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Novomatic draußenCasinos Austria nun mehrheitlich in tschechischer Hand

Jetzt ist es fix: Die tschechische Sazka Group hat den Anteil der Novomatic an den Casinos Austria übernommen.

Symbolbild
Symbolbild © APA/Robert Jäger
 

Die tschechische Sazka Group hält nun 55,48 Prozent an der teilstaatlichen Casinos Austria AG (Casag). Der Glücksspielriese Novomatic hat seinen Anteil von 17,19 Prozent nicht zuletzt wegen der Affäre rund um mutmaßlichen Postenschacher bei der Casag abgegeben. Sazka hielt schon zuvor mit 38,29 Prozent den größten Anteil. Die Republik Österreich hält über die Staatsholding ÖBAG 33,24 Prozent der Casag. Der Rest sind kleinere Aktionäre.

"Die Sazka-Gruppe ist als einer der größten paneuropäischen Lotteriebetreiber bestrebt, maximale Anstrengungen für die Weiterentwicklung des Unternehmens und Produktinnovationen zu unternehmen", versprach Sazka-Chef Robert Chvatal in einer Aussendung am Freitag. Gemeinsam mit den Mitaktionären setze man sich dafür ein, den Wert von Casinos Austria zum Wohle aller Aktionäre, Kunden, Mitarbeiter und der gesamten österreichischen Gesellschaft zu steigern.

Erst am Freitag war bekanntgeworden, dass bei den Casinos mehr als ein Viertel aller Jobs abgebaut werden könnten. Dem Aufsichtsrat werden Details des sogenannten ReFIT-Sanierungsprogramms am 8. Juli in einer Sondersitzung präsentiert. Außerdem wurden in der heutigen Aufsichtsratssitzung vier Personen neu ins Gremium gewählt, teilte Sazka mit. Man erkenne die Casinos Austria "als traditionelle österreichische Marke mit ihrem starken Bekenntnis zu den österreichischen Werten und dem österreichischen Erbe an", hieß es von den Tschechen weiters.

Kommentare (1)

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helmutmayr
1
13
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Man darf gratulieren

Uns bleiben die Spielsüchtigen, den Tschechen die Marie. Eine Beispiel einer gelungen Privatisierung.
Wenigsten ist der Gesetzgeber jetzt aus der Zwickmühle. Wo es nun keine Gewinne für den Staat mehr gibt, noch schlimmer keine Posten für Parteigängern, könnten entsprechende Gesetzte, die die Süchtigen schützen, gemacht werden. Sonst bleiben uns nur die Kosten der Psychotherapie.