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Milliarden-SchadenHinweise auf massiven Umsatzsteuerbetrug

Eine Analyse der Handelsdaten, Importe und Exporte, unter den Mitgliedsstaaten zeigt einen Überschuss von 307 Milliarden Euro. Das ist eigentlich unmöglich. Der Wert müsste Null sein.

Symbolbild
Symbolbild © APA/Helmut Fohringer
 

Die offiziellen Handelsdaten aus der EU deuten einer Studie der Wirtschaftsinstitute IfW und Ifo auf einen Umsatzsteuerbetrug in großem Stil hin. Die EU komme mit sich selbst auf einen Handelsüberschuss von 307 Milliarden Euro, obwohl hier bei einer korrekten Erfassung aller Im- und Exporte am Ende eine Null stehen müsste, geht aus der heute veröffentlichten Analyse der Daten aller 28 Mitglieder hervor.

Messfehler alleine könnten diese systematische Abweichung nicht erklären. Vielmehr scheint dahinter ein massiver Umsatzsteuerbetrug zu stecken, der die EU-Staaten 30 bis 60 Milliarden Euro pro Jahr koste.

Exporte sind Umsatzsteuerfrei

"Wenn Unternehmen Umsätze als Exporte deklarieren, sind diese von der Umsatzsteuer befreit", sagten der Präsident des IfW, der Österreicher Gabriel Felbermayr, und Ifo-Forscher Martin Braml. "Werden diese Umsätze aber gar nicht im Ausland erzielt, sondern im Inland, fehlen sie in der Importstatistik des angeblichen Handelspartners und bleiben damit unversteuert." Die beiden Experten empfehlen einen digitalen, automatisierten Datenabgleich von Importen und Exporten innerhalb der EU, um Bilanzfehler künftig zu verringern und Betrug zu erschweren.

Im Durchschnitt werden den Mitgliedsländern 18 Prozent zu viel Warenexporte und 26 Prozent zu viel Dienstleistungsexporte gemeldet, berichteten das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) und das Münchner Ifo-Institut. Besonders ausgeprägt seien die Unterschiede zwischen Nachbarstaaten und Mitgliedsländern mit größeren Unterschieden in den Mehrwertsteuersätzen. Dabei sei die Bilanzqualität der einzelnen Staaten höchst unterschiedlich. Die beste Datenqualität lieferten die Niederlande. Deutschland liege im vorderen Mittelfeld. Zypern, Irland, Luxemburg und Schweden weisen demnach die größten Abweichungen auf.

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Danke für Ihr Verständnis.

sprecher
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Dumm - dümmer - am dümmsten

Da hat jemand zu wenig Wissen. Immer den Vergleich zum Asylwesen herstellen macht Fehler und Abweichungen auch nicht besser

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UHBP
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Hinweise auf massiven Umsatzsteuerbetrug

Ein kleiner Artikel, der Morgen schon wieder verschwunden ist.
Hätte allerdings ein Asylsuchender um €100 zu viel bekommen, würde das in Österreich wahrscheinlich die Medien und die rechtspopulistischen Parteien wochenlang beschäftigen und sofort neue, härter Strafen fordern, weil unser System dadurch zusammenbrechen würde.
Aber 300 Milliarden Körberlgeld für die Wirtschaftstreibenden in Europa - egal. Den Freunden der Wirtschaftsparteien nützt es und die einfachen Wähler dieser Parteien bekommen es nicht mit oder verstehen es nicht.
Doch irgendwie lustig, wenn die Dummheit der "Armen" dazu beiträgt, dass diese ärmer und die Reichen reicher werden.

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mrbeem02
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ZUSAMMENFASSENDE MELDUNGEN !!

Für alle an und für sich mehrwertsteuerpflichtige Waren, die ausgeführt werden, muss ja eine zusammenfassende Meldung mit der UID Nummer des Käufers abgegeben werden. Damit ist mal klar, bzw. sollte es klar sein, wer die Ware erhalten hat, und damit kann locker, da ja auch die UST-freien Importe in den UST Meldungen bekanntgegeben werden, alles kontrolliert werden. Im digitalen Zeitalter wird es ja wohl möglich sein, diese beiden Daten miteinander zu verbinden und zu kontrollieren, und das Europaweit. Aber wenn halt noch mit Ärmelschoner und spitzen Bleistiften auf kariertem Papier gearbeitet wird, wird das nicht funktionieren.

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joe1406
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Bilanzqualität

Eigentlich pervers - ein ganz kleiner Aufschrei wenn die Bürger der EU von der Wirtschaft um zig Milliarden betrogen werden. Bilanzqualität finde ich eine wunderbare Umschreibung der Wirtschaftslobby für Bilanzbetrug.

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