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Arbeitsmarktservice Arbeitslosengeld wird deutlich seltener gestrichen

Weil weniger offene Stellen besetzt wurden, wurden von Mitte März bis Mitte Mai überhaupt keine Sanktionen ausgesprochen. Generell sind die Sanktionen 2020 gegenüber 2019 um ein Drittel zurückgegangen.

Das Arbeitslosengeld wurde 2020 um ein Drittel weniger oft gestrichen als 2019 © Butch - Fotolia
 

Das Arbeitsmarktservice hat im Vorjahr viel weniger Menschen die Arbeitslosen- oder Notstandshilfe gestrichen als im Jahr davor. Auslöser waren der starke Rückgang bei den offenen Stellen und ein genereller Verzicht auf solche Sperren zwischen Mitte März und Mitte Mai, teilte das AMS am Montag mit. Zwar ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen auf knapp über eine Million gestiegen, aber es wurden nur 329.449 freien Stellen gemeldet - ein Viertel weniger als 2019.

93.199 Mal sperrte das AMS 2020 Arbeitslosen- oder Notstandsgeld, das waren gut ein Drittel (36,02 Prozent) weniger Sanktionen als 2019. Etwas weniger als die Hälfte der Sperren (42.719 Fälle) betraf echte Missbrauchsfälle, darunter wurde 583 Mal die Unterstützung wegen Arbeitsunwilligkeit ganz gestrichen. Wer die Arbeit oder Schulung nicht aufnimmt, muss sechs Wochen, bei Wiederholung acht Wochen auf Unterstützung verzichten. Das betraf fast 19.000 Fälle. Wer unentschuldigt an einzelnen Tagen Schulungen verpasste, bekam für diese Tage kein Geld - das kam in rund 23.200 Fällen vor.

"Mit dem Rückgang der offenen Stellen der Unternehmen sank auch die Zahl der Rückmeldungen, die Ausgangspunkt für Sperren wegen Missbrauch von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe sind. Außerdem hatten wir aufgrund der Corona-Situation zwischen Mitte März und Mitte Mai überhaupt keine Sanktionen ausgesprochen", erklärte Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS), in der Aussendung.

Unentschuldigt fern geblieben

Zusätzlich zu den Missbrauchsfällen blieben Jobsuchende 22.000 Mal unentschuldigt einem vereinbarten AMS-Termin fern - und verloren ihre Unterstützung bis zum nächsten Termin. Meist handelte es sich um "wenige Tage", so das AMS. "Dieser Rückgang erklärt sich mit deutlich weniger AMS-Terminen aufgrund der Corona-Situation", schreibt Kopf.

Weitere 28.400 Personen bekamen für vier Wochen kein Arbeitslosengeld, weil sie selbst gekündigt hatten, auch in dieser Kategorie gab es einen Rückgang von 12,9 Prozent. "Auch hier dürfte Corona seine Spuren zeigen. Bei unsicherer Arbeitsmarktlage beenden Arbeitskräfte ihr Dienstverhältnis von selbst einfach seltener", so Kopf.

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Triscope
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Stimmt nicht.

Ich habe 2020 meinen job als koch verloren und kam zum Ams dann einige Monate später bekam ich ein Angebot von einem Maurer zugeschickt auf anruf und Bewerbung sagte er ja es ist für 2-3 wochen. Danach ist die Saison zu ende ich teilte das dem Ams mit das ich sie nicht annehme da ich kältetechnisch nicht so resistent bin darauf hin sperrten sie mir das Geld ich bekam die Rückwirkung nur über Umwege Presse Ombus Stelle etc.

melahide
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Warum

Sollte man Arbeitslosengeld auch streichen? Das ist eine Versicherungsleistung...

Peter23
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Ich hatte leider aber das pech

Bin leider gerade arbeitslos. Und sogar in den Notstand gekommen. Mir wurde das aber nicht gesagt das ich neu anmelden muss.
Obwohl ich jede Woche min. einmal Kontakt mit einen Ams Mitarbeiter hatte.
War auch jede Woche wo vorstellen zumindest per Mail.

