Gemetzel, Schock, Massaker, Absturz – spätestens ab 9. März musste das gesamte Repertoire an Crash-Vokabular herhalten, um zu beschreiben, was sich da an den globalen Aktienmärkten abspielt. Als deutlich wurde, wie stark sich die Corona-Pandemie in so gut wie alle Teile der Wirtschaft hineinfräst, dass eine globale Rezession bevorsteht und auch in Europa Lockdowns notwendig werden, gab es zunächst kein Halten mehr. Die Kurse stürzten in beispiellosem Tempo nach unten. Zwischen 18. Februar und 17. März hat sich der Wiener Leitindex ATX halbiert. Drei der historisch fünf verlustreichsten Tage der gesamten ATX-Historie (seit 1991) entfallen auf die erste März-Hälfte dieses Jahres, am 12. März wurde mit 13,65 Prozent das bis dato höchste Tagesminus überhaupt verbucht.