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KommentarBlitzeinigung der Metaller ist ein starkes Signal für die Sozialpartnerschaft

Metaller einigen sich im Krisenjahr 2020 gleich zu Beginn der Lohnrunde auf einen neuen Kollektivvertrag. Dieses Ergebnis ist mehr als nur ein Lebenszeichen der in der Vergangenheit so häufig als unbeweglich gescholtenen Sozialpartnerschaft.

© APA/ROBERT JAEGER
 

Die Skepsis war groß. Wie soll vor dieser dramatischen Kulisse heuer nur eine Einigung erzielt werden? Die Sozialpartner haben darauf eine bemerkenswerte Antwort geliefert und für die Metalltechnische Industrie eine Blitzeinigung auf einen neuen Kollektivvertrag zustandegebracht. Wir erinnern uns: Noch vor wenigen Tagen wollte die Arbeitgeberseite – unter Verweis auf verheernde Wirtschaftsdaten – die Lohnrunde am liebsten ins nächste Jahr verschieben. Ein Ansinnen, das seitens der Gewerkschaft brüsk zurückgewiesen wurde.

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joe1406
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Ist wohl eher ein Zeichen

dass beide andere Sorgen haben als die übliche Show wie sie für ihr Klientell Tag und Nacht kämpfen.

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Die Sozialpartner sind offenbar weitaus intelligenter als gewisse Teile der Opposition in Österreich

Die SPÖ ist in der Wirklichkeit angekommen. Man sieht, dass die SPÖ das Virus und die damit verbundene Krise ernst nimmt.
Wir haben drei österreichische Parteien: ÖVP, SPÖ, Grüne (nach Prozenten, nicht nach Bedeutung)

Und dann gibts zwei parteiische kleingeistige Parteien - die den Ernst der Lage immer noch nicht begriffen haben: Die FPÖ (wo ich keinerlei Vernunftbegabung entdecken kann) und die gerade komplett durchdrehenden Neos. (die ich sinnloser Weise gewählt habe - nie wieder Neos!)

Aber FPÖ und NEOs sind nur noch Lachnummern, was die Covid-Krise betrifft, was die beiden Supervirologen Kickl und Loacker gestern an Schmarrn verzapft haben, ist ein - sogar für FPÖ-Verhältnisse - unglaubliches Armutszeugnis für diese beiden Parteien. Normal müssten die Medien diese beiden Extratalente in der Luft zerreißen. Aber man kritisiert viel lieber die Regierung. Ja ist Teil der Pressefreiheit und damit legitim , ihr könnts auch dem Strache täglich mit Interviews und Schlagzeilen huldigen aber der Glassturz unter dem vor allem die Neos stehen ist unverständlich.

crawler
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Dem

kann man nur zustimmen. Das erste Mal, dass die Gewerkschaft nicht mit unrealistischen Forderungen provoziert hat. Kompliment den Verhandlern. Man sieht, es geht auch so.

fans61
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Wer hat die Sozialpartnerschaft gescholten und gemieden?

Die ÖVP und die FPÖ.

Also die Partei der Wirtschaft und die Partei des "kleinen Mannes".

stprei
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Redakteur

Sogar der Redakteur schrieb: "verstaubte KV-Rituale wie die nächtelangen Marathonverhandlungen oder gegenseitige Drohgebärden über Bord zu werfen"

Die Sozialpartner waren durchaus schwer manövrierfähig und sind es noch. Beim Metaller-KV kam es wohl auch zu einer schnellen Einigung, weil man nicht weit auseinander lag.

Bei Gesetzesvorhaben war es da schon viel schwieriger und man muss ehrlicherweise sagen, es hängt viel an den Personen.

SagServus
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Bei Gesetzesvorhaben war es da schon viel schwieriger und man muss ehrlicherweise sagen, es hängt viel an den Personen.

Im Grunde liegts immer an den Personen, sonst wäre die AN Seite nicht da wo wir jetzt stehen und auch die AG Seite nicht dort wo man jetzt ist.

Problematisch wirds halt nur, wenn eine Seite plötzlich nur mehr fordert und nichts mehr geben will und auch noch den Rückhalt einer Partei hat die seit Jahren sämtliche Gesetze die nur irgendwie Richtung AN gehen blockiert.