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VKI-VergleichStromkunden der Energie Graz bekommen Geld zurück

Im Jänner 2019 hat die Energie Graz die Preise für Kunden von "Graz Strom Klassik" und "Naturstrom Solar Graz" erhöht. Zu Unrecht. Nun können betroffene Kunden ihr Geld zurückverlangen.

 

Kunden der Energie Graz und deren Tochter Solar Graz können nach einer Einigung des Energieversorgers mit dem Verein für Konsumenteninformation um eine Preiserhöhungsklausel zu viel bezahltes Geld rückbezahlt bekommen. Laut einem Sprecher des VKI dürften rund 70.000 Kunden davon betroffen sein. Voraussetzung für eine Refundierung ist die Anmeldung zur Auszahlung beim VKI bis zum 31. Oktober 2020.

Bereits im Herbst 2019 hat der Oberste Gerichtshof (OGH) in einem Verfahren des VKI eine Preisanpassungsklausel der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG (EVN) für unzulässig erklärt, welche auch von der Energie Graz und deren Tochter Solar Graz verwendet worden war. Dementsprechend fiel auch für diese beiden Unternehmen die Basis für die vorgenommene Preisanpassung weg.

Stromtarife betroffen

Der VKI bemühte sich darum, dass den Konsumenten die vorgenommenen Preiserhöhungen refundiert werden und hat nunmehr einen Vergleich erzielt. Demnach erhalten alle Betroffenen der Preissteigerung vom 1. Jänner 2019 Geld zurück. Den Energieversorger dürfte das um die zwei Millionen Euro kosten. "Wir haben mit Energie Graz und Solar Graz eine unkomplizierte und konsumentenfreundliche Lösung für die Betroffenen gefunden, die lange Rechtsstreitigkeiten vermeidet", kommentierte Thomas Hirmke, Leiter des Bereichs Recht im VKI, die Vereinbarung.

Die betroffene Kunden der Tarife Graz Strom Klassik (Energie Graz) und Naturstrom (Solar Graz) können für den Zeitraum 1. Jänner 2019 bis 31. August 2020 abhängig vom Verbrauch eine Gutschrift auf ihr Bankkonto einfordern. Die Höhe ergibt sich aus der Preisdifferenz zwischen dem Energiepreis 2018 und 2019. Laut den Berechnungen des VKI können Haushalte mit durchschnittlichem Energieverbrauch mit einer Kompensation von 33 Euro (Energie Graz) bzw. 24 Euro (Solar Graz) rechnen.

Anmeldung nötig

Voraussetzung für eine Refundierung ist jedoch die Anmeldung unter dem Link des VKI: https://verbraucherrecht.at/energiegraz bis spätestens 31. Oktober 2020. "Die Informationen dürften dieser Tage von der Energie Graz und Solar Graz an bestehende Kunden versandt werden", informierte Hirmke. "Alle Betroffenen werden von uns auf postalischem Weg informiert", bestätigte auch der Sprecher der Energie Graz gegenüber der APA. Auch ehemalige Kunden, die von der letzten Preiserhöhung noch betroffen waren, können durch die Anmeldung beim VKI die vorgesehene Refundierung erhalten.

 

Kommentare (1)

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scionescio
0
2
Lesenswert?

Die Energie Graz hat alle notwendigen Daten, um das zu Unrecht verrechte Geld einfach zurück zu überweisen ...

... mit der Anmeldung spekuliert man, dass viele Betroffene das vergessen werden und behält sich so doch einen Teil des zu Unrecht einkassierten Betrages.
Wenn die Energie Graz nur ein bisschen Anstand hat, sollte sie den nicht abgerufenen Betrag spenden!