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Handel braucht KlarstellungenÖffnung der Geschäfte nach Ostern: Diese Fragen sind ungeklärt

Geschäfte bis zu einer Größe von 400 Quadratmetern dürfen nach Ostern wieder öffnen, doch sind für die Händler viele Detailfragen nicht geklärt. Sie warten auf eine Klarstellung der Regierung.

CORONAVIRUS: EINKAUFSZENTRUM GRAZ
Noch sind die Gänge in den Einkaufszentren leer... © APA/KARIN ZEHETLEITNER
 

Nach Ostern beginnt die schrittweise Wiedereröffnung eines Großteils des Handels. Geschäfte bis zu einer Größe von 400 Quadratmetern sowie Bau- und Gartenmärkte - unabhängig von ihrer Größe - dürfen nach vier Wochen "Shutdown" wieder aufsperren. Damit kommen drei Viertel bis 80 Prozent des Einzelhandels wieder in Schwung. Dennoch sind zahlreiche Fragen ungeklärt, die Branche wartet auf die Verordnung der Regierung.

Ungeklärt ist etwa nach wie vor, ob größere Geschäfte den Laden durch Absperrungen so verkleinern dürfen, dass er nur noch 400 m2 misst. "Der Wunsch der Händler ist, dass hier gleiches Recht für alle gilt und Abtrennungen oder Verkleinerungen erlaubt sind", sagte Handelsobmann Peter Buchmüller zur APA.

Kleine Geschäfte in Shoppingcentern

Ganz anderes sieht es die Gewerkschaft, die bereits vor einer künstlichen Verkleinerung der Verkaufsflächen warnte. Solange es noch keine Verordnung gibt, sei der Interpretationsspielraum zu hoch, sagte KV-Verhandlerin Anita Palkovich gestern im Gespräch mit der APA.

Aus Sicht des Handelsverbands ist derzeit noch offen, was mit kleinen Geschäften unter 400 m2 in Shoppingcentern passiert. Buchmüller vertritt hier die Auffassung, dass diese erst im zweiten Schritt, also ab 2. Mai, aufmachen dürfen. Der Einkaufszentrumsbetreiber Richard Lugner, der in Wien die "Lugner City" betreibt, zeigte sich erbost, dass Geschäfte in Shoppingmalls von der Regelung nach Ostern ausgenommen sind. "Wieder ein Zeichen, dass der Gleichheitsgrundsatz, wie bei den Öffnungszeiten auf Tankstellen und Bahnhöfen bei den Lebensmittelgeschäften, mit Füßen getreten wird", sagte Lugner. Fraglich ist, ob auch kleine Geschäfte in Fachmarktzentren ab 14. April öffnen dürfen.

Öffnungszeiten

Für den Handelsverband stellt sich auch die Frage nach den Öffnungszeitenregelungen, die ab 14. April gelten. Derzeit gelten im Lebensmittel- und Drogeriehandel verkürzte Öffnungszeiten von 7.40 bis 19 Uhr. Der Diskonter Hofer schließt bereits um 18 Uhr. "Der Wunsch vieler kleiner, vor allem inhabergeführter Händler ist es, früher aufzusperren", sagte Handelsobmann Buchmüller. Die verkürzten Öffnungszeiten waren ein Kompromiss der Sozialpartner. Die Gewerkschaft wollte ursprünglich eine Begrenzung von 8.30 bis maximal 18.00 Uhr.

Unklar ist auch, ob die Regelung, dass nur 1 Person pro 20 m2 im Geschäft sein darf, nur für die kleinen Händler sowie Baumärkte und Gartencenter gilt, oder auch für alle Supermärkte. Aus Sicht der WKÖ-Bundessparte gilt sie nur für jene Geschäfte, die ab 14. April wieder öffnen dürfen.

Klar ist jedenfalls, dass alle Kunden und Handelsbeschäftigten künftig einen Mund- und Nasenschutz tragen müssen, wobei das nicht zwingend eine Maske sein muss, sondern auch ein Schal oder Tuch sein kann. Auch der Mindestabstand beim Einkaufen muss eingehalten werden.

Der nächste Öffnungsschritt erfolgt ab dem 2. Mai. Dann können alle Geschäfte für den Verkauf von Waren, also auch größere, sowie Friseure unter strengen Auflagen öffnen.

Kommentare (12)

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tannenbaum
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Ich

warte noch immer auf eine Pressekonferenz von Kurz, in der er uns anordnet, wann und wie viele Ostereier ich in meinem Garten für die im gleichen Haushalt lebende Personen verstecken darf! Und wie hoch die Strafen sind, wenn ich zu viele Eier verstecke!

Lonerider2
0
4
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passt nicht ....

ganz zusammen, wenn man immer noch nur um Grunbedürfnisse zu decken aus dem Haus darf,aber gleichzeitig die Geschäfte aufgemacht werden die nicht Grunbedürfnisse decken.

Lonerider2
0
0
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passt nicht ....

ganz zusammen, wenn man immer noch nur um Grunbedürfnisse zu decken aus dem Haus darf,aber gleichzeitig die Geschäfte aufgemacht werden die nicht Grunbedürfnisse decken.

wollanig
28
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Die kleinen Einzelgeschäfte

in den Shoppingmalls dürfen schon aufsperren..... nur die Mall nicht.

antipasti
3
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wollanig

Ihre "Mall" ist ein Briefkasten, der verkauft ohnehin nichts!

Wie "Bäume darf man schon fällen, nur den Wald nicht" :-)

Bobby_01
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wollanig

ja sicher nicht

Bobby_01
12
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Ich meine

das ist wohl klar. Eine Verkleinerung ist nicht zulässig. Shoppingcenter sind eben Shoppingcenter und daher kein Kleingeschäft, die haben daher geschlossen zu bleiben. Das gleiche gilt natürlich auch für Fachmarktzentren! Max. 1 Person je 20 m² hat natürlich auch im Mai zu gelten!
Wenn das so kompliziert ist verstehe ich nicht wie diese Leute ein Geschäft führen können.

panoptikum
2
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Schlaumeier

Shoppingcenter waren nie geschlossen, da diese ja auch Lebensmittelgeschäfte, Drogeriemärkte, Apotheken, Trafiken und Banken beinhalten.

checker43
6
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Es

ist schon mühsam, wie manche wieder obergscheid versuchen, die Regelung für sich zurechtzubiegen. Geschäfte unter 400 m2 dürfen aufmachen, heißt es. Wäre ganz einfach. Es heiß nicht, dass Geschäfte über 400 m2 sich verkleinern können, um aufzusperren. Oder sich in x kleine Einzelgeschäfte aufsplitten. Oder jeweils nur Franz und Helga Zugang zu den einen 400 m2 zu gewähren, wärend Paul und Josef in den anderen 400 m2 einkaufen.

Miraculix11
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Die haben am Beispiel Seiersberg gesehen was alles geht

Man trickste und die Landesregierung segnet das nachträglich mit einer Sonderregelung sogar ab.

halelale
8
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Wie mit den Kindern

klare Regeln, sonst sollte man es lassen.

checker43
8
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"Gebt

Ruhe, Papa muss arbeiten."

"Dürfen wir dann schreien, wenn du deine Hände nicht am Laptop hast oder in die Luft schaust?"

Kinder sind auch sehr kreativ im Finden von Lücken in Regeln.