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8 Milliarden EuroWillhaben-Miteigentümer kauft Anzeigensparte von eBay

eBay verkauft seine Kleinanzeigen-Sparte. Den Zuschlag bekam Adevinta aus Norwegen. Das Unternehmen ist in Österreich an Willhaben und Shpock beteiligt.

Symbolbild
Symbolbild © APA/Helmut Fohringer
 

Der norwegische Online-Marktplatz Adevinta hat den Zuschlag für die milliardenschwere Anzeigensparte von eBay erhalten. Der Kaufpreis für den Geschäftsbereich mit Portalen wie eBay Kleinanzeigen und mobile.de liege bei 9,2 Milliarden US-Dollar (8,0 Milliarden Euro), teilten beide Unternehmen am Dienstag in Oslo und San José mit. Durch die Übernahme entstehe der größte Online-Anzeigenmarkt der Welt.

Der Konzern setzte sich bei dem Milliardendeal im Bieterrennen gegen ein Konsortium aus Finanzinvestoren sowie die Beteiligungsgesellschaft Prosus des Medienkonzerns Naspers durch. In Österreich hält Adevinta 50 Prozent am Kleinanzeigenportal willhaben.at (50 Prozent liegen bei der Styria Media Group) und 100 Prozent an der heimischen Kleinanzeigen-Plattform Shpock.

Ebay wird Miteigentümer

Den Großteil der Summe will Adevinta allerdings nicht in bar, sondern mit eigenen Aktien bezahlen. Nur 2,5 Milliarden Dollar soll eBay in bar erhalten. Auf diese Weise wird eBay mit einer Beteiligung von 44 Prozent zum neuen Großaktionär von Adevinta - und bleibt dadurch auch an dem Anzeigengeschäft weiterhin beteiligt. Adevintas bisheriger Mehrheitseigner, der Medienkonzern Schibsted, will dem Deal den Angaben zufolge zustimmen. Er soll künftig statt mit 59 Prozent nur noch mit einem Drittel an Adevinta beteiligt sein.

An der Börse wurden die Nachrichten mit Begeisterung aufgenommen. Die Adevinta-Aktie legte in Oslo bis zur Mittagszeit um fast 36 Prozent zu. Damit wurde das Unternehmen an der Börse umgerechnet mit fast 11,7 Milliarden Dollar bewertet. Seit dem Jahreswechsel hat der Adevinta-Kurs jetzt um mehr als die Hälfte zugelegt.

Anzeigen-Gigant

Durch den Zusammenschluss soll der größte Anbieter von Online-Anzeigenmärkten der Welt entstehen, der in 20 Staaten mit rund einer Milliarde Einwohnern vertreten ist. eBays Anzeigensparte ist bisher in 13 Ländern vertreten, Adevinta in 15. Legt man die Zahlen des Jahres 2019 zugrunde, entsteht durch den Zusammenschluss ein Unternehmen mit einem Umsatz von 1,8 Milliarden Dollar und einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit fast 600 Millionen Dollar. Von der Fusion versprechen sich die beteiligten Unternehmen Synergien in Höhe von 150 bis 185 Millionen Dollar.

Das internationale Anzeigengeschäft der Kalifornier ist unter anderem in Kanada, Teilen Europas, Afrika, Australien und Mexiko vertreten. Nutzer können ihre Produkte und Dienstleistungen dort Interessenten in ihrer Nähe anbieten. Adevinta hingegen ist bisher vor allem in Teilen Europas, Lateinamerikas und Nordafrikas vertreten. Mit dem Kauf des Anzeigengeschäfts von eBay können die Norweger ihre Präsenz in Deutschland erheblich ausbauen.

Kommentare (4)

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Weltreisender
2
4
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Ebay..

gibt's noch? Is ja voll retro.

jaenner61
1
8
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dann wird wohl schluss sein

mit gratis inseraten, und die werden wie ebay kassieren.

Soundnoize
1
0
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Bitte genau lesen

Ebay-Kleinanzeigen und nich Ebay. Das Kleinanzeigenportal bei Ebay war immer schon gratis.

marinosale
2
12
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der Adevinta, das in Österreich....

was ist denn das für eine Sprache???? Wieder einmal eine online Überschrift in seltsamem Deutsch