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A. Millik & Neffe KG Mehr als 100 Jahre alte Baufirma schlittert in die Insolvenz

Wiener Traditionsfirma muss sich selbst sanieren. Auftragseinbruch in Pandemie - Bauarbeiten der auf Sanierungen spezialisierte Millik & Neffe KG gehen weiter.

© KLZ/Markus Traussnig
 

Die auf Sanierungen alter Bausubstanz spezialisierte Wiener Traditionsfirma A. Millik & Neffe KG und Pawlick & Co GmbH muss sich selbst sanieren. Sie hat einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens gestellt. Als Grund geben die verbundenen Unternehmen darin Nachfrage- und Auftragsrückgänge wegen der Coronakrise an, so der AKV am Montag. Das Unternehmen mit 34 Mitarbeitern geht auf das Jahr 1910 zurück. Bauaufträge werden fortgesetzt.

Die langjährige Hausbank habe einen seit Jahren bestehenden nicht gänzlich ausgenützten Kontokorrentrahmen über 300.000 Euro nicht verlängert. Das habe zur Zahlungsunfähigkeit geführt. Den Gläubigern wird bei beiden Unternehmen ein Sanierungsplanvorschlag in der Höhe von jeweils 20 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplans angeboten. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf mehr rund 5,4 Millionen Euro. Das Vermögen liegt bei rund 0,8 Millionen Euro. Die Pawlick & Co GmbH ist eine reine Geschäftsführungsgesellschaft der operativ tätigen A. Millik & Neffe Kommanditgesellschaft.

Kommentare (1)
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tenke
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Lesenswert?

Na klar, die Bank ist schuld. Und natürlich die Corona-Sache.

Die Geschäftsleitung hat bestimmt alles richtig gemacht, sicher nichts in die eigene Tasche gewirtschaftet und bereut natürlich zutiefst, dass die Sanierung auf Kosten der Gläubiger geht.