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Ölpreis drastisch gefallen US-Präsident Donald Trump erwägt neue Zölle auf Ölimporte

Die US-Regierung will die amerikanische Öl- und Gasindustrie angesichts des jüngsten Preisverfalls mit allen verfügbaren Mitteln unterstützen.

Donald Trump, Mike Pence, Stephen Hahn, Anthony Fauci
Donald Trump, Mike Pence, Stephen Hahn und Anthony Fauci © AP
 

Falls es nötig sei, könnten neue Zölle auf Ölimporte erwogen werden, sagte Präsident Donald Trump am Samstagabend. In der wichtigen Industrie stünden in den USA jetzt viele Arbeitsplätze auf dem Spiel. "Ich werde tun, was auch immer nötig ist", sagte er.

Der Ölpreis ist zuletzt drastisch gefallen. Gründe waren vor allem ein Konflikt zwischen den Ölproduzenten Russland und Saudi-Arabien sowie die wegen der Coronavirus-Pandemie global gesunkene Nachfrage.

Die USA sind inzwischen auch ein großer Öl- und Gasproduzent. Analysten zufolge können die meisten amerikanischen Produzenten bei den gegenwärtigen Marktpreisen jedoch nicht rentabel produzieren. Anders als in Russland und Saudi-Arabien sind die meisten Ölförderer in den USA unabhängig vom Staat, weswegen sie bei anhaltenden Verlusten wohl bald die Produktion drosseln dürften.

Die großen Rohöl-Förderländer der OPEC+ - die OPEC-Staaten sowie ölreiche Länder wie Russland - denken Insidern zufolge bereits über eine drastische Reduzierung der Produktion zur Stabilisierung der Preise nach. Im Gespräch sei eine Drosselung um zehn Millionen Barrel (Fass zu je 159 Liter) pro Tag. Die russische Nachrichtenagentur Ria hatte unter Berufung auf das Energieministerium Aserbaidschans gemeldet, die OPEC+ wolle am Montag über ihre Förderpolitik beraten.

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