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Start in einer KaserneGrazer sattelte um und zog Produktion von Schutzmasken auf

Früher organisierte Dominik Holzner Veranstaltungen. Wegen des Mangels an Schutzausrüstung aus heimischer Produktion gründete der Grazer eine Fertigung für Masken und Desinfektionsmittel. Der Start erfolgte in einer Kaserne, ein eigener Standort ist in Planung.

CORONAVIRUS: MASKENPFLICHT IN SUPERMAeRKTEN
© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Der Steirer Dominik Holzner hat in den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie ein neues Unternehmen für die Produktion von Schutzmasken und Desinfektionsmittel in Graz aus dem Boden gestampft. Er beschäftigt derzeit knapp 50 Mitarbeiter, teils über Leihfirmen, auf vorübergehenden Produktionsflächen am Areal der ehemaligen Kirchner Kaserne. Finanziert wird die Unternehmung durch Investoren.

Der Mangel an Schutzausrüstung aus heimischer Produktion hat Holzner dazu bewegt, die Branche zu wechseln: Früher organisierte er Veranstaltungen, nun macht er sich als Arbeitgeber und stellt mit seiner Aventrium Health Care GmbH Schutzmasken vom Typ 1 und 2 sowie der Klasse FFP2 her. Zusätzlich habe man "hochwertiges Desinfektionsmittel" im Sortiment, sagte Holzner am Freitag zur APA. Die Nachfrage sei vorhanden, weshalb man die Produktion vorübergehend in fünf Hallen der aufgelassenen Kirchner Kaserne sofort gestartet habe. Eine weitere große Halle diene als Materiallager.

Bis zu 140 Jobs

Läuft das Geschäft gut an, soll ein neuer Standort mit einer siebenstelligen Investitionssumme in Lieboch südlich von Graz gebaut werden. An den Plänen dafür werde bereits gearbeitet. Bis zu 140 Mitarbeiter sollen dort einen Job finden. "Unser Ziel ist es, Österreich und Teile Europas in Zukunft unabhängig in der Versorgung mit medizinischen Hygieneprodukten, im speziellen MNS-Schutzmasken, zu machen", so Holzner.

Die Finanzierung des Projekts erfolge in Kooperation mit nicht näher genannten heimischen Finanzgebern sowie mit Unterstützung der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), denn sie ist Miteigentümer der Kirchner Kaserne. Die tägliche Produktion soll in der Endausbaustufe einige Millionen Stück betragen. Derzeit würden die Hallen nach und nach mit Maschinen für die Produktion ausgestattet. Diese sollen dann an den neuen Standort mitübersiedeln.

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