Dann sagten sie mir aufeinmal.
Ja sie sind ja schon seit 26 Tage nicht angemeldet.......
What the fuck

Und ich habe nur 150 Euro bekommen für Dezember.😢
Super bei 600 fix kosten
Und sie fühlten sich zwar Schuld aber die auszahlung macht eine andere Partie da könne sie nix mehr machen wurde mir gesagt

Keine Weihnachts geschenke nix zum essen und sunst naja was soll i da sagen.
Bin blöder weise auch Österreicher muss ich dazu sagen. Großer Nachteil beim Amt

SANDOKAN13
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Wir in den Endfünfzigern

sind jetzt auch alle gekündigt worden. Grazie Herr Kurz. Wird zäh werden die Zukunft

DannyHanny
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Viele Unternehmen

Haben auch unter Vorwand der " Coronakrise", die Gelegenheit genutzt, ihre " Alten" und " teuren"Mitarbeiter zu kündigen!
Und wenn's irgendwann wieder gut läuft, auf junge und billigere Arbeitskräfte zu setzen!
Eine Bekannte ( 57+) wurde nach 20 Jahren in der Firma gekündigt, wegen Auftragsmangel!
2 Wochen später wurde Sie vom AMS aufgefordert sich dort zu bewerben, weil man dringend Arbeitskräfte sucht!!
2 Jahre vor der Pension ist es fast aussichtslos Bewerbungen zu schicken, ihr wird höchst selten geantwortet und wen dann Absagen!

StefanDelano
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Das System ist Schuld

Da ist leider auch zum großen Teil das System schuld. Es macht keinen Sinn, dass Menschen unabhängig von ihrer Produktivität immer mehr verdienen. Es wird niemand glaubhaft vermitteln können, dass z.B. ein 55 jährige Kassiererin besser ist als eine 45 jährige. Oder das ein Maurer mit 50 wirklich besser ist als ein Maurer mit 40. Zusätzlich gibt es für die Unternehmen zig Auflagen bei dem Umgang mit älteren Mitarbeitern - es ist daher logisch, dass sich Unternehmen dem nur stellen, wenn sie keine anderen Arbeitskräfte findet.

Und wer jetzt Unternehmer kritisiert: Keiner von uns geht freiwillig ein Risiko ein, dass ihm oder ihr nichts bringt. Außerdem steht im ersten Paragraph im Unternehmergesetztbuch Österreichs, dass ein Unternehmer sich strafbar macht, wenn er/sie unnötiges Risiko eingeht.

Ich wäre vielmehr für eine Erhöhung des Mindestlohns, dann eine Anpassung für die ersten 10 Arbeitsjahre und danach nur noch individuelle Gehaltsverhandlungen. Damit würde man den Jungen, die das Geld brauchen, entgegenkommen und sie wären nicht soviel billiger als ältere Arbeitskräfte. Auf der anderen Seite erhält man so die Beschäftigungssicherheit der Älteren.

Nur in Österreich erwarten sich Menschen ernsthaft immer mehr zu verdienen, obwohl ihre Leistung nicht steigt. Absurd.

Hapi67
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Gut erkannt und

auch gewisse Gewerkschaften(Handel) haben dementsprechend auch schon Ihre KV abgeändert unter den Punkten: höhere Einstiegsgehälter, weniger automatisierte Vorrückungen nur aufgrund der Dienstjahre, Endgehalt bleibt gleich.
Ist zugleich ein Schutz für bestehende ältere Arbeitnehmer und auch das Kostenargument(Delta Einkommen alt/jung)bei Neueinstellungen ist dadurch nicht mehr so ausschlaggebend.
Ist halt wie so vieles historisch gewachsen und braucht dementsprechend lange um es an Jetztzeit anzupassen.

SANDOKAN13
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So ist es

aber ich geniesse den vorgezogenen Ruhestand. Verdient habe ich genug, somit keine Geldsorgen. Lebensqualität pur , um die Dinge zu machen, die ich immer schon machen wollte. 5, 6 Jahre stempeln und dann ab in die Pensi!!

Hapi67
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Verstehe ich jetzt nicht,

wird es zäh werden in der Zukunft(den Eindruck konnte man im ersten Posting gewinnen) oder ist ohnehin alles super wie im zweiten geschrieben?
Und was hat Herr Kurz mit Ihrer Kündigung zu tun?
Schade, dass Sie bei einem ernsten Thema, dass momentan viele betrifft, versuchen politische Spielchen zu spielen
Ich gönne Ihnen jedenfalls die Freizeit und das Geld und machen Sie was sinnvolles daraus.