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Milliarden ungenutztUnternehmen schöpfen beantragte Kurzarbeit nur zur Hälfte aus

Kosten belaufen sich auf höchstens 6 Milliarden Euro, budgetiert wären 12 Milliarden. Arbeitszeit sollte künftig nur noch um 50 Prozent reduziert werden dürfen, nicht um 90.

© APA/Barbara Gindl
 

Die heimischen Unternehmen schöpfen die beantragte Kurzarbeit insgesamt nur zur Hälfte aus. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe. "Mehr als 6 Milliarden werden wir nicht brauchen", sagte der Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS), Herbert Buchinger, in dem Bericht. Budgetiert sind 12 Milliarden Euro.

Am Montag verhandeln Gewerkschaft, Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer über eine Verlängerung der Kurzarbeit über den Herbst hinaus. Laut Buchinger sollte die Arbeitszeit künftig um höchstens 50 Prozent zurückgefahren werden dürfen, nicht wie derzeit um bis zu 90 Prozent.

"Unternehmen, die bis Herbst keine Auslastung von 50 Prozent erreicht haben, müssen sich fragen, ob Kurzarbeit das Richtige für sie ist." Sie sollten dann besser "ihre Personalstände anpassen", also Stellen abbauen.

Einen Shutdown wie im März hält der AMS-Chef höchstens auf regionaler Ebene für wahrscheinlich. Betriebe und Mitarbeiter, die davon betroffen wären, könnte man dann - statt Kurzarbeit - über das Epidemiegesetz voll entschädigen.

Buchinger wünscht sich ab Herbst eine Rückkehr zum Kurzarbeitsmodell vor Corona plus einen "Zuschlag". Nach diesem Modell aus der Finanzkrise 2008/2009 bekämen Beschäftigte ihren regulären Lohn für die geleistete Arbeit. Für die Ausfallsstunden zahlt das AMS einen Zuschuss in Höhe des Arbeitslosengeldes (55 Prozent des Nettogehaltes). Dieser Betrag solle durch den Zuschlag angehoben werden.

Gewerkschaftspräsident Wolfgang Katzian und Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl fordern für Beschäftigte in Kurzarbeit auch künftig "mindestens 80 Prozent des Letzteinkommens", machen sie im "profil"-Gespräch vor den Verhandlungen am Montag klar.

Kommentare (6)

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critica
0
69
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Titelfindung mehr als fraglich!

Sicherlich haben Firmen die Kurzarbeit vorsorglich angemeldet.
Die Auslastung ist aber bei vielen gegeben und es wird normal gearbeitet! Gut so und dient zur Schuldenbremse!
Lob den Ehrlichen, Prüfung für den Rest!

xxndtxx
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Kurzarbeit

Ich wäre froh wenn die Kurzarbeit bald vorbei wäre. Wir haben schon im März angefangen und müssen noch bis Ende August durchhalten mit 80 % Arbeitsleistung obwohl wir Arbeit für 100 % auch hätten. Eigentlich versteh ich so etwas überhaupt nicht

Amadeus005
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Man kann 100% arbeiten

Ganz einfach. AG zahlt dann 100% und Staat nicht. KA einfach nicht genutzt, obwohl zur Sicherheit beantragt. War auch ein Sinn von KA.

unicorn13
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Toll

Welcher journalist schreibt so einen mist. Sollte dem wirklich so sein, ist das ja sehr fair den Firmen gegenüber die es wirklich brauchen. Ausserdem sind wir doch froh, dass die Schulden vom Staat weniger sind als angenommen... alles nur mehr ein wahnsinn!

Carlo62
1
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Es gibt halt außer mir...

...noch viele andere Unternehmer die in den vorigen Jahren gut gewirtschaftet haben und eine kleine Krise aus eigener Kraft meistern können!

Stratusin
0
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Kleine Krise,

genau das ist der Richtige Ansatz. Und nicht jammern !