Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Öffnung am 8. Februar nicht fixStarker Anstieg: Fast 26.000 Menschen mehr in Kurzarbeit

Der Lockdown wurde verlängert, die touristische Wintersaison ist damit gelaufen. Arbeitsminister Martin Kocher geht auch nicht fix davon aus, dass der 8. Februar als Öffnungstermin hält. Für Tourismusministerin Elisabeth Köstinger ist es wichtig die Mitarbeiter im Tourismus zu halten.

EDEREROeFFNUNG GASTRONOMIE
© APA/GEORG HOCHMUTH
 

533.000 Menschen sind aktuell arbeitslos - um rund 112.000 Menschen mehr, als vor einem Jahr, so Arbeitsminister Martin Kocher. Der fehlende Saisonstart im Tourismus spiele hier unter anderem eine wesentliche Rolle. Öffnungsschritte seien aber wie sich gezeigt habe zu riskant und nicht nachhaltig. Und auch der 8. Februar als Öffnungstermin, sei, so Kocher nicht in Stein gemeißelt. 73.000 Menschen sind momentan alleine im Tourismus arbeitslos.

Eine Verringerung der Arbeitslosigkeit wird nur möglich sein, wenn es die ersten Öffnungsschritte gibt. Es sind, so Kocher um fast 26.000 Menschen mehr in Kurzarbeit als noch vergangene Woche. Es gebe jetzt Gespräche mit den Sozialpartnern über die Verlängerung der Kurzarbeit. Kocher glaubt nicht, dass es regelrechte Pleitewellen aufgrund von Corona geben wird. Mit deutlich mehr Insolvenzen als 2020 sei aber zu rechnen, weil einige Insolvenzen sich in das heurige Jahr verschoben hätten. 

Arbeitsminister Kocher, Tourismusministerin Köstinger am Dienstag vor der Pressekonferenz Foto © APA/HANS PUNZ

Kurzarbeit werde auch im Tourismus als Kriseninstrument stark genutzt. Rund ein Viertel der Kurzarbeitenden sind aus dem Tourismus, so Kocher.

"Die Arbeitsmarktsituation ist durch die Coronakrise im Tourismus dramatisch. Zentral wird sein, dass das Mittel der Kurzarbeit weiter bestehen bleibt und auf die besonderen Gegebenheiten im Tourismus angepasst wird", sagt Tourismusministerin Elisabeth Köstinger.

Ein wichtiger Punkt werde sein, die Mitarbeiter im Tourismus zu halten, damit die Betriebe beim Hochfahren auch gerüstet sein werden, so Köstinger. Im Tourismus werde auch ganz klar auf den Digitalisierungsbereich gesetzt. Auch die Qualifizierung der Mitarbeiter ist ein Thema.

"Es war noch nie so ersichtlich und klar wie wichtig der Tourismus als Branche für Österreich ist. Das geht hin bis zu Wäscherei- und Bäckereibetrieben, denen der Absatz im Tourismus massiv fehlt", sagt die Tourismusministerin.

 

 

 

 

 


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Kommentare (3)
Kommentieren
ronin1234
14
11
Lesenswert?

Reaktion

Da werden einige Betriebe die jetzige Situation ausnützen und Kurzarbeit beantragen obwohl es nicht notwendig wäre, nur um Geld vom Staat kassieren zu können.

fans61
11
30
Lesenswert?

Gratuliere

der Bundesregierung. Geschafft.

Lepus52
18
38
Lesenswert?

Köstinger ist nett, aber inhaltlich schwach

Der volkswirtschaftliche Wert des Fremdenverkehrs wird überschätzt. Die Infrastukturkosten trägt der Steuerzahler. Hohe Fluktuation und saisonale Arbeitslosigkeit. Hohe Ausländerbeschäftigungsquote. Hoher Umwelt- und Naturverbrauch. Förderungen sollten nur Ganzjahresbetriebe bekommen.