Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Gemeinsame Initiative Neuer Marktplatz: So soll E-Commerce in Österreich gestärkt werden

Die Bundesregierung hat heute gemeinsam mit den Vorstandschefs der Post und der Styria Media Group einen neuen Online-Marktplatz für österreichische Händler präsentiert.

(v.l.) Markus Mair (CEO Styria Media Group), Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) und Georg Pölzl (CEO Österreichische Post AG)
(v.l.) Markus Mair (CEO Styria Media Group), Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) und Georg Pölzl (CEO Österreichische Post AG) © (c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
 

In der Corona-Krise sollen mehr heimische Anbieter Online-Shops aufsperren. Auf dem Portal oesterreich.gv.at/onlinemarktplatz soll das möglich werden. Ein Spezialangebot für kleine Händler wird von shöpping.at (Post) und willhaben.at (Styria) zur Verfügung gestellt. Dabei sind unter anderen auch "Frisch zu mir", Onlineshops Austria und Retail, sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) am Dienstag.

Schramböck spricht von einem "digitalen Schulterschluss von großen und kleinen österreichischen Händlern". Auf der offiziellen Plattform oesterreich.gv.at wurde ein eigener Online-Marktplatz für heimische Produkte eingerichtet. Die Seite bietet zum einen eine Übersicht über die wichtigen österreichischen Einkaufsplattformen und soll Händler auch dabei unterstützen, schnell ein eigenen E-Shop einzurichten.

"Jede und jeder sollte sein eigenes Einkaufsverhalten hinterfragen", so der Appell von Schramböck. Es gehe darum, heimische Händler zu unterstützen, man dürfe das nicht nur den "internationalen Großkonzernen" überlassen.

Post-Generaldirektor Georg Pölzl verweist auf die Händler-Plattform der Post, "shöpping.at" - diese sei zuletzt stark gewachsen, zähle nun bereits knapp 700 Händler, alleine in den letzten Tagen seien 100 neue Anbieter hinzugekommen. Um das zu erreichen, entfallen etwa beim "shöpping-Coronapaket" bis Ende Mai verschiedenste Gebühren für interessierte Anbieter. Dazu kommen weitere Zuckerln wie gratis Marketingaktionen und billigere Zustellung. So ersparen sich Teilnehmer einige Hundert Euro.

Markus Mair, CEO der Styria Media Group, verweist auf die beschleunigten Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung. Die Coronakrise habe den Blick der Konsumenten auf regionale und lokale Händler geschärft, damit sei eine Chance gegeben, den großen, internationalen Anbietern etwas entgegenzusetzen, "diese Chance gilt es zu nutzen". Mair verweist auf die Plattform willhaben.at, über die eine Reihe von Maßnahmen zur Stärkung des Marktes erfolgt sind. So könne man kleine Händler, die über keinen eigenen Online-Shop verfügen, auf willhaben einbinden, "so kann die Reichweite der Plattform genutzt werden". Diese Reichweite liege bei rund 4,5 Millionen Nutzer. Für Direktvermarkter habe man zudem eine Kooperation mit landwirt.com gestartet.

"Kauft lokal, das geht auch digital"

"Kauft lokal, das geht auch digital", appellierte Schramböck an die österreichische Bevölkerung. "Geben sie heimischen Plattformen eine Chance oder warten Sie bis der heimische Handel wieder aufsperrt. Wir helfen damit den Familienbetrieben und auch den Kleinen, den KMU."

Sie verwies auf neuliche "Maßnahmen die unseren kleinen Handelsbetrieben sehr zusetzen und sie voll treffen". Daher sei es an der Zeit digital aufzurüsten. "Die Krise zeigt deutlich, dass die Digitalisierung ein wichtiger Faktor ist, vor allem auch das Thema E-Commerce", sagte Schramböck. "Diese Geschäftsmodelle dürfen wir nicht nur den großen internationalen Anbietern überlassen", spielte sie auf den US-Giganten Amazon an.

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) verwies auf agrarische Angebote, die mit der neuen Plattform verknüpft werden. Auch für die Kunden ergäben sich dadurch Vorteile. "Wir wollen den großen internationalen Konzernen die Stirn bieten und die heimische Wertschöpfung stärken."

Pölzl sagte auch, dass der Trend derzeit schon dahingehe, dass sich Österreich in der Corona-Krise einen Teil des E-Commerce zurückhole. "Diesen Trend wollen wir unterstützen."

Kommentare (5)

Kommentieren
SeCCi
6
8
Lesenswert?

es is ganz einfach

es steht und fällt mit den preisen und dem support der onlinehändler.

die meisten kaufen bei den "big playern" weil die dahingehend einfach attraktiv sind.
abseits von speziellen angeboten kosten manche waren in anderen ländern und den dort situierten händlern oft 1/3, die hälfte teilw. sogar 2/3 weniger als bei uns. und es hilft nunmal nichts, ich bin nicht der feind meines geldes...

heinzleh.
0
2
Lesenswert?

SPAR

der grosse SPAR ist nicht in der Lage flächendeckend einen Zustelldienst zu organisieren.wir sind 2 Personen über 80Jahren und nicht gewillt ein Risiko einzugehen. Daher kaufen wir notgedrungen vieles bei AMAZON ein.Es gibt einen Eurospar und einen Interspar im Ort.

Balrog206
0
0
Lesenswert?

Oje

Keine Bekannten oder nette Nachbarn ?

kritiker47
2
4
Lesenswert?

Gehen Sie

doch dorthin und leben auch dort mit den sozialen Verhältnissen und dem dortigen Arbeitsrecht. Ihre Gedanken sind nicht weit entfernt von Ausbeuterei, oder nicht ?

SeCCi
0
3
Lesenswert?

naja

die sozialen verhältnisse und das arbeitsrechet sind in deutschland jetzt nicht so dramatisch schlechter. und dennoch sind viele waren wie eingangs genannt _deutlich_ günstiger als bei unseren händlern (egal ob on- oder offline)