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Jugend-Politik gefordert"Die Herrschaft der Alten ist eine Gefahr"

Die Finanzkrise ab 2008 riss tiefe Wunden in die Biografien der Millennials, zeigt der Ökonom Lukas Sustala auf und fordert eine entschlossene Politik für Junge.

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© Fotolia/Christa Eder
 

Unser Wohlstand ist so hoch wie nie, Ihr Bild von Gegenwart und Zukunft der Millennials (Jahrgänge 1982 bis 1996) ist düster. Überzeichnen Sie?
LUKAS SUSTALA: Ich möchte ein Bonmot abwandeln: „Die Lage scheint hoffnungslos, aber nicht schlimm.“ Für viele junge Erwachsene haben sich zuletzt mickrige Einkommenszuwächse, aber starke Steigerungen bei Wohnkosten eingestellt. Gerade unsere Sozialsysteme sind davon abhängig, dass es Wachstum gibt. In den letzten 20 Jahren kamen zwei Effekte zusammen: Die konjunkturelle Krise einerseits und andererseits, dass wir, die Millennials, zu spät zur Party gekommen sind – in dem Sinn, dass vom hohen Wachstum durch die demografischen Dividende der Vergangenheit für uns die hohen demografischen Kosten bleiben.

Kommentare (32)

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Hanst99
3
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Lösung ist Vermögens und Erbschafftssteuer

Fakt ist Reich wird immer reicher. Der Mittelstand blutet. Von einem Herrn der Agenda Austria einem von der Industrie geförderten Verein hab ich nichts anderes erwartet.
Ich bin knapp über 60 und wenn ich zurück blicke hab ich 2/3 meines Gehaltes in Form von Lohnsteuer, Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer und Sozialabgaben in das System eingezahlt. Damit wurde nicht nur das System erhalten sondern auch Infrastruktur wie Schulen, Strassen, Sicherheit und Krankenhäuser gebaut. Ein Baby übernimmt heute bei der Geburt Schulden in der Höhe eines Kleinwagens. Dafür kann es aber dann bis 25 gratis in die Schule gehen und Familienbeihilfe beziehen, ins Krankenhaus gehen usw.. Fragen sie mal ein afrikanisches Kind ob es lieber in einem Land mit null Schulden und null Infrastuktur oder bei uns auf die Welt gekommen wäre.

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Balrog206
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Hans

Nat hast du recht schulden und Schulden ist nicht immer das gleiche kommt immer drauf an was man mit dem Geld macht !
Als großes Probleme sehe ich nur das sie immer mehr werden!

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Hanst99
0
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Was konkret?

Schulden dürfen zumindest in Höhe der Inflationsrate steigen. Schuldenstopp ist Populismus. Wichtiger sind Arbeitsplätze. Ich sehe auch nicht ein warum die Vererbung von teilweise vermutlich steueroptimierten Vermögen geschont wird.

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joe1406
3
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Bildungshysterie

Immer mehr "Ausbildung" zu verlangen hat vor allem einen Sinn - den Preis für die "Ausgebildeten" zu drücken. Was muss ein guter Facharbeiter können? Drei Sprachen sprechen, fünf Jahre Auslandserfahrung und 19 Jahre alt? Klar das schafft keiner und deswegen muss der Facharbeiter der auch wirklich arbeiten will zu Beginn mit 1500 Euro zufrieden sein. Das ist die eigentliche Strategie die dahinter steht.

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Sam125
3
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Sg.Herr Sustaler!Auch ich habe zwei Kinder ihrer Generation(1984,1987)und einen

"Nachzügler" geb.nach 2000,großgezogen!Ich selbst bin vor1960 geboren und in bittester Armut aber in großer Elternliebe aufgewachsen!WIR die alte Generation, haben mit unseren harten Arbeitswillen und Fleiß,das Fundament für den jetzigen Wohlstand ihrer Generation und auch den ihrer Kinder geschaffen!Wir haben uns die Ausbildung unserer Kinder,vom"Mund abgespart"und alles getan damit sie es einmal besser haben sollen!Und genau DAS ist danebengegangen!Wie können SIE sonst schreiben,dass WIR für den Börsencrash,der von gierigen Börsenspekulanten und anderes Gesindel verursacht wurde,verantwortlich sind!Schuldige suchen und unsere Generation schlechtreden ist leichter,als selbst auch das zu tun,was wir taten!Nämlich aufstehen und hart arbeiten!Ich hab noch ein Kind zum versorgen,und wo sind eure Kinder?Einen Vorwurf muss ich unserer Generation schon machen,denn wir haben aus lauter-es soll den Kindern einmal besser gehen -übersehen,dass wir jetzt sehr viele, EGOISTEN großgezogen haben!

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seinerwe
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Dankbarkeit wäre auch etwas

Als wir jung waren hat es nichts gegeben, d.h. keinen Strom und daher keine E-Geräte wie Kühlschrank, Waschmaschine, FS, Telefon usw., fast nur Volksschulen, Englischlehrer die nie in England waren....
Kaum asphaltierte Strassen, wir waren vor allem Veganer, denn Fleisch hat es nur an hohen Feiertagen gegeben....
Sie nutzen heute den von den Alten geschaffenen Wohlstand, die Ausbildung, die Technik, die Wohnungen mit Sanitäreinrichtungen, usw.ohne jemals dafür etwas bezahlt zu haben.
Egoismus pur.

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X22
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Kein Alter hat ein Vorrecht, dank zu fordern schon gar nicht

Wann begreifen auch die Alten, dazu zähle ich mich auch schon dazu, dass auch wir die sind, die den Jungen diese Welt, wie sie ist vorgesetzt haben, bestimmte Blickwinkel zeigen genau die Fehler auf, die wir verursacht haben und deswegen können und müssen wir genauso dazustehen und die Jungen unterstützen und nicht auf irgendwelche Rechte pochen

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schulzebaue
19
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Wer

Seinen Wohlstand auf Schulden baut den folgende Generationen werden abbezahlen müssen darf sich keine Dankbarkeit erwarten.

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Bond
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Schulden und 0-Defizit

Die ärmsten Staaten, Länder, Gemeinden, Familien haben die wenigsten Schulden. Klar doch, wer soll Ihnen auch Geld leihen ?

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differentialrechnung
2
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Dankbarkeit erwarten

ist so absurd, wie sich unwidersprochen beschuldigen zu lassen, für z.B. verschwenderischen Umgang mit der Umwelt. Jede Generation handelt aufgrund der Ein- und Ansichten, die ihr zugänglich sind/vermittelt wurden.
Floskeln wie "wir doch nicht" und "wir hätten nie" sind und bleiben so verlockend wie nutzlos.
Ebenso meine Kommentare .....

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differentialrechnung
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@seinerwe

"Dankbarkeit" einzufordern, ist anmaßend. "Von den Alten geschaffenen ....." - ist höchstens teilweise richtig. Die heute wirklich Alten profitierten von der Gunst der Stunde, dem Bevölkerungszuwachs (von etwa 2,5 Milliarden in den Neunzehnfünfzigern auf um die 8 Milliarden heute), dem "Wiederaufbau" nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und einer gewissen Bedenkenlosigkeit im Umgang mit natürlichen Ressourcen, die einst als unerschöpflich präsentiert wurden.

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Mein Graz
20
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@seinerwe

Wie alt bist du, dass es keinen Strom gab?
Ich bin 60+, ich erinnere mich, es gab Strom fürs Licht, die erste Waschmaschine wurde in meiner Kindheit angeschafft (der erste Waschgang wurde von allen Familienmitgliedern gespannt verfolgt), Es gab einen E-Herd, im Winter wurde allerdings auf dem Holzofen gekocht.
Veganer essen auch an hohen Feiertagen kein Fleisch, bei uns gab es am Sonntag meistens eines, also waren wir nicht mal Vegetarier.

Ich habe selbst 2 Kinder, beide erwachsen, beide stehen auf eigenen Beinen, beide haben sich ihren Wohlstand selbst erarbeitet. Sie gehören zu den Millenials.

Dieses ständige Runtermachen der Jugend und jungen Menschen widert mich schon an.

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fans61
20
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Die einzige Gefahr, die ich sehe, ist das Überhandnehmen

konservativer Regierungen weltweit, die soziale Errungenschaften, die seinerzeit von den Sozialdemokraten unter schwierigsten Voraussetzungen erzielt, vernichten werden (siehe IV-Kurz).
Somit sind Unruhen vorprogrammiert.

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GustavoGans
6
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Nicht nur die Jungen hatten mickrige

Einkommenszuwächse.
Auch wir über 50-jährigen verdienen so wenig wie noch nie.
Was heißt hier, es werden Fachkräfte gesucht und durch die Pensionierung bekommen die jungen besser bezahlte Jobs.
Tatsache ist, dass heute bei den meisten Stellenausschreibungen steht, dass die Firmen Kollektiv zahlen. Der Zusatz Überzahlung möglich ist meistens das Papier nicht wert.
Fragen Sie heute 10 Arbeitnehmer ob Sie heute mehr oder weniger verdienen als vor 20 Jahren.
Über die Hälfte wird Ihnen sagen, dass Sie heute weniger bis viel weniger verdienen als früher. Bei gleicher oder mehr Arbeit.

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voit60
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Wenn ich an den Jungspund

und seiner Kindergartentruppe denke, dann weiß ich, woher die Gefahr kommt.

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archiv
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Unsere "Experten" haben keinen umsetzbaren "Plan" ....

... daher muss alles zerstört werden.

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Ifrogmi
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Das unsere Gesellschaft...

... Jetzt immer mehr auf die "alten" hinhackt ist nur ein weiteres Zeichen von in den Untergang führender Degeneration.
Den jungen sind nach Umfragen Freizeit und Freunde lieber als Geld. Wenn es dann zu wenig ist: man will an das geschaffene, erspparte, hart erarbeitete der alten. So einfach ist das.
Kinder kriegen? - Die bereitwilligkeit dazu verhält sich reziprok zum bildungsgrad und IQ.
Also lasst uns alten schön in ruhe.
Es könnte ja eines Tages altenrandale geben - die haben schon aufgrund des Alters weniger zu verlieren.

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Mein Graz
1
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@Ifrogmi

"man will an das geschaffene, erspparte, hart erarbeitete der alten"

Nein, nicht alle sind so, wenn man dein Posting liest hat man aber fast diesen Eindruck.

Viele junge Menschen erarbeiten sich - auch heute ist das noch so - ihren Wohlstand selbst.
Meine beiden Kinder (die auch zu den Millenials gehören) arbeiten beide hart, ihre Partner ebenso. Da werden auch Zweitjobs angenommen, damit man seine Wohnverhältnisse verbessern kann.
Allerdings: wir haben unseren Kindern immer gesagt, dass sie sich ihr Leben selbst gestalten müssen, dass sie nicht erwarten können von uns finanziert zu werden. Da gab es kein Auto zur Matura, keine Wohnung mit 20.

Wie sich viele Junge verhalten liegt wohl eher daran, was sie aus dem Elternhaus mitbekommen, wie sie es "gelernt" haben.

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Ichweissetwas
11
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Die Jugend muss auch wieder Arbeiten wollen,

alle Löhne müssen drastisch angehoben werden, ist ein Plus für die Wirtschaft und ein Ansporn arbeiten zu gehen!
Von den "Alten" sind alle arbeiten gegangen, denn da gab es kein Sozialsystem und denen gebührt auch eine Pension!!

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Mein Graz
12
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@Ichweissetwas

Die Arbeitslosenunterstützung gibt es m.W. seit 1918, d. h. du bist schon über 100?
Gratulation!

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Bluebiru
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@Ichweissetwas

Wenn sie aus einer Generation stammen, in der es kein Sozialsystem gab, dann müssen sie aber schon sehr alt sein.

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tannenbaum
21
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Tolle

populistische Schlagzeile: HERRSCHAFT DER ALTEN IST EINE GEFAHR!
Schon vergessen die Herrschaft Haiders und seine Buberlpartie? Und seht ihr nicht was gerade ein Studienabbrecher mit seinen unerfahrenen Umfeld anrichtet?

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differentialrechnung
3
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Waghalsiger Gedanke:

langjähriger, auch institutionalisierter Verzicht auf Forderungen und Messen des Grades zu dem sie erfüllt wurden (Schulen aller Art), gefolgt von hohen Ansprüchen auf beiden Seiten, sobald es um bezahlte Arbeit geht, könnten jungen Leuten ernste Schwierigkeiten bereiten ....

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Bond
4
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No na, aber.

Im gesamten Interview kein Wort zu Erbschafts- und Vermögenssteuern, zu einer Umverteilung, zu einer Politik des Interessensausgleich. Wenn junge Leute keine Famlien mehr gründen können, wirds für die Gesellschaft kritisch. Und mit der besseren Ausbildung der Jugend ist auch nicht weit her. Sie haben vielleicht mehr Abschlüsse auf Unis.

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crawler
5
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Man kann es sicher nicht verallgemeinern.

Aber wenn ich mir die Jugend in meiner Umgebung anschaue, geht es da keinem schlecht. Gut. Dass man etwas für Notfälle auf die Seite legt, scheint nicht so richtig bei den Jungen angekommen zu sein. Highlife scheint wichtiger zu sein. Ich wundere mich oft wo das Geld her kommt für die PS-starken Autos und Motorräder, für die Party's, für die Urlaube in fernen Ländern usw. Naja, natürlich arbeiten die auch und verdienen Geld, oder es ist eben die Zeit das Geld auszugeben, das man von sparsamen Eltern geerbt hat. Aber für die Zukunft sorgen wie man es früher gemacht hat? In Zeiten wo man noch weniger hatte wurden mehr Familien gegründet wie heute. Aber man war zufriedener. Macht es das aus?

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walterkaernten
18
66
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jugend

1.
Die jungen MÜSSEN zur wahl gehen wenn sie was geändert haben wollen.
Die wahlbeteilung der jungen ist überall SEHR gering wenn die veröffentlichten zahlen stimmen.
In einer demokratie ist das der weg um was zu ändern.

2.
Studium
Leider machen viele 2 studiums und werden sehr sehr spät fertig. Studieren das was am markt wenig gebraucht wird und sind dann frustriert. Nur studieren alleine hilft nichts.....

3.
Wenn teile der Jugend bis 18 benötigen um lesen und verstehen zu können, dann liegt das aber auch in der eigenverantwortung der jugendlichen und isst nicht immer die schuld der ALTEN.

4.
Generell:
Die jungen MÜSSEN rechtzeitig selbst verantwortung übernehmen und nicht warten bis jemand was macht.

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