Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Appell an RegierungHandel zum harten Lockdown: "Das fördert nur Amazon"

Schwer getroffen zeigt sich der Handel, dass er nach wenigen Tagen der Öffnung bereits wieder zusperren soll. Damit würde das größte Amazon-Förderungsprogramm in der Geschichte Österreichs gestartet, kritisiert der Handelsverband.

++ THEMENBILD ++ CORONA: EINKAUFSZENTRUM / HANDEL
© APA/ERWIN SCHERIAU
 

Von der Ankündigung der Bundesregierung des harten Lockdowns nach Weihnachten zeigt sich der Handel schwer getroffen. "Ein Freitesten, um Geschäftslokale betreten zu können, würde das größte Amazon-Förderungsprogramm in der Geschichte Österreichs starten und dem stationären Handel Kunden und Existenzgrundlage entziehen", warnt der Handelsverband in einer Aussendung.

Eine erneute behördliche Schließung des heimischen Non-Food-Handels in dieser Phase hätte kurz- und mittelfristig gravierende ökonomische und soziale Auswirkungen, erklärt die Interessenvertretung.

Wichtige Handelstage

"Das Weihnachtsgeschäft zwischen den Feiertagen ist von enormer Bedeutung, da Menschen Geld-, Gutschein- und Warengeschenke einlösen oder umtauschen, wodurch sich die Warenkörbe verbreitern und sich neue Kundenbeziehungen ergeben", sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes. "Trotz größter Bemühungen des Handels um Gesundheits- und Hygienekonzepte, die sich in der Praxis bewährt haben, würden mit einem erneuten Lockdown mehr als 60.000 Jobs im österreichischen Non-Food Handel akut gefährdet werden."

Sollte es tatsächlich zu einer Testpflicht ab 18. Jänner kommen, um am öffentlichen Leben teilhaben zu können, wie dies aktuelle Berichte  kolportieren, stellt der Handel klar, dass er hierfür nicht die Kontrollfunktion übernehmen kann. "Wir halten derartige Negativ-Anreize für wenig sinnvoll und eine Testpflicht als Voraussetzung für den Zutritt in die Geschäfte für kontraproduktiv. Vor allem ist völlig unklar, wie das überhaupt kontrolliert werden sollte. Sinnvoller wäre ein Positiv-Anreiz in Form von Einkaufsgutscheinen für alle, die sich freiwillig testen lassen", appelliert Will an die Politik.

 

Kommentare (5)
Kommentieren
xandilus
2
1
Lesenswert?

Händler zu träge

Der Handel (abgesehen vom Lebensmittelhandel) ist für mich tabu, und das sicher noch mindestens einige Monate. Derzeit kaufe ich daher auch online ein, was ich sonst so benötige. Ich sehe immer zu, daß ich bei österreichischen Händlern bestellen kann, doch wie wir wohl alle wissen, herrscht hier gähnende Leere im Vergleich. Auch bekommt man einfach sehr viel an Produkten nicht bei uns, ob nun online oder im Einzelhandel.
Unsere Händler schaufeln sich ihr eigenes Grab mit ihrer "Gemütlichkeit", sprich dem fehlenden Willen sich zu verändern und auf andere Schienen zu setzen.

Alfa166
1
3
Lesenswert?

Dann sollen die heimischen Händler doch auch über Amazon Marketplace verkaufen!

Sehe da kein Hindernis, am großen Amazon Kuchen mit zu naschen... Selbst schuld, wenn die heimischen Händler eher auf Shöpping udgl setzen...!

isogs
5
7
Lesenswert?

Hat vielleicht recht

Der Handel hat vielleicht recht das Amazon gefördert wird, aber die Gesundheit ist nun mal das Wichtigste im Leben, und nicht das Geld.

CloneOne
3
2
Lesenswert?

wo ist dieses Denken

beim Jugendschutz, Alkohol, Tabak, Drogen, krebserregende Stoffe ....?! Die Gesundheit ist das Wichtigste solang jemadn dran verdient. So funktioniert nun mal die Welt, mir taugts auch nicht aber man kann sich anpassen....wer sich anpasst überlebt.

BrokenC
7
22
Lesenswert?

Selber Schuld...

...lieber Handel, wenn ihr keine gescheiten E-Commerze Plattformen auf die Reihe bekommt.
Nicht generell Amazon ist Böse... Das Problem ist das keine Steuern in AT gezahlt werden! Amazon hat halt seine Strategie in den letzten Jahren bis auf´´s letzte perfektioniert.
AT Händler sind leider bei dem Thema E-Commerze Jahre hinterher.