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Nach OPEC-Vorschlag Russischer Energieminister: Doch nicht weniger Öl ab 1. April

Der Ölpreis sinkt weiter rasant, der Weg zur Förderbeschränkung scheint nun doch länger als erwartet.

© Edelweiss - stock.adobe.com
 

Das Ölkartell OPEC und die mit ihm kooperierenden Staaten haben es nicht geschafft, sich auf neue Kürzungen der Rohölförderung über das Monatsende hinaus zu verständigen. Das teilten die OPEC und der russische Energieminister Alexander Nowak am Freitag nach langen Verhandlungen in Wien mit.

Die OPEC hatte erst am Donnerstag vorgeschlagen, dass die 14 Mitglieder eine Million Barrel (je 159 Liter) Öl pro Tag weniger aus dem Boden pumpen und ihre zehn Kooperationspartner zusätzlich 500.000 Barrel pro Tag beisteuern.

Die Auswirkungen des neuen Coronavirus werden damit zu einer ernsten Belastungsprobe für die "OPEC+" genannte Kooperation. Auch bei den vergangenen Treffen wurde lange und wohl auch hart verhandelt, letztlich konnten sich die 24 zuständigen Minister aber immer auf einen Kompromiss einigen. Die OPEC und der russische Minister Nowak betonten trotz der dieses Mal gescheiterten Gespräche, dass die Kooperation fortgeführt werden soll. "Es werden weiter informelle Treffen stattfinden", hieß es per OPEC-Livestream.

Ölpreis sinkt weiter rasch

Der Ölpreis gab mit der Ankündigung erneut deutlich nach, nachdem er über den gesamten Freitag schon kräftig gesunken war. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Nachmittag zeitweise weniger als 45,50 US-Dollar - und damit mehr als neun Prozent weniger als am Vortag.

Zu Jahresbeginn lag der Brent-Preis pro Barrel noch bei mehr als 65 Dollar. Zahlreiche Experten und Organisationen gehen inzwischen davon aus, dass die Nachfrage nach Rohöl deutlich langsamer steigen wird als erwartet oder sogar sinken könnte. Bei gleichbleibender Produktion dürfte das den Ölpreis weiter unter Druck setzen.

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