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Raiffeisen-SektorHandysignatur kommt nun auch für Bankverträge

Steirische Raiffeisenbanken führen Handysignatur für ihre Kunden ein. Damit sollen bis zu 35 Tonnen Papier gespart werden.

Bisher wird die Handysignatur vor allem von Behörden genutzt
Bisher wird die Handysignatur vor allem von Behörden genutzt © A-Trust
 

Rund 1,5 Millionen Österreicher nutzen bereits die Handysignatur, mit der man behördliche Unterlagen unterschreiben kann. Nach den Erfahrungen der Coronakrise hat nun auch der steirische Raiffeisen-Sektor entschieden, künftig auf die Handysignatur von A-Trust zu setzen. Nahezu alle Bankverträge können so digital unterschrieben werden. „Bei den Überbrückungsfinanzierungen für Unternehmen haben wir die Technologie bereits großflächig eingesetzt“, erklärt Rainer Stelzer, Vorstandsdirektor der Raiffeisenlandesbank Steiermark.

Seit Anfang April seien so rund 5000 Verträge rechtsgültig unterzeichnet worden. Der Umstieg auf die digitale Signatur ist für die RLB auch mit dem Umweltgedanken verbunden. Bis zu 35 Tonnen Papier lassen sich auf diesen Weg einsparen - nur in der Steiermark.

Um den Kunden den Umstieg auf die Handysignatur zu erleichtern, wird man sich bald auch in allen Filialen der steirischen Raiffeisenbanken dafür registrieren können. Bisher musste man dafür aufs Gemeindeamt gehen. „An jedem Standort gibt es einen Digital-Coach, der Kunden berät und auf Wunsch auch die Handysignatur installiert“, erklärt Stelzer.

Das Ende der klassischen Unterschrift

Er rechnet damit, dass diese Methode der Unterzeichnung im Firmengeschäft schon in wenigen Jahren die klassische Unterschrift ablösen werde. Bei Privatkunden werde das aber wohl noch länger dauern. „Hier werden viel weniger Bankverträge unterfertigt.“ Außerdem gibt es auch zwei Ausnahmen. Sowohl die notarielle Beurkundung als auch die Bürgschaftserklärung müssen auch weiterhin händisch gezeichnet werden.

Vorsichtig optimistisch blickt Stelzer in die wirtschaftliche Zukunft der Steiermark. Eine Pleitewelle im Herbst erwartet er nicht. Einerseits würden Firmen auf die Finanzhilfen des Staates zugreifen, andererseits würden Kostenstrukturen gestrafft. Das bedeute allerdings auch steigende Arbeitslosenzahlen. Für den Winter hofft Stelzer auf ein Ende der Reisewarnungen. Denn am Wintertourismus würden in der Steiermark tausende Jobs hängen. Bleiben Gäste aus, könnte die Lage kritisch werden.

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