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Gaming Cyberpunk2077: Millionendebakel im Jahr des Aufschwungs

Für Videospielhersteller war 2020 ein gutes Jahr, in Summe legte die Branche im zweistelligen Prozentbereich zu. Ausgerechnet der langjährige Hoffnungsträger Cyberpunk2077 sorgt nun für ein Desaster.

Seit 2012 tüftelte das Entwicklerstudio CD Projekt Red an Cyberpunk2077
Seit 2012 tüftelte das Entwicklerstudio CD Projekt Red an Cyberpunk2077 © CD Projekt Red
 

Der Kaufimpuls wurde fast ein Jahrzehnt lang geschürt: 2012 kündigt das polnische Studio CD Projekt Red erstmals das Computerspiel „Cyberpunk2077“ an. Bis zu 500 Mitarbeiter bindet die Entwicklung zeitweise, Polens Regierung schüttet fast sechs Millionen Euro an Förderung aus.

Angesiedelt in der Stadt „Night City“ spielt Cyberpunk in einer dystopischen Welt, bevölkert von Wesen, die irgendwo zwischen Mensch und Maschine verortet sind. Vor allem Nutzern der neuen Konsolen von Sony (Playstation 5) und Microsoft (Xbox Series X) wurde im Vorfeld ein in Bezug auf grafische Detailverliebtheit und personalisierbare Spielgestaltung revolutionäres Erlebnis versprochen. Jahrelang läuft die Marketingmaschinerie hinter dem „Triple-A game“, einem Premiumspiel, auf Hochtouren und sorgt für acht Millionen Vorbestellungen.

Refundierung und drohende Klage

Als am 10. Dezember der Zeitpunkt der Veröffentlichung kommt, folgt indes die brutale Ernüchterung. Läuft das Spiel am PC noch recht gut, sind die Versionen für Playstation und Xbox mit zahlreichen gravierenden Darstellungsfehlern gespickt. Der Aufschrei folgt noch in der Minute der Veröffentlichung, Sony und Microsoft versprechen rasch, den Spielern bezahlte Kosten rückzuerstatten. Am 17. Dezember entfernt Sony das so lange herbeigesehnte Spiel gar völlig vom Playstation-Marktplatz.

Mittlerweile erreichte der Ärger auch die Investoren hinter CD Projekt Red, millionenschwere Klagen gegen das Studio werden geprüft. Kurios ist, dass dieses Debakel just in einem Jahr der Hochphase für die Spieleindustrie passiert. Weltweit meldet die Gaming-Branche heuer zweistellige Wachstumsraten.

Kommentare (4)
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Kristianjarnig
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Naja.

Cyberpunk 2077 wurde, speziell das letzte Jahr, zu Tode gehypte.

Da es mittlerweile keine (bezahlten) Betatester mehr gibt(jetzt sind Spieler die Betatester die teuer für ein Produkt gezahlt haben das nicht fertig ist) werden eben Spiele auf den Markt geworfen die erst "gesundgepatcht" werden müssen. Kennt jeder (PC) Gamer, Bethesda Kunden sowieso.

Jeder der so etwas bei Veröffentlichung direkt kauft oder gar vorbestellt hat leider die Zeichen der Zeit verschlafen.

Fakt wird sein(so wie bei vielen anderen AAA Titeln) - es wird ein paar Patches dauern und danach kann man sich das dann mal installieren.

Was mich persönlich wundert. Es gab nun bereits SO VIELE Debakel bei , als "Meisterwerken" hochgehypten, Spielen(z.b. fällt mir da spontan "No man's sky" ein, viele andere auch) bei Veröffentlichung . Hätte man als Entwickler noch ein paar Monate mehr an Entwicklung(und vor allem Betatesten)reingesteckt wäre es ohne Probleme abgelaufen. Stattdessen veröffentlicht man, kassiert ein Debakel und Image und Käuferverluste, muß dann teuer nachbessern.

Die Spielebranche mag einfach nicht erwachsen werden. Im konkreten Fall zu deren Nachteil.

undhetz
26
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seid mir nicht bös ...

aber wer braucht in diesen Zeiten ein derartig apokalyptisches spiel ... falls man diese drunter und drüber überhaupt ein spiel nennen kann, hm?

alleine die janusköpfigkeit der polnischen Regierung, einerseits leben schützen wollen (Thema Abtreibung) und andererseits ein derartig mörderisches Projekt zu unterstützen ... irre!

Neolithikum
1
29
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Seien Sie mir nicht bös ...

aber wenn man absolut keine Ahnung über das Thema des Artikels hat, wäre es vielleicht besser, wenn man sich einfach in Zurückhaltung übt.

undhetz
14
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Hm, ...

Was wollen sie damit sagen, das ist doch der absolute vollholler ... Gewalt,, Gewalt,Gewalt, Gewalt, Gewalt ...