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Sanierung abgeschlossenFluglinie Condor: Treuhandgesellschaft übernimmt das Ruder

Mitten in der Coronakrise hat die Airline Condor die Sanierung geschafft. Die Investorensuche ist allerdings schwer. Eine Treuhandgesellschaft springt ein.

Condor fliegt weiter
Condor fliegt weiter © AP
 

Der deutsche Ferienflieger Condor kann in eine eigenständige Zukunft starten. Die Gläubiger der Fluggesellschaft stimmten am Donnerstag in Frankfurt mehrheitlich dem Vorschlag des Sachwalters Lucas Flöther zu, das Schutzschirmverfahren nach erfolgter Sanierung zu beenden. Das teilte das Unternehmen selbst nach dem Termin des Amtsgerichts Frankfurt mit.

Wegen der Coronakrise wurde die Suche nach einem neuen Investor aufgeschoben. Seine Position nimmt als Treuhänder die SG Luftfahrtgesellschaft ein und das bisherige Management bleibt im Amt. Ermöglicht wird dies durch einen langfristigen Kredit der staatlichen KfW-Bank über 550 Millionen Euro. Condor will den Schutzschirm mit Ende November verlassen, wie eine Sprecherin sagte. Damit werde ein sauberer Monatsabschluss ermöglicht.

Insolvenz "light"

Das Schutzschirmverfahren ist die mildeste Insolvenzform nach deutschem Recht, die Condor zu einer Neuaufstellung mit deutlich reduzierten Kosten genutzt hat.

Condor startet mit 51 Flugzeugen und 4.200 Mitarbeitern in die neue Ära. Die Beschäftigten zweier Thomas-Cook-Schwestergesellschaften sowie einige Verwaltungsmitarbeiter haben in den vergangenen Monaten ihre Jobs verloren. Das Programm wird pandemiebedingt zunächst schmal ausfallen, denn Vorstandschef Ralf Teckentrup rechnet für den Winter nur mit einer Kapazität von 10 bis 15 Prozent des üblichen Angebots. Im Sommer will "Tecke" bereits wieder 70 Prozent fliegen und die Beschäftigten nach Bedarf aus der Kurzarbeit zurückholen. Vorerst gibt es den Lohnersatz bis zum Jahresende 2021.

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