation ??? Sollten die Kurzarbeit in einigen Monaten auch noch reduziert werden , bei knapp 55.000 offenen Stellen , dann klingt das schon eher zynisch